Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  2. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  3. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  4. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  5. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  6. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  7. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  8. „Warum bin ich Christ“
  9. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  10. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  11. Was auch immer Synodalität sein soll
  12. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  13. Was eine Messe wiegt
  14. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  15. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti

‚Wir haben Bergoglio besiegt’

21. November 2013 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Befürworter der Homo-Ehe sahen in Kardinal Bergoglio ihren wichtigsten Gegner. Dies sagt die argentinische Senatorin Liliana Negre in einem Interview.


Buenos Aires (kath.net/jg)
Eine argentinische Senatorin hat in einem Interview die wichtige Rolle von Kardinal Jorge Bergoglio in der politischen Auseinandersetzung um die Einführung der Homo-Ehe in ihrem Land dargestellt.

Kardinal Bergoglio sei immer ein Mann mit viel Mut und viel Standhaftigkeit gegenüber den Mächtigen gewesen. Er war „die Stimme derer, die keine Stimme hatten“, sagt die argentinische Senatorin Liliana Negre wörtlich über den jetzigen Papst. Sie hat den Erzbischof von Buenos Aires beim Netzwerk von Parlamentariern und Gouverneuren für das Leben und die Familie kennen gelernt, dem sie selbst angehört.

Als im Jahr 2010 die Einführung der Homo-Ehe in Argentinien diskutiert wurde, hatten die Befürworter ein klares Feindbild: Kardinal Jorge Bergoglio. Der Erzbischof hatte sich klar gegen das geplante Gesetz ausgesprochen. Präsidentin Christina Kirchner hätte sogar behauptet, er würde die Bewegung für die Familie in Argentinien koordinieren. Am Tag vor dem Beschluss habe es eine Demonstration gegen die Homo-Ehe vor dem Kongressgebäude gegeben. Kardinal Bergoglio habe einen Brief an den Vorsitzenden des Rates für die Laien der Erzdiözese Buenos Aires geschrieben, der bei diesem Anlass verlesen worden sei, erinnert sich Negre.


Während der Debatte im Senat unterbrach Marcelo Fuentes, ein Abgeordneter der Regierungspartei, die Sitzung und verlas den Brief, den Kardinal Bergoglio an die Karmelitinnen seiner Diözese geschrieben hatte. Kath.net hat berichtet. In dem Brief hatte der Erzbischof die Einführung der zivilrechtlichen Homo-Ehe als „Schachzug des Vaters der Lüge bezeichnet“. Fuentes griff Bergoglio scharf an und warf ihm vor, sich in politische Angelegenheiten einzumischen, erinnert sich Negre.

Negre ergriff das Wort, um den Kardinal zu verteidigen. Er habe zwei Briefe an katholische Einrichtungen geschrieben, in denen er die Lehre der Kirche zum Thema zivilrechtliche Partnerschaften für Homosexuelle dargestellt habe. Er habe die Karmelitinnen um ihr Gebet ersucht und die Laien aufgefordert, entsprechend den „Erwägungen zu den Entwürfen einer rechtlichen Anerkennung der Lebensgemeinschaften zwischen homosexuellen Personen“ zu handeln. Sie habe klarstellen wollen, dass Kardinal Bergoglio sich nicht in die Politik eingemischt habe. Er habe die Gläubigen lediglich an die Position der Kirche zur Frage der Homo-Ehe erinnert und sie bestärkt, entsprechend zu handeln, erinnert sich Negre an die hitzige Diskussion.

Als die Mehrheit der Senatoren für die Einführung der Homo-Ehe gestimmt hatten, hätten Mitglieder der Regierungspartei gesagt: „Wir haben Bergoglio besiegt.“ Sie hätten die Auseinandersetzung als Kampf gegen den Erzbischof von Buenos Aires gesehen. Dieser sei im Zuge dessen beleidigt, verhöhnt und beschimpft worden, sagt Negre im Rückblick.

Das Interview mit Liliana Negre ist im Buch „Pope Francis, Our Brother, Our Friend“ von Alejandro Bermudez (Hrsg.) veröffentlicht. Das Buch ist 2013 bei Ignatius Press erschienen. Es ist derzeit nur auf Englisch erhältlich.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus Papst

  1. Papst Franziskus möchte an Ostermesse teilnehmen
  2. Genesung in kleinen Schritten: Papst geht es etwas besser
  3. Vatikan kündigt nach fünf Wochen ersten Auftritt des Papstes an
  4. Papst will Aschermittwochs-Bußprozession selbst leiten
  5. Vom Argentinier zum Römer: Franziskus über seinen Start als Papst
  6. Fußballbegeisterter Papst mit zwei linken Füßen
  7. Papst will keine Ordensfrauen mit "Essiggesicht"
  8. Papst besucht an Allerseelen Gräber ungeborener Kinder
  9. Dilexit nos
  10. Belgien: Nach Papstaussagen zu Abtreibung und Frauen wollen sich nun 520 Personen ‚enttaufen’ lassen







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Ägyptischem Konvertiten droht lebenslange Haft
  3. Arabische Jugendliche störten Abendmesse mit „Allahu Akbar“-Rufen in Wien
  4. Ukrainischer Bischof: Haben Russland nie um Hilfe gebeten
  5. Papst mahnt Studierende: Glaubenslehre nicht einseitig auslegen
  6. Messi: Ohne Gott wäre ich nie so weit gekommen
  7. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  8. Das Hochzeitsmahl und die Einladung Christi: das Verhältnis zwischen Gott, Christus und der Kirche
  9. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  10. Die Wintersonne der Vernunft
  11. Astrochemikerin Karin Öberg erhält Pius-XI.-Medaille von Papst Leo XIV.
  12. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti
  13. Präsident der Rabbinerkonferenz: Druck auf Juden in Europa steigt
  14. Wien: Über 3.000 Teilnehmende beim "Marsch fürs Leben"
  15. Papst Leo XIV. verlässt heute das Gemelli-Krankenhaus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz