Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  5. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  6. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  7. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  10. „Das Ende von Maria 2.0“
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  13. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  14. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  15. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“

"Experiment der offenen Grenzen! – Britischer Premier Starmer kritisiert Einwanderungspolitik

9. Dezember 2024 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der starke Anstieg der Zuwanderung sei nicht durch Zufall, sondern mit Absicht geschehen. Die Einwanderungspolitik der konservativen Vorgängerregierung sei ‚unverzeihlich‘, sagt Keir Starmer.


London (kath.net/jg)
Der britische Premierminister Keir Starmer von der Labour-Partei hat die Einwanderungspolitik der konservativen Vorgängerregierung kritisiert. Er sprach von einem „Experiment der offenen Grenzen“, die in seinem Land durchgeführt worden sei.  Die Einwanderungszahlen seien „mit Absicht“ gestiegen und „nicht aus Zufall“, berichtet NiUS.de.

Starmer sprach am 28. November über die am selben Tag veröffentlichten Einwanderungszahlen des Nationalen Amtes für Statistik. Diesen zufolge hat die Einwanderung von Juli 2022 bis Juni 2023 mit 1,32 Millionen Migranten den bisherigen Höchstwert erreicht. Von Juli 2023 bis Juni 2024 lag die Zahl bei 1,2 Millionen. 86 Prozent davon kamen aus Nicht-EU-Ländern.

Der Einwanderungssaldo, also die Netto-Zuwanderung (Einwanderer abzüglich der Personen, die das Land wieder verlassen haben) erreichte 2022/23 mit 906.000 ebenfalls einen Rekordwert. Von Juli 2023 bis Juni 2024 lag der Wert bei 728.000.


Das Nationale Amt für Statistik fasst diese Entwicklung mit dem Satz zusammen: „Seit 2021 hat die langfristige internationale Migration in das Vereinigte Königreich ein noch nie dagewesenes Niveau erreicht.“

Die Regierung seiner Vorgänger habe „ein Experiment der offenen Grenzen“ durchgeführt, zitiert Starmer das Amt für Statistik. Im Vergleich zu 2019 hätten sich die Einwanderungszahlen vervierfacht. „Die Konservative Partei versprach, sie würde die Zahlen senken, und wieder einmal haben sie versagt“, kritisierte der Premierminister.

Diese Entwicklung sei „nicht einfach nur Pech“ gewesen, auch „kein globaler Trend“ oder „Moment der Unachtsamkeit“, fuhr er fort. Die konservative Regierung habe den Austritt aus der EU („Brexit“) genutzt, „um Großbritannien in ein ‚Eine-Nation-Experiment‘ mit offenen Grenzen zu verwandeln“, sagte Starmer wörtlich. Der starke Anstieg der Zuwanderung sei „mit Absicht, nicht zufällig“ geschehen, betonte er. Die Einwanderungspolitik bezeichnete er als „unverzeihlich“ und kündigte an, dass seine Regierung dem ein Ende setzen werde.

NiUS.de weist darauf hin, dass bereits 1997 unter einer Labour-Regierung das Einwanderungssystem von Großbritannien radikal verändert worden sei. Die Regierung unter Tony Blair (Premierminister von 1997 bis 2007) erleichterte die Einwanderung, um eine „gesteuerte Migration“ zuzulassen, die der Wirtschaft zugutekommen sollte. Von 1997 bis 2004 stieg die Einwanderung von 326.100 auf 582.100.

Kemi Badenoch, die neue Parteichefin der Konservativen Partei, räumte ein, dass ihre Partei „Fehler gemacht“ habe. Sie sieht die Schuld aber nicht nur auf ihrer Seite. „Das ist ein kollektives Versagen politischer Führer aller Parteien über Jahrzehnte hinweg, aber im Namen der Konservativen Partei ist es richtig, dass ich als neue Vorsitzende die Verantwortung übernehme und ehrlich sage, dass wir da falsch lagen“, sagt sie wörtlich.

Beide Politiker haben sich in der Vergangenheit für eine großzügige Einwanderungspolitik eingesetzt. Badenoch war noch 2018 gegen eine Begrenzung der Arbeitsvisa. Starmer verlangte in der Asylkrise 2015, dass Großbritannien mehr Asylwerber aufnehmen müsse. 2020 sagte er, dass die Labour-Partei sich lange davor gescheut habe, Einwanderung positiv darzustellen. Dies müsse sich ändern. Noch im Sommer dieses Jahres ließ er die Polizei hart gegen die teils gewalttätigen Demonstranten vorgehen, die gegen islamische Einwanderung protestierten.

 

Link zum Artikel auf NiUS.de: „Experiment der offenen Grenzen“: Die historische Migrations-Rede des britischen Premierministers, über die in Deutschland kaum berichtet wird

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Migration

  1. Spanischer Erzbischof erinnert angesichts der Migrationskrise an die Reconquista
  2. Dänemark: Verschärfung der Abschieberegeln für kriminelle Migranten
  3. 100.000 Euro von der EKD für Afghanen, damit diese Aufenthalt in Deutschland einklagen können
  4. Thomas von Aquin über Migration
  5. Katholische Büroleiter kritisieren Stellungnahme der Berliner Büros zur Asylpolitik der Union
  6. US-Vizepräsident Vance: ‚Europa läuft Gefahr, zivilisatorischen Selbstmord zu begehen‘
  7. Bürgermeister von New York dankt Regierung Trump für Kampf gegen kriminelle Migranten

Großbritannien

  1. Akademie Johannes Paul II. begrüßt Ablehnung des britischen Euthanasiegesetzes
  2. Wollte gestohlenes Bild von Jesus zurückholen: Lebensschützer bei Marsch für das Leben verhaftet
  3. König Charles III. nicht mehr ‚Verteidiger des Glaubens‘?
  4. Deutsche Medien schweigen zum Bericht über Vergewaltigungsbanden in Großbritannien
  5. Dokumentation zeigt die Islamisierung Birminghams
  6. Pastor in London wegen Straßenpredigt verhaftet: Vorwurf der „Hassrede“ nach Kritik am Islam
  7. Reform UK will Umwandlung von Kirchen in Moscheen verbieten







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei"
  3. „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
  4. Neuer Schülerkreise Joseph Ratzinger / Papst Benedikt XVI. bestätigt bisherigen Vorstand im Amt
  5. Nordische Bischofskonferenz beendet Herbstvollversammlung in Paderborn
  6. Zwischen Stein und Geheimnis: ‚Ohne die Liturgie würde Notre-Dame ihre Seele verlieren‘
  7. Die Menschheitsfamilie zwischen Babel und Pfingsten
  8. Der Mensch ist mehr als eine Maschine - Die Würde des Menschen vor dem Angesicht Gottes
  9. Bischof Erik Varden: „Den Fremden willkommen heißen“
  10. Leo an Bischöfe: „Liebe Brüder, wir müssen immer wieder in die Schule des Kreuzes zurückkehren“
  11. Chefredakteur Philippe Marie: „Ich werfe dem Erzbistum Paris vor, die Pressefreiheit zu verletzen“
  12. Dem Leben verpflichtet: Johanna Gräfin von Westphalen
  13. Kurienkardinal Parolin nennt „Lebensschutz“ eines der Schwerpunktthemen von Leos Frankreichreise
  14. USA: Medienbischof Fulton Sheen ist nun seliggesprochen!
  15. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz