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EKD-Ratsvorsitzender: Familienpapier kein Kniefall vor dem Zeitgeist

26. August 2013 in Deutschland, 33 Lesermeinungen
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Schneider: Wir wollen uns auf der Höhe der Zeit dem Heiligen Geist öffnen - Ehe für Homosexuelle: „Da wäre ich zurückhaltend“. Die Ehe und die eingetragene Lebenspartnerschaft seien „traditionell unterschiedliche Dinge“.


Berlin (kath.net/idea) Der EKD-Ratsvorsitzende, Nikolaus Schneider (Foto), hat den Vorwurf zurückgewiesen, dass das umstrittene EKD-Familienpapier ein Kniefall vor dem Zeitgeist sei. Die „Orientierungshilfe“ rückt von der traditionellen Ehe als alleiniger Norm ab und vertritt ein erweitertes Familienbild, das etwa auch gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften und sogenannte „Flickenteppich-Familien“ einschließt. Laut Schneider versucht die evangelische Kirche, sich „auf der Höhe unserer Zeit dem Wirken des Heiligen Geistes zu öffnen, denn er ist der ‚rechte Zeitgeist‘,“ wie es der Theologe Dietrich Bonhoeffer (1906-1945) formuliere, sagte Schneider in einem Interview mit der „Berliner Zeitung“. Das Familienpapier ist auf breite Kritik gestoßen, etwa bei zahlreichen Theologieprofessoren, mehreren Landesbischöfen und vor allem theologisch konservativen Vereinigungen. Auch hochrangige Vertreter der römisch-katholischen und der orthodoxen Kirche lehnen die „Orientierungshilfe“ ab. Dazu sagte Schneider: „Es war klar, dass das Papier zu Diskussionen führen würde. Aber dass sie zum Teil so heftig und unsachlich geführt werden, habe ich nicht erwartet.“


Das Leitbild Ehe soll bleiben

Der Rat der EKD sei sich „völlig einig“ gewesen, dass man die neuen Lebensformen „in unsere Theologie und Seelsorge mit einzubeziehen“ müsse. Das Leitbild Ehe solle aber bleiben: „Die Institution soll ja nicht abgewertet werden und das Zusammenleben in der ‚Normalfamilie‘ ebenso wenig.“ Dieses Bemühen sei offenbar nicht genug erkannt oder geringgeschätzt worden. Die substanziellen Werte der Institution Ehe würden „sogar“ auf andere Formen des Zusammenlebens angewandt.

Schneider räumt zugleich ein: „Möglicherweise aber hätten wir Ansatz und die Zielrichtung des Papiers ausführlicher erläutern sollen.“ Nach seiner Einschätzung gefährdet das Dokument die Zusammenarbeit der Konfessionen nicht: „Die Ökumene ist stark genug, das Papier und manch andere Differenz in Fragen der Sozialethik auszuhalten.“ Kritik sei willkommen, wenn sie „im Geist einer geschwisterlichen Ökumene“ formuliert sei.

Ehe für Homosexuelle: „Da wäre ich zurückhaltend“

Zur Frage, ob die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare der Trauung von Mann und Frau gleichgesetzt werden soll – wie es jetzt die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau praktiziert – sagte Schneider: „Ich wäre da zurückhaltend.“ Die Ehe und die eingetragene Lebenspartnerschaft seien „traditionell unterschiedliche Dinge“. Traditionen solle man nicht vorschnell über Bord werfen.

Schneider plädiert zwar dafür, alle Diskriminierungen zu beseitigen: „Aber ich sehe keinen Sinn darin, alle unterschiedlichen und unterscheidenden Begrifflichkeiten einzuebnen“. Außerdem habe die Weitergabe des Lebens in einer Ehe „doch ein anderes Gewicht als in eingetragenen Lebenspartnerschaften“. Der Ratsvorsitzende bejahte die Frage, ob Homosexuelle zum Schöpfungsplan gehören. Er sehe die Homosexualität „als Ausdruck der Liebe zwischen zwei Partnern“. Denn Sexualität diene nicht nur der Zeugung von Kindern, sondern auch dazu, Liebe auszudrücken und sich gegenseitig Lust zu schenken. Die Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Liebe – auch in dem Familienpapier – geschehe unter der Voraussetzung, „dass es Menschen gibt, die sexuell nur vom eigenen Geschlecht angezogen werden und mit ihrem Partner eine vertrauensvolle und verlässliche Beziehung leben“. Homosexualität sei keine Krankheit: „Um es fromm zu sagen: Der liebe Gott hat wenige Menschen so gemacht.“

Foto Nikolaus Schneider (c) Evangelische Kirche in Deutschland


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Lesermeinungen

 speedy 30. August 2013 
 

familienpapier ist kein kniefall vor dem Zeitgeist- es gibt ja auch keine Kniebänke in der evangelischen Kirche- die wurden ja bei der reformation abgeschafft, und damals wurde dem zeitgeist damit die Tür geöffnet


1
 
 HX7 27. August 2013 
 

@Mushu

Die Gnadengeschenke Gottes sind nicht rückgängig zu machen, daher bleibt auch die Taufe beim Austritt gültig aus sicht der Kirche - auch wenn man durch den Austritt der Kirche für sich persönlich das anders sieht (und sehen darf). Fest verbunden, in der Liebe zu Jesus und im Vertrauen zu ihm, haben wir die Gewissheit des Heils. Entfernt sich jemand aus der Kirche, liebt ihn Gott dennoch unendlich. Deshalb kann die Kirche von niemanden mit endgültiger Sicherheit sagen, er sei verloren. Möglicherweise sind sie nicht freiwillig als Kind in die Kirche eingegliedert worden. Wenn Eltern ihre Kinder taufen, tun sie das aus Liebe zu ihnen. Freiwillig austreten darf man jedoch immer. Von daher haben Sie natürlich Recht, was den Eintritt angeht. Der Austritt beruht jedoch auf Ihrer Entscheidung und damit auch Würde als Mensch. Wie dem auch sei. Im übriger komme ich mit meinem homosexuellen Arbeitskollegen super klar, obwohl wir unterschiedliche Ansichten über dieses Verhalten haben.


2
 
 Albertus Magnus 27. August 2013 
 

@Mushu

Sie sollten nicht so tun, als ob Christen einige Gesetze des AT mal schnell aus dem Gedächtnis drängen. Ich mir auch nicht sicher, ob ihre Beiträge ernst gemeint waren, jedenfalls gehen Sie darin von einen flachen Gesetzessystem aus, was es aber nicht gibt. Schon zur Zeit Jesu haben die Menschen danach gefragt, was das wichtigste der Gesetzte ist (Mk 12,28-34) und Jesus antwortet: "Höre Israel, der Herr, unser Gott ist der einzige Herr. Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft". (Dtn. 6,4)
Wer den Herrn liebt, der wird dann auch die zehn Gebote halten. Er wird besonders das erste halten und keinen fremden Göttern nachrennen. Und wer dieses erste Gebot halten will, wird auch soche Gesetze wie in (Lev 19,19), als Mahnung bzw. Unterstützung verstehen, um seine Seele, seine Gedanken und seine ganze Kraft auf die Einzigartigkeit des Gottes Israels zu lenken. (Lev 19,19) macht ohne Gottesliebe keine Sinn.


1
 
 Mushu 27. August 2013 
 

@HX7

Nur noch eine Frage:
"Die Kirche unterstützt das daher nicht, zumal deren Mitgliedschaft ja freiwillig ist."

Als Säugling getauft, ist ein Austritt aus der Kirche unmöglich. Ein Austritt aus dem Kirchensteuerzahlverein ist immerhin noch eine "schwere Verfehlung".

Wo bitte liegt hier die freie Mitgliedschaft ggf. Betroffener?


0
 
 SpatzInDerHand 27. August 2013 

Ich habe nicht mit dieser Äußerung Schneiders zu homosexueller Partnerschaft gerechnet.


1
 
 Rolando 27. August 2013 
 

Mushu

Liebe(r) Mushu, ich habe mich etwas undifferenziert ausgedrückt, Entschuldigung, ich meinte Ihre Quelle ( Brief an Laura), der Katechismus ist unsere gemeinsame Quelle, die klares Wasser führt, man darf das klare Wasser nicht mit dem trüben Wasser mischen sonst wird's trüb. Man muß aufpassen das man seine Meinung nicht mit trüben Wasser bildet.
Ihre Fragen hat @HX7 sehr gut beantwortet.
Ihnen Gottes Segen


1
 
 Bergsteiger 27. August 2013 
 

@Marienzweig

Ihr Zitat; "Es gibt wirklich nur eine Stelle in der Welt, wo wir kein Dunkel sehen.
Das ist die Person Jesu Christi!"
Albert Einstein

Ganz genau!!!!Danke!


1
 
 Bergsteiger 27. August 2013 
 

Levitikus

Vielleicht ist hier der Vortrag von Prof. Dr. theol. Dr. phil. Thomas Schirrmacher (Ehemann von Islamexpertin Christine) mit dem Titel "Altes Testament und christliche Ethik" hilfreich.
Kurz: Man muss unterschieden zwischen dem Moralgesetz und dem Zeremonialgesetz. Und man muss das AT im Licht vom NT lesen und umgekehrt.

Und HX7, in ihrem Beitrag an Mushu und Rolando, es mag solche Evangelikale geben, ich kenne keine. Bitte nicht zu sehr verallgemeinern.


2
 
 Quirinusdecem 27. August 2013 
 

@Mushu

Es gibt eine in der hl. Schrift beschriebene Schöpfungsordnung (Genesis)

In ihr wird beschrieben, dass zunächst der Mensch und dann der Mensch als Mann und Frau geschaffen wurden, aufeinander und zueinander hin geordnet und beide (sie werden ein Fleisch) auf Gott hin. Jetzt komme mir keiner mit Evolutionstheorie: wie das genau von statten ging, ist nämlich unerheblich!!
Und JEDER der sehen und hören kann, sieht diese Zu- und Hinordnung . Eine Frau sieht anders aus und funktioniert in Teilen auch anders als der Mann. Auch biologisch ist diese Ordnung unzweifelhaft der Erhaltung und Vielfalt der Art dienlich. Alle anderen sogenannten "Spielarten" sind in dieser Hinsicht Fehlfarben. Alles andere ist zeitgeistiger Mythos und hält keiner Überprüfung nach vernünftigen und logischen Maßstäben stand.


2
 
 HX7 27. August 2013 
 

Nachweis Heterosexualität

Anatomisch Unterschiede Mann - Frau sind bekannt. Ausschließlich durch Mann und Frau gemeinsam kommt grundsätzlich auf natürlichem Wege neues Leben zustande. Gleichgeschlechtliche Liebe mag für die betroffenen sicher auch schön sein, hat aber nicht die Potentialität auf neues Leben. Atheistisch rein evolutionsbedingt hat diese Neigung keinen Nutzen für das Bestehen der Menschheit und sollte daher nicht unterstützt werden. Kirchlich argumentiert geht eine ähnliche Argumentation aus der Schöpfungsordnung hervor. Die Kirche unterstützt das daher nicht, zumal deren Mitgliedschaft ja freiwillig ist. Wenn der Staat das unterstützt, ist das seine Angelegenheit. Als Christen ist unser Anliegen, im Alltag am Arbeitsplatz etc. Homosexuelle nicht böse zu behandeln.(Nächstenliebe und Katechismus). Toleranz, dass es in der Kirche nicht möglich ist, fände ich schön. Ich gehe ja auch nicht in Einrichtungen für Homosexuelle und fordere dort Heterosexualität und versuche das gesetzlich durchzusetzen.


1
 
 Veritasvincit 27. August 2013 

Zeugnis

des im Jahr 2001 verstorbenen Arztes Siegfried Ernst in seinem Brief an den evangelischen Landesbischof, worin er - nebst vielen andern Faktoren - seinen Übertritt (1997) zur katholischen Kirche begründet:

"Die reine sexuelle Lustproduktion (wurde) zum eigentlichen, wichtigsten Sinn menschlicher Geschlechtlichkeit auch in den evangelischen Kirchen... Die Ausschaltung der schöpferischen Funktion menschlicher Zweigeschlechtlichkeit und der Missbrauch zur reinen Lustbefriedigung bedeutet aber die Beseitigung des Schöpfers aus der intimsten menschlichen Beziehung. Und die Sonderung von Gott ist und bleibt Sünde."


1
 
 Hadrianus Antonius 26. August 2013 
 

Sünde wider des Hl. Geistes

Papst Pius XII hat schon 1946 mit fast hellseherischen Fähigkeit festgestellt und angeprangert, daß der Verlust des Gespürs für die Sünde die eigentliche Sünde des 20. Jahrhunderts war: das gilt genauso für unsere Zeit, und gerade bei diesem Problem hier besonders.
Insoweit ist was Pr. Schneider hier tut, eine Sünde wider des Heiligen Geistes- übrigens eine Sünde die nicht vergeben werden kann, weil sie die Buße und die Versöhnung, den Trost durch die Kreuzigung ausschließt (siehe auch Reconciliatio et poenitentia).
Die Enzyklika Dominum et vivificantem greift durch die Verweise nach Ad Gentes, Lumen Gentium, nach St. Bonaventura und P.Pius XII auch Schwerpunkte der theologischen Arbeit von J. Card. Ratzinger, den späteren Papst Benedikt XVI, auf- eine sehr schöne Illustration der Kontinuität des Papsttums.


1
 
 Hadrianus Antonius 26. August 2013 
 

Verböserung

Es wird immer schlimmer:
nachdem erst ein total mißglücktes Papier in der Welt gesetzt wurde und dann sofort sehr breit auf harte Kritik stieß, wird erst sehr lange geschwiegen und am Ende eine Erklärung mit viel Selbstverteidigung und Relativierung, Spekulationen über einleitenden Worten, Beschönigung und Beharren auf verlorenem Posten abgegeben.
Besonders traurig ist daß gerade Bonhoeffer hier noch zitiert wird:
Präses Schneider (und sein Ghostwriter) stellen den genius saeculi (den die Antike nicht kannte), den "Zeitgeist", das eigen-persönliche Göttchen, auf einer Ebene mit dem Heiligen Geist, Herr un Lebensbringer.
Fürwahr starke Tobak!
Errare humanum est, perseverare diabolicum: dieser neue Text von Pr. Schneider atmet ganz die biblisch bekannte "Verhärtung des Herzens" (Ps.81,13),nicht umsonst auch 2x im Neuen Testament zitiert.
Die Enzyklika über den Hl. Geist "Dominum et vivificantem" vom sel. Papst Joh. Paul II (18.05.1986), gerade das Kap. 43-45, sagt hier alles.


1
 
 Mushu 26. August 2013 
 

@Albertus Magnus

Ja, Theologie interessiert mich sehr.

Worauf ich mit den Zitaten aufmerksam machen wollte ist dass ich es spannend finde dass einerseits auf die Verdammnis der Homosexualität abgestellt und als Beleg u.a. das Buch Leviticus angeführt wird im gleichen Atemzug aber die anderen dort ebenfalls vorzufindenden Ge-/und Verbote geflisstentlich unerwähnt bleiben.


0
 
 Mushu 26. August 2013 
 

@Rolando

Danke für die Infos. Es betrübt mich lesen zu müssen, dass der Katechismus und die Bibel "trübe Wasser" (der Sünde) führen.

Was die von mir als Quellennachweis angegebene Seite anbelangt repräsentiert diese nicht meine Meinung. Sie enthält lediglich das Originalzitat das es anzugeben galt um nicht in die Fußstapfen der Plagiatoren zu treten.


0
 
 girsberg74 26. August 2013 
 

Präses Schneiders Argumentation schickt seine „Gläubigen“ in ein biblisches / theologisches Nirgendwo, abgesehen von möglichen Folgen für die Gesellschaft.

Es muss also aufgeklärt werden, doch mich beschleicht das Gefühl, dass auf kath.net Schneiders Thesen/Behauptungen inzwischen zuviel Beachtung erhalten und zu Selbstbeschäftigung unter Postern führt, denn „Un-Argumenten“ ist mit Argumenten nicht zu begegnen.

In anderer Sprechweise könnte Schneiders Verteidigung des Textes klassifiziert werden als „satisfaktionsfähig oder nicht“.


1
 
 Marienzweig 26. August 2013 

Ich möchte gerne ...

meinen vorigen Beitrag, der als sehr pessimistisch angesehen werden könnte, etwas ergänzen.
Wenn ich unsere Zeit und ihre Gegebenheiten auch kritisch beurteile, so heißt das nicht, dass ich negativ und miesepetrig bin.
Im Gegenteil, ich bin froh, dankbar, zufrieden, ausgeglichen und erkenne auch das viele Gute in der Welt und in den Menschen.
Und ich bin so ungemein glücklich darüber, dass ich zu einem wirklich lebendigen Glauben finden durfte.
Dieses Verankertsein im Glauben schließt eine kritische, wenn auch subjektiv getönte Weltsicht ja nicht aus.

"Es gibt wirklich nur eine Stelle in der Welt, wo wir kein Dunkel sehen.
Das ist die Person Jesu Christi!"
Albert Einstein

Wenn schon für ihn als Jude, was erst ist Jesus Christus für uns!
Zeitgeist hin, Zeitgeist her!
Was kümmert er uns?


1
 
 HX7 26. August 2013 
 

@Mushu Rolande etc.

Die Argumente von Mushu sind nicht zu widerlegen, wenn man eine fundamentalistische und wortwörtliche Bedeutung der Schrift zugrundelegt. Im evangelikalen Bereich zerlegt man die Bibel einerseits komplett oder nimmt jeden Satz wortwörtlich, den es umzusetzen gilt. Diese Sichtweise gibt es nur im Islam, daher ist das auch eine Buchreligion. Zum Verständnis von schwierigen Stellen im AT bzw. dem grundsätzlichen Bibelverständnis folgender Link:
http://www.k-l-j.de/Altes_Testament_Gottesbild.htm

Im übrigen wäre es dienlich zum Dialog, wenn die Beführworter der Homosexualität die genetische, psychische oder physische Determiniertheit dieser Neigung bitte darlegen könnten.


3
 
 Albertus Magnus 26. August 2013 
 

@ Mushu

Ich verstehe nicht so ganz, was sie eigentlich sagen wollen. Interessieren sie sich echt für den Glauben oder lieben sie einfach nur das Absurde?


2
 
 Marienzweig 26. August 2013 

ein bisschen weg vom Thema und trotzdem ...

Zeitgeist? ja, den gab´s schon immer!
Aber der von Präses Schneider gebrauchte Begriff: "Auf der Höhe der Zeit" auf unsere Jetzt-Zeit anzuwenden finde ich schon etwas abwegig.
Ohne irgendetwas mehr schlechtreden zu wollen, als nötig:
Doch wenn ich mir unsere Welt so betrachte, in all ihren ethischen, moralischen, politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Erscheinungsformen: Drogen, Alkohol, Depressionen, enorm wachsender Leistungsdruck, beginnend schon in der Schule und brutale Ausleseverfahren, Wegbrechen von Familien, Bindungsunfähigkeiten, Angst-Krankheiten, Massenarbeitslosigkeit, immer mehr Einschränkungen der Freiheit (Snowden), Denkverbote, wachsende soziale Isolierung, Zukunftsangst u.a.m. - kann man da wirklich von einer "Höhe der Zeit" sprechen?

Und über allem: Der sich immer mehr verflüchtigende Glaube an Gott, unser aller Vater.
Was haben wir aus unserer Welt gemacht, ohne IHN?
Wir sehen es jeden Tag!


2
 
 Mushu 26. August 2013 
 

Verwirrung

@Rolando: Ich nehme Ihr Urteil zur Kenntnis aber nicht an: Schauen Sie doch mal nach, was der Katechismus zum Thema sagt. Ich finde es jedesmal sehr bedauerlich wie Christen mit einer Meinung umgehen die sie nicht teilen können oder wollen.


0
 
 Mushu 26. August 2013 
 

Homosexualität und Bibel

Wie genau nehmen wir es mit der Hl. Schrift:

"Ich würde gerne meine Tochter in die Sklaverei verkaufen, wie es in Exodus 21:7 erlaubt wird. Was wäre Ihrer Meinung nach heutzutage ein angemessener Preis für sie? ... Die meisten meiner männlichen Freunde lassen sich ihre Haupt- und Barthaare schneiden, inclusive ihrer Schläfen, obwohl das durch Lev. 19:27 verboten wird. Wie sollen sie sterben? ... Ich weiß aus Lev. 11:16-18, dass das Berühren der Haut eines toten Schweines mich unrein macht. Darf ich aber dennoch Football spielen, wenn ich dabei Handschuhe trage? Mein Onkel hat einen Bauernhof. Er verstößt gegen Lev 19:19 weil er zwei verschieden Saaten auf ein und demselben Feld anpflanzt."

(http://www.2jesus.de/bibel-faq/offener-brief-an-dr-laura.html, Zugriff: 26.08.2013)

Und bevor Sie mich jetzt schelten lesen Sie den sehr guten Artikel von Martin Lohmann im Vatican-Magazin (kath.net hat berichtet).


2
 
 Kurti 26. August 2013 
 

Schneider merkt ja schon nichts mehr, er selber

seit langem dem Zeitgeist frönt. Die ganze EKD kommt dem Zeitgeist entgehen und zwar von Jahr zu Jahr immer mehr.


4
 
 PBaldauf 26. August 2013 
 

Die Verwirrung ist groß

Präses Schneider will sich 'auf der Höhe der Zeit dem Heiligen Geist öffnen'
Höhe der Zeit: Eine nebulöse Umschreibung für 'Zeitgeist'
Wie will, wer sich dem Zeitgeist geöffnet hat, sich zugleich dem Heiligen Geist öffnen?
Hat der Zeitgeist die Einladung erst einmal dankbar angenommen und sich breit gemacht, bleibt für den Heiligen Geist gar kein Raum mehr.
Was würde man wohl von einem Ackerbauer halten, der fleißig Unkraut sät und dann seine Hoffnung auf gute Ernte zum Ausdruck bringt?
Da geht mir leise durch den Sinn:
Ein Glück, dass ich katholisch bin

www.kathshop.at/suche.php?sb=9783903028371


2
 
 Maulwurf 26. August 2013 

Da wäre ich zurückhalten ...?

was soll das bedeuten.

Angesichts dessen, dass die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau ja schon längst Tatsachen geschaffen hat, was soll da Schneiders „Ich wäre da zurückhaltend" bedeuten. Die Realität läuft doch in dieser Frage ganz offensichlich dem Familienpapier der EKD schon voraus.


4
 
 Vergil 26. August 2013 

Gibt es christliche Homosexualität?

Immer mehr hört man aus dem Mund von Kirchenleuten, dass homosexuelle Beziehungen zu würdigen, deren Liebe, Treue und Hingabe anzuerkennen, mitunter gar zu segnen seien. In der Hl. Schrift klingt es allerdings ganz anders (Lev 18,22; Röm 1,26f usf.). Hier ist der homosexuelle Akt eine Per-Version (Ver-Kehrung), also nicht eine abgestufte Variante von Liebe, sondern Sünde. Nun definiert sich jedoch das gleichgeschlechtliche Paar von diesem Akt her: es nennt sich homo-sexuell, während Mann und Frau sich nicht sexuell definieren müssen, - sie sind einfach, was sie sind, nämlich menschlich fruchtbar und natürlicherweise auf die Familie hingeordnet. Hierin liegt die Analogie zum fruchtbaren Sein Gottes, weshalb die Ehe zum Sakrament, zum Heiligen erhoben werden kann, nicht jedoch ihre per-vertierte Imitation, welche Sünde zu nennen sich der Christ nicht entledigen darf.


5
 
 tünnes 26. August 2013 
 

Woher nimmt Herr Schneider nur, dass Homosexualität zum Schöpfungsplan gehört?
Aus der Tatsache, dass es so etwas gibt?
Ist es deshalb im Plan Gottes?
Oder ist es eine Verirrung des Menschen?
Ist es im Plan Gottes die Sexualität und das Zeugen von Kindern zu entkoppeln?
Ist Sexualität dazu da, sich gegenseitig Lust zu schenken?
????


5
 
 Quirinusdecem 26. August 2013 
 

Despektierlich

Wenn ich mir vorstelle, unter welchen "zeitgeistigen" Bedingungen Bonnhoeffer gelebt hat und hingerichtet wurde, eben weil er ausführte, dass der Hl. Geist der rechte Zeitgeist ist und nicht der Zeitgeist und die Modernität des braunen Sumpfes, dann empfinde ich die Aussage vom EKD-Ratsvorsitzendem Schneider schon so ein wenig , wie eine Vergewaltigung und Despektierlichkeit gegenüber einem großen evangelischen Christen


3
 
 Rolando 26. August 2013 
 

Problem der Beauftragung

Die Verkündigung des Wortes Gottes ist ein von Gott gegebener Auftrag. Es begann mit den zwölf Aposteln unter der Führung des Hl. Petrus. Durch Handauflegung und Gebet wird dieser Auftrag bis Heute und auch in die Zukunft weitergegeben. Das ist das Priesteramt, selbst Diakone werden beim Vortragen des Evangeliums beauftragt. Die abgespaltenen Protestanten sind nicht beauftragt und sind, wie man sieht, nicht in der Lage das Wort Gottes authentisch auszulegen. Da wird der Hl. Geist oft mit dem eigenen Vogel verwechselt.


6
 
 Dottrina 26. August 2013 
 

Dem Zeitgeist hörig,

nicht dem Heiligen Geist! Wie kann man letzteren so mißinterpretieren bzw. gar mißbrauchen? Da rückt jegliche Ökumene mit diesen Herrschaften in immer weitere Ferne (ausgenommen die vielen, jetzt verunsicherten, tiefgläubigen evangelischen Geschwister!).


6
 
 HX7 26. August 2013 
 

Situation an der katholischen Basis

Die Lehre der r. k. Kirche ist bezüglich Homosexualität vollkommen richtig und auch sachlich richtig beurteilt. Auch das Thema Zeitgeist wird in der kath. Kirche lehrmäßig korrekt beurteilt. Aber was ist mit den vielen Katholiken an der Basis, den Pfarrerinitiativen, der katholischen Theologie an den Unis und den Pfarreien vor Ort? Da gibt es bedauerlicherweise keinen Unterschied zur EKD. Was nützt die Lehre aus Rom, wenn sich vor Ort keiner daran hält und sogar dagegen arbeitet?


4
 
 Smaragdos 26. August 2013 
 

"Der liebe Gott hat wenige Menschen so gemacht". So, nun kommt Homosexualität neuerdings also von Gott... na bravo, Herr Schneider, voll biblisch, ihre Aussage!


5
 
 bernhard_k 26. August 2013 
 

Versuch gescheitert

"...versucht die evangelische Kirche, sich 'auf der Höhe unserer Zeit dem Wirken des Heiligen Geistes zu öffnen'" (Zitat).

Dieser Versuch kann als gründlich gescheitert beurteilt werden.


5
 

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