Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  2. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  3. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  4. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  5. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  6. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  7. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  8. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  9. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  10. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  11. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  12. Wir können NICHT schweigen!
  13. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  14. Was auch immer Synodalität sein soll
  15. Papst Leo: 'Ehe offenbart etwas von Gottes Geheimnis'

Streit zwischen Islamexpertin und Zentralrat der Muslime

19. August 2013 in Aktuelles, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Bonner Islamwissenschaftlerin Christine Schirrmacher hat den Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD) aufgefordert, «rufschädigende» Äußerungen zurückzunehmen und sich bei ihr zu entschuldigen


Bonn (kath.net/KNA) Die Bonner Islamwissenschaftlerin Christine Schirrmacher (Foto) hat den Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD) aufgefordert, «rufschädigende» Äußerungen zurückzunehmen und sich bei ihr zu entschuldigen. Mehrere in einem Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (kath.net hat berichtet) gemachten Aussagen Aiman Mazyeks seien unzutreffend und herabsetzend. In dem am Sonntag veröffentlichten Schreiben Schirrmachers heißt es: «Gerade einem Mann wie Ihnen, der sich unermüdlich für den Abbau von Feindbildern einsetzt (...) und der sich beständig und sehr entschieden wehrt gegen falsche Unterstellungen gegen Muslime, (...) müsste nichts wichtiger sein als bei der Wahrheit und den Fakten zu bleiben.»


Mit Blick auf die habilitierte Islamwissenschaftlerin hatte Mazyek vor wenigen Tagen in dem Interview gesagt, es gehöre zum Geschäft «mancher sogenannter Islamexperten, dass sie einer fundamentalistischen Lesart» des Islam stets das Wort redeten. Demgegenüber betont Schirrmacher, sich unermüdlich für eine differenzierte Lesart des Islam einzusetzen, die zwischen den einzelnen Strömungen klar unterscheide. Diese Arbeit dürfte «wohl kaum mit Ihrem Feindbild» in Einklang zu bringen zu sein, heißt es in dem an Mazyek gerichteten Schreiben.

Unter Verweis auf ihr aktuelles Buch zum Thema Islam und Demokratie betont Schirrmacher, das Werk enthalte nichts von dem, was der ZMD-Vorsitzende ihr unterstelle. Wörtlich fügt sie hinzu: «Ihre sehr allgemein gehaltene Argumentation, dass der Islam mit den Prinzipien der Demokratie nicht in Konflikt stände, kann allerdings doch leicht die Tatsache verdecken, dass im internationalen Bereich in den wenigsten islamisch geprägten Ländern bisher Demokratien etabliert werden konnten und die islamische Theologie hier großen Nachholbedarf in der Diskussion hat.»

In dem KNA-Interview hatte Mazyek auch die militärische Absetzung des ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi kritisiert: «Ein Putsch ist das Gegenteil von Demokratie.» Die arabischen Länder müssten die Möglichkeit haben, sich zu entwickeln: «Die Demokratie in Europa ist ja auch nicht vom Himmel gefallen», so der ZMD-Vorsitzende, der sich gegen Bezeichnungen wie «politischer Islam» oder «Islamismus» wandte. Dies seien «Kampfbegriffe» und «das Werk von Propagandisten und Ideologen».

Der ZMD-Vorsitzende kritisierte aber auch die Muslimbruderschaft in Ägypten. Sie hätte direkt nach der Wahl eine Einheitsregierung aufstellen müssen. Die Muslimbrüder seien «politisch unerfahrene Frischlinge» und völlig abhängig vom alten Staatsapparat gewesen.

(C) 2013 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
Foto Christine Schirrmacher: www.christineschirrmacher.info


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Islam

  1. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  2. Meloni kündigt Burka- und Niqab-Verbot, Ausländerquoten an Italiens Schulen an
  3. Der 11. September und die Notwendigkeit eines kämpferischen Christentums
  4. Zwei muslimische Feiertage könnten bald in Kalifornien staatlich anerkannt werden
  5. Ehemaliges Priesterseminar auf Long Island soll muslimisches Internat werden
  6. 'Weil die andere Option darin bestand, in der Hölle zu brennen, ewig an meinen Haaren aufgehängt.'
  7. Historiker Raymond Ibrahim: Kreuzzüge waren Antwort auf islamische Aggression
  8. Berliner Studie: 41 Prozent der islamischen Neuntklässler geben religiösen Regeln Vorzug
  9. Dokumentation zeigt die Islamisierung Birminghams
  10. Italienischer Bischof ruft zur Evangelisierung von Muslimen auf – Unterstützung von Konvertiten







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Australien: 400 Prozent Anstieg von Euthanasiefällen in fünf Jahren
  3. Frankreich: Über 23 Millionen Zuschauer verfolgten die Reise von Papst am Bildschirm
  4. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  5. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  6. ‚Mundus reconciliatus Ecclesia‘ – Die Sendung der Kirche in der Welt
  7. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  8. Papst Leo: 'Ehe offenbart etwas von Gottes Geheimnis'
  9. Satire aus den USA: Ungeborene tarnen sich als Todestrakt-Häftlinge, um Schutz zu erhalten
  10. Verwandtenheirat: Darwin vs. Heilige Schrift - Die Bibel hat Recht!
  11. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  12. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  13. Ein moderner Menschenhandel: Die Ersatzmutterschaft durch Kauf eines Kindes
  14. Wussten Sie, dass es einen Schutzpatron für Gewichtsheber gibt?
  15. Mexiko startet Jubeljahr der Guadalupe-Basilika mit Friedensappell

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz