Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  2. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  3. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  4. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  5. „Warum bin ich Christ“
  6. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  7. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  8. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  9. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  10. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  11. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“
  12. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  13. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  14. 'The Chosen': Sechste Staffel ab Dezember auf Netflix
  15. 'Wenn ich zurückkönnte, würde ich sie wieder wählen – genau wie sie sind'

Pater Batlogg: Keine einseitige Vereinnahmung von Karl Rahner

28. März 2014 in Chronik, 12 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Leiter des Karl-Rahner-Archivs in "Furche"-Beitrag zum 30. Todestag von Theologen Rahner: "Wer wie Rahner so viel geschrieben hat, muss oft als Stimmzettel herhalten für ganz andere Interessen und Ideen, die nicht die seinen waren"


Wien (kath.net/KAP) Gegen jede einseitige kirchenpolitische oder theologische Vereinnahmung des vor 30 Jahren verstorbenen Startheologen Karl Rahner (Archivfoto) hat sich der Jesuit Andreas Batlogg gewandt. "Wie Rahner denkt, wie er argumentiert, woher seine Anregungen kommen, aus welchen Quellen er schöpft - all das ist längst nicht so klar, wie es da und dort zu finden ist", schreibt Batlogg in einem Beitrag für die aktuelle Ausgabe der Wochenzeitung "Die Furche". Rahners Todestag jährt sich am 30. März zum 30. Mal. P. Batlogg leitet in München das Karl-Rahner- Archiv und ist Mitherausgeber von Rahners bei Herder aufgelegten "Sämtlichen Werken". Außerdem ist er Chefredakteur der Monatschrift "Stimmen der Zeit".

Rahners Theologie gelte vielfach als "zu schwer", "zu umständlich" oder als "zu wenig vermittelbar", moniert Batlogg. Zugleich seien seine spirituellen Werke nach wie vor populär. Rahner selbst habe sich aber stets dagegen gewehrt, in einen "wissenschaftlichen" und einen "frommen" Rahner aufgespalten zu werden. Er habe es aber nicht verhindern können. Auch der "kirchenpolitische" Rahner, der Vorgänge in der Kirche kommentiert, sei nicht ein anderer Rahner, so Batlogg: "Es ist derselbe Theologe, der auch 'schwere Kost' zumutet und Kollegen auf die Palme brachte, wenn er in unendlichen Windungen ein Problem umkreiste, auf neuscholastische Argumentation abklopfte, auf Traditionsverbundenheit und -tauglichkeit untersuchte - um am Ende einen Weg zu weisen aus dem ewigen Dilemma: Wie das Alte neu sagen - so, dass es heute verstanden wird?"


Rahner habe von sich selbst immer gesagt, er habe Theologie betrieben "um der Verkündigung, um der Predigt, um der Seelsorge willen", zitierte der Jesuit aus einem Interview Rahners aus dem Jahr 1980. Freilich, wer wie Rahner "so viel geschrieben hat, muss oft als Stimmzettel herhalten für ganz andere Interessen und Ideen, die nicht die seinen waren, wird nolens volens zum Parteigänger, bestätigt oder kritisiert. Aus dem Zusammenhang gerissen, kontextlos gelesen, wird einer so zum Gewährsmann für alles und nichts."

Trotzdem sieht sich Batlogg zu der optimistischen Prognose veranlasst: "Karl Rahner ist erst im Kommen." Denn: "Standpunkte sind gefragt. Karl Rahners Theologie hilft dabei. Das bleibt - auch noch in 100 Jahren."

Lebenswerk mit 4.000 Veröffentlichungen

Karl Rahner wurde am 5. März 1904 in Freiburg im Breisgau geboren. 1922 trat der als verschlossen geltende und zur Schwermut neigende Maturant in den Jesuitenorden ein. Der 1932 zum Priester geweihte Theologe Rahner promovierte in Innsbruck und habilitierte sich 1937. Dort lehrte er - mit Unterbrechungen - bis zum Frühjahr 1964 Dogmatik. Der 60-jährige übernahm im April 1964 als Nachfolger Romano Guardinis den Lehrstuhl für Christliche Weltanschauung und Religionsphilosophie in München und lehrte von 1967 bis zu seiner Emeritierung Dogmatik und Dogmengeschichte in Münster. Als Emeritus
lebte Rahner zuletzt in Innsbruck.

Rahners Veröffentlichungen, die rund 4.000 Titel umfassen, enthalten eine Fülle von Äußerungen auch zu aktuellen kirchenpolitischen und gesellschaftlichen Fragen. Als Konzilstheologe und Berater u.a. von Kardinal Franz König beeinflusste Rahner auch das Geschehen beim Zweiten Vatikanischen Konzil. Entscheidende theologische Grundlinien der Kirchenversammlung stammen von dem Jesuiten, der sich zeitlebens für eine menschlichere Kirche einsetzte. Vor 30 Jahren - am 30. März 1984 - starb Karl Rahner in Innsbruck.

Copyright 2014 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Theologie

  1. Bischof Barron warnt vor postmoderner Umdeutung des Naturrechts in der katholischen Moraltheologie
  2. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  3. Papst Leo: Das Theologiestudium ist keine „akademische Verpflichtung, sondern eine mutige Reise“
  4. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  5. Weihesakrament und Leitungsvollmacht
  6. „Ich wünsche mir gebildete Laien!“ – Newman hätte Martin Lohmann als Beispiel genommen
  7. Zahl der Theologiestudenten in Passau in drei Jahren versiebenfacht - Von 21 auf 140 Studienanfänger
  8. US-Theologe: Es ist nicht katholisch, wenn man ständig das Lehramt kritisiere
  9. ‚Veritatis splendor – der 30. Jahrestag einer vergessenen Enzyklika’
  10. Knalleffekt am Aschermittwoch: Vier Synodale verlassen den "Deutsch-Synodalen Irrweg"







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  3. 'Wenn ich zurückkönnte, würde ich sie wieder wählen – genau wie sie sind'
  4. 'Jeden Tag sprach ich mit Gott und mit meiner Mutter'
  5. Erkrankter Papst ruft Familien zu Mitarbeit in den Gemeinden auf
  6. 3,5 Millionen Ave Maria für den Papst
  7. Genesung des Papstes verläuft laut Ärzteteam nach Plan
  8. Wenn dir beim Rosenkranzgebet der Zahnarzttermin einfällt
  9. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  10. Die Familie als Schule der Liebe - Eine Kirche aus Familien
  11. Vatikan: Papst verbrachte nach Krebs-OP eine ruhige Nacht
  12. CDU-Politiker mahnt: Kirchen dürfen sich nicht auf ‚Sozialbuden‘ reduzieren
  13. EU finanziert Konferenz, welche die USA als ‚ausländische Informationsbedrohung‘ charakterisiert
  14. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  15. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz