Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Bischofsweihen - Piusbruderschaft kündigt die Namen der vier neuen Bischöfe an
  2. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  3. „Puff für alle“: Entsetztes Kopfschütteln über Sexualkunde-Aufgabe an katholisch geprägtem Gymnasium
  4. Liegt ein Schisma in der Luft?
  5. „Ut unum sint“ - Wahrheit, Tradition und sichtbare Communio
  6. 'Gut' gebrüllt, Löwe?
  7. MAGNIFICA HUMANITAS
  8. „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“
  9. Die ekklesialen Abrissbagger kreisen in den Dörfern
  10. Vatikan veröffentlicht die Leitlinien für den Umsetzungsweg der Synode über die Synodalität
  11. Yoga-Kongress am Geburtsort des heiligen Franz Xaver
  12. US-Diözese Wichita hat seit Jahren viele Priesterberufungen
  13. „Die Genderideologie ist zutiefst reaktionär“
  14. Adios Toni!
  15. „Synodenbericht präsentiert einen toxischen ‚Paradigmenwechsel‘“

Ist der Mensch Geschöpf oder Designer seiner selbst?

28. November 2013 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"Vorhof der Völker": Experten diskutieren über das Verhältnis von Medizin und Theologie


Berlin (kath.net/idea)Ist der Mensch Gottes Geschöpf oder Designer seiner selbst? Über diese Frage diskutierten Experten am 27. November im Berliner Krankenhaus Charité bei der Veranstaltung „Vorhof der Völker“. Sie wird von der (katholischen) Deutschen Bischofskonferenz, dem Erzbistum Berlin und dem Päpstlichen Rat für die Kultur veranstaltet. Die Professorin am Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin in Münster, Bettina Schöne-Seifert, äußerte sich zu Versuchen des Menschen, sich selbst zu optimieren. So nähmen Schönheitsoperationen weltweit zu. Allerdings sei es schwer, zwischen sinnvollen und fragwürdigen Operationen zu unterscheiden. Als wünschenswert nannte es Schöne-Seifert, durch Optimierungen Alterserscheinungen des Menschen zu mildern.


Theologe: Risiken der Selbstoptimierung sind zu hoch

Nach den Worten des Biologen und Theologieprofessors Ulrich Lüke (Aachen) überfordert sich der Mensch, wenn er sich selbst verbessern will. Allerdings nähmen die medizinischen Möglichkeiten zu, den Menschen zu verändern. Die Abschätzung der Risiken führe jedoch zu einem vernichtenden Urteil. Wissenschaftler brauchten moralische Integrität und dürften sich nicht vor den Karren wirtschaftlicher Interessen spannen lassen. Deshalb sei die Orientierung am christlichen Menschenbild nötig. Der Professor für Kulturgeschichte, Thomas Macho (Berlin), sagte, das Reich der Unfreiheit beginne dort, wo man künftige Generationen verändere und verbessere, ohne gefragt zu haben, ob sie das wollen. Dies gelte es zu verhindern.

Philosoph: Erfindungen bergen Gefahr des Missbrauchs in sich

Der Professor für Praktische Philosophie, Volker Gerhardt (Berlin), vertrat die Ansicht, dass Erfindungen immer die Gefahr des Missbrauchs der Freiheit und unerwünschte Nebenwirkungen mit sich brächten. Man sperre jedoch auch Autobauer nicht ins Gefängnis, obwohl Millionen Menschen durch den Autoverkehr ums Leben gekommen sind. Es sei zu einfach, wenn man meine, Entwicklungen verbieten zu können. Gerhardt: „Es wird viel mehr gemacht werden als wir es uns vorstellen können.“ Mit den Mitteln des Rechts könnten dem jedoch Grenzen gesetzt werden. Zudem erwüchsen aus dem Glauben oft Mut und Kraft, um Einspruch zu erheben.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Vorhof der Völker

  1. Vatikan und Al-Azhar-Universität starten neuen Dialog
  2. Ist alles erlaubt, wenn es keinen Gott gibt?
  3. Päpstlicher Kulturchef Ravasi trifft Gregor Gysi
  4. Kardinal Ravasi warnt vor Spott bei Frage nach Gott






Top-15

meist-gelesen

  1. „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“
  2. „Puff für alle“: Entsetztes Kopfschütteln über Sexualkunde-Aufgabe an katholisch geprägtem Gymnasium
  3. MAGNIFICA HUMANITAS
  4. Liegt ein Schisma in der Luft?
  5. Bischofsweihen - Piusbruderschaft kündigt die Namen der vier neuen Bischöfe an
  6. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  7. 'Gut' gebrüllt, Löwe?
  8. Komm, o Geist der Heiligkeit! Aus des Himmels Herrlichkeit!
  9. Die ekklesialen Abrissbagger kreisen in den Dörfern
  10. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  11. „Die Genderideologie ist zutiefst reaktionär“
  12. „Synodenbericht präsentiert einen toxischen ‚Paradigmenwechsel‘“
  13. US-Diözese Wichita hat seit Jahren viele Priesterberufungen
  14. „Ut unum sint“ - Wahrheit, Tradition und sichtbare Communio
  15. Yoga-Kongress am Geburtsort des heiligen Franz Xaver

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz