Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  3. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  4. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  5. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  6. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  7. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  8. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  9. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  10. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  11. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  12. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  13. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela
  14. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert
  15. Christliche Eltern beten für den Mann, der ihre Töchter bei Autounfall tötete

'Politische Korrektheit' schüchtert Christen ein

14. Juli 2014 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Großbritannien: Gewissens- und Meinungsfreiheit wird unterdrückt - Christen bekämen heute bisweilen schon Schwierigkeiten, wenn sie im Beruf ein Kreuz trügen, mit jemandem beten oder „Gott segne Sie!“ wünschen wollten.


London (kath.net/idea) In Großbritannien ist es für Christen sehr schwer geworden, in der Öffentlichkeit zu ihrem Glauben zu stehen. Ein militanter Säkularismus und die Sorge, ja nicht gegen „politische Korrektheit“ zu verstoßen, schüchtert viele ein. Das erklärte die Publizistin und konservative Politikerin Ann Widdecombe (London) in einem BBC-Interview. Sie beklagte, dass die Gewissens- und Meinungsfreiheit inzwischen sehr eingeschränkt sei. In den fünfziger Jahren sei sie in Großbritannien noch so hoch geachtet gewesen, dass es trotz der Erfahrungen im Zweiten Weltkrieg möglich gewesen sei, sich als Nazi zu bekennen. Selbst auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges hätten Kommunisten für das Parlament kandidiert. Hingegen bekämen Christen heute bisweilen schon Schwierigkeiten, wenn sie im Beruf ein Kreuz trügen, mit jemandem beten oder „Gott segne Sie!“ wünschen wollten. In manchen ethischen Fragen könnten Christen in Konflikt mit der Polizei geraten, weil sie sich dem Verdacht aussetzten, gegen Anti-Diskriminierungsgesetze zu verstoßen. „Wir sind dabei, die Gewissensfreiheit zu unterdrücken“, so die Publizistin. Sie ist 1993 von der anglikanischen zur römisch-katholischen Kirche übergetreten und macht sich in der Öffentlichkeit für den christlichen Glauben sowie die Lebensrechtsbewegung stark. Unter anderem arbeitete sie bei Fernsehdokumentationen über das Christentum und die Bibel mit.


Ist Großbritannien noch christlich?

Nach Angaben der Londoner Zeitung „The Times“ könnten Widdecombes Äußerungen die Debatte über die Rolle der Religion in der Gesellschaft neu anfachen. Premierminister David Cameron hatte Ende April in der anglikanischen Zeitung Church Times geschrieben, er sei stolz, dass Großbritannien ein christliches Land sei. Daraufhin warfen ihm 50 Intellektuelle in einem Offenen Brief vor, das Land zu spalten und Nicht-Religiöse zu entfremden.

Unterstützung erfuhr der konservative Regierungschef hingegen unter anderem von dem Labour-Politiker und früheren Außenminister Jack Straw. Generalstaatsanwalt Dominic Grieve erklärte, wer behaupte, dass Großbritannien kein christliches Land mehr sei, täusche sich. 1.500 Jahre alte Werte verschwänden nicht über Nacht. Einer Volkszählung aus dem Jahr 2011 zufolge bezeichnen sich knapp 60 Prozent der 60 Millionen Einwohner Großbritanniens als Christen und annähernd 26 Prozent als nicht-religiös.

Happy Easter: Message from David Cameron - Schön, wie der britische Premier die christlichen Werte betont und lobt!



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Faustyna-Maria 14. Juli 2014 
 

Also, in der Britischen Nationalhymne wird "God save the Queen" gesungen, die nicht nur das Oberhaupt aller Briten, sondern auch der anglikanischen Kirche ist.

Nicht-Religiöse in GB müssen innerlich wirklich leiden und gespalten sein, leben sie doch in einem Land mit einer christlichen Queen, um deren Wohlergehen in der Nationalhymne gebetet wird.

Es ist dementsprechend sehr weit hergeholt, GB als christliches Land zu bezeichnen, wenn man innerlich von der eigenen Verlogenheit gespalten ist.

Sie verlangen also im Namen der Toleranz die Christen nicht zu tolerieren.


0
 
 alfons.schaefers1 14. Juli 2014 
 

UK, christlich oder nicht

Mir ist bei früheren Besuchen in England aufgefallen, wie stark das tägliche Geschehen doch von der christlichen Tradition des Landes geprägt ist. Bei einem Vortrag und dem anschließenden gemeinsamen Essen mit Patentanwälten in einem Club englischen Stils wurde vor der Mahlzeit gemeinsam gebetet. Bei einem internationalen Kongress von Patentfachleuten in Harrogate (Yorkshire) wurde wie selbstverständlich der Kongress mit einem Gottesdienst im York Minster, der berühmten Kathedrale, eröffnet.Ich hatte nicht den Eindruck berufsspezifischer Haltungen.Diese Erfahrungen liegen mehr als 25 Jahre zurück. Die Intoleranz gegen Christen unter dem Deckmantel der Nichtdiskriminierung ist bestimmt mächtig angewachsen. Aber auch die Diskussionen zur Einführung der sog. Homo-Ehe im vergangenen Jahr waren stark geprägt vom vorsichtigen Umgang mit gegenläufigen Gewissensentscheidungen der Minderheit im Parlament.Für Laizisten ein Ärgernis: die Queen als Oberhaupt der Anglikanischen Kirche. AS Bonn


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Großbritannien

  1. Akademie Johannes Paul II. begrüßt Ablehnung des britischen Euthanasiegesetzes
  2. Wollte gestohlenes Bild von Jesus zurückholen: Lebensschützer bei Marsch für das Leben verhaftet
  3. König Charles III. nicht mehr ‚Verteidiger des Glaubens‘?
  4. Deutsche Medien schweigen zum Bericht über Vergewaltigungsbanden in Großbritannien
  5. Dokumentation zeigt die Islamisierung Birminghams
  6. Pastor in London wegen Straßenpredigt verhaftet: Vorwurf der „Hassrede“ nach Kritik am Islam
  7. Reform UK will Umwandlung von Kirchen in Moscheen verbieten
  8. Britisches Oberhaus stimmt für Abtreibungen bis zur Geburt
  9. Großbritannien: Christlicher Pastor wegen Kritik am Islam und an Transgender verhaftet
  10. England und Wales: Katholische Erwachsenen- und Jugendtaufen steigen deutlich, Messbesuch leicht







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. USA: Frauen klagen Planned Parenthood wegen Druck in Richtung Abtreibung
  3. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  4. Erschütterndes Historiendrama: Netflix-Serie „Fauda“ verarbeitet den Terror des 7. Oktober
  5. Muslimische Organisation: ‚In 45 Jahren wird Frankreich wieder katholisch‘
  6. Frankreichs neue „Generation Leo“: Warum die Jugend plötzlich wieder zum Papst strömt
  7. „Er befiehlt seinen Engeln, dich zu behüten auf all deinen Wegen“ (Psalm 91)
  8. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  9. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  10. Thérèse von Lisieux und die ‚Süßigkeit‘ eines Buches über die Apokalypse
  11. Gesetzesvorschlag zum Verbot von Konversionstherapien in Nordirland ist ‚gefährlich‘
  12. 'Jesus macht alles und ich nichts'
  13. UN-Bevölkerungsfonds berichtet über das Leid der Frauen in Gaza
  14. Rosenkranzmonat Oktober steht im Zeichen des Friedens
  15. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz