Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Sadomasochistische Gruppe auf dem Katholikentag in Würzburg
  2. Papst Leo XIV. und die Zukunft der liturgischen Einheit der Kirche
  3. Vatikan veröffentlicht scharfe Kritik an deutschen Segnungsleitfäden für Homosexuelle!
  4. GAME OVER! - Vatikan erteilt deutschem Segnungs-Leitfaden am Mittwoch nochmals eine klare Absage!
  5. „Bestellt wie eine Ware“: Scharfe Kritik an Leihmutterschafts-Fall in der CDU
  6. Berliner Jusos für Abschaffung der Ehe
  7. Kommen kirchenrechtliche Sanktionen für deutsche Bischöfe?
  8. Kirche wirke oft wie ein 'woker Diskutierverein'
  9. Priester sagt, in seiner Gemeinde gebe es viele religiöse Menschen, aber nur wenig Christen
  10. Vom Segen Gottes und dem Fake-Segen dieser Welt
  11. Kanadischer Priester mit gebrochener Hüfte erhält im Krankenhaus Sterbehilfeangebote
  12. Eine nötige Klarstellung aus Rom
  13. Paukenschlag in der Klimadebatte: KlimaGuru Al Gore warnt plötzlich vor neuer Eiszeit
  14. Ein Moment zum Schämen
  15. Pompei: Keine irdische Macht wird die Welt retten!

Streit zwischen Islamexpertin und Zentralrat der Muslime

19. August 2013 in Aktuelles, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Bonner Islamwissenschaftlerin Christine Schirrmacher hat den Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD) aufgefordert, «rufschädigende» Äußerungen zurückzunehmen und sich bei ihr zu entschuldigen


Bonn (kath.net/KNA) Die Bonner Islamwissenschaftlerin Christine Schirrmacher (Foto) hat den Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD) aufgefordert, «rufschädigende» Äußerungen zurückzunehmen und sich bei ihr zu entschuldigen. Mehrere in einem Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (kath.net hat berichtet) gemachten Aussagen Aiman Mazyeks seien unzutreffend und herabsetzend. In dem am Sonntag veröffentlichten Schreiben Schirrmachers heißt es: «Gerade einem Mann wie Ihnen, der sich unermüdlich für den Abbau von Feindbildern einsetzt (...) und der sich beständig und sehr entschieden wehrt gegen falsche Unterstellungen gegen Muslime, (...) müsste nichts wichtiger sein als bei der Wahrheit und den Fakten zu bleiben.»


Mit Blick auf die habilitierte Islamwissenschaftlerin hatte Mazyek vor wenigen Tagen in dem Interview gesagt, es gehöre zum Geschäft «mancher sogenannter Islamexperten, dass sie einer fundamentalistischen Lesart» des Islam stets das Wort redeten. Demgegenüber betont Schirrmacher, sich unermüdlich für eine differenzierte Lesart des Islam einzusetzen, die zwischen den einzelnen Strömungen klar unterscheide. Diese Arbeit dürfte «wohl kaum mit Ihrem Feindbild» in Einklang zu bringen zu sein, heißt es in dem an Mazyek gerichteten Schreiben.

Unter Verweis auf ihr aktuelles Buch zum Thema Islam und Demokratie betont Schirrmacher, das Werk enthalte nichts von dem, was der ZMD-Vorsitzende ihr unterstelle. Wörtlich fügt sie hinzu: «Ihre sehr allgemein gehaltene Argumentation, dass der Islam mit den Prinzipien der Demokratie nicht in Konflikt stände, kann allerdings doch leicht die Tatsache verdecken, dass im internationalen Bereich in den wenigsten islamisch geprägten Ländern bisher Demokratien etabliert werden konnten und die islamische Theologie hier großen Nachholbedarf in der Diskussion hat.»

In dem KNA-Interview hatte Mazyek auch die militärische Absetzung des ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi kritisiert: «Ein Putsch ist das Gegenteil von Demokratie.» Die arabischen Länder müssten die Möglichkeit haben, sich zu entwickeln: «Die Demokratie in Europa ist ja auch nicht vom Himmel gefallen», so der ZMD-Vorsitzende, der sich gegen Bezeichnungen wie «politischer Islam» oder «Islamismus» wandte. Dies seien «Kampfbegriffe» und «das Werk von Propagandisten und Ideologen».

Der ZMD-Vorsitzende kritisierte aber auch die Muslimbruderschaft in Ägypten. Sie hätte direkt nach der Wahl eine Einheitsregierung aufstellen müssen. Die Muslimbrüder seien «politisch unerfahrene Frischlinge» und völlig abhängig vom alten Staatsapparat gewesen.

(C) 2013 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
Foto Christine Schirrmacher: www.christineschirrmacher.info


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Islam

  1. Öffentliche Wiener Mittelschulen: Jeder zweite Schüler ist Moslem
  2. Pakistans Scharia-Gericht billigt Entführung, Vergewaltigung, Kinderehe einer 13-jährigen Christin
  3. Islamistengruppe ‚Nūr al-ʿIlm‘ breitet sich in Norddeutschland aus
  4. Wien: Einziger Christ in der Klasse wird "Schwein" genannt
  5. In muslimischen Regionen müssen Christen den Ramadan nicht selten mitbefolgen
  6. Kardinal Schönborn: "Wenn sich bei uns so viele Menschen vom Christentum verabschieden..."
  7. „Wir führen Einzelgespräche mit Muslimen im persönlichen Kontakt“
  8. Papst besucht die Blaue Moschee in Istanbul - Gebetet hat er dort aber nicht
  9. Der neue Erzbischof von Wien und der Islam
  10. Iran: Immer mehr Frauen verstoßen gezielt gegen die Hijab-Pflicht






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Vatikan veröffentlicht scharfe Kritik an deutschen Segnungsleitfäden für Homosexuelle!
  3. Sadomasochistische Gruppe auf dem Katholikentag in Würzburg
  4. GAME OVER! - Vatikan erteilt deutschem Segnungs-Leitfaden am Mittwoch nochmals eine klare Absage!
  5. Papst Leo XIV. und die Zukunft der liturgischen Einheit der Kirche
  6. Kommen kirchenrechtliche Sanktionen für deutsche Bischöfe?
  7. Priester sagt, in seiner Gemeinde gebe es viele religiöse Menschen, aber nur wenig Christen
  8. „Bestellt wie eine Ware“: Scharfe Kritik an Leihmutterschafts-Fall in der CDU
  9. Paukenschlag in der Klimadebatte: KlimaGuru Al Gore warnt plötzlich vor neuer Eiszeit
  10. Kennen Sie schon das Martinshorn-Gebet?
  11. Kirche wirke oft wie ein 'woker Diskutierverein'
  12. Kanadischer Priester mit gebrochener Hüfte erhält im Krankenhaus Sterbehilfeangebote
  13. Erste Enzyklika von Papst Leo XIV. wird Mitte Mai erwartet
  14. Pompei: Keine irdische Macht wird die Welt retten!
  15. Besuch einer LGBTQ-Gemeinde

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz