Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  2. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  3. These: Der dreifaltige Gott soll in der Liturgie der Messe verkündet werden
  4. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  5. „Jesus ja, Kirche nein? – Das ist wie: ‚Ich bin für Fußball, aber gegen Fußballvereine‘“
  6. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit
  7. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  8. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  9. Seligsprechungsprozess für Pater Alfred Delp SJ wird eröffnet
  10. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  11. US-Vizepräsident Vance wird erneut beim „March for Life“ teilnehmen und sprechen
  12. Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien
  13. Eine unerträgliche Verharmlosung des tatsächlichen NS-Unrechts!
  14. USA: Breite Mehrheit für Massenabschiebungen – Neue Umfragen stützen Trump-Kurs
  15. "Wir sind Zuschauer bei etwas, was einem Völkermord sehr nahekommt"

Vatikan dämpft Erwartung an Papstbesuch 2017

11. April 2013 in Aktuelles, 13 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kurienkardinal: Franziskus hat keine Antwort auf EKD-Einladung gegeben


Rom (kath.net/idea) Die Erwartung, dass Papst Franziskus zum 500-jährigen Reformationsjubiläum im Jahr 2017 nach Deutschland kommt, hat der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Kardinal Kurt Koch, gedämpft. Der Papst habe auf die Einladung des EKD-Ratsvorsitzenden, Präses i.R. Nikolaus Schneider (Berlin), noch keine Antwort gegeben, stellte der Schweizer Kurienkardinal in einem Interview mit Radio Vatikan fest. Bei einer Privataudienz am 8. April hatte Schneider das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche eingeladen, an den Veranstaltungen zur Erinnerung an den Thesenanschlag des Reformators Martin Luther (1483-1546) am 31. Oktober 1517 in Wittenberg teilzunehmen. Der Vatikan sieht unter anderem wegen der auf die Reformation folgenden Kirchenspaltung und der Religionskriege des 16. und 17. Jahrhunderts keine Veranlassung, die Reformation zu „feiern“, sondern will ihrer lediglich „gedenken“.


Schneider: Es geht um ein Christusfest

Der EKD-Ratsvorsitzende betonte, dass es beim Reformationsjubiläum nicht darum gehe, „den Geburtstag der evangelischen Kirche“ zu feiern. Luther habe keine neue Kirche gründen, sondern die katholische reformieren wollen. Man wolle auch nicht die Schattenseiten der Reformation und des Reformators ausblenden. Vielmehr solle das Jubiläum als ein Christusfest gestaltet werden, das jeder Christ mitfeiern könne.

Koch: Vatikan nicht Ansprechpartner für die EKD

Koch machte gegenüber Radio Vatikan ferner auf unterschiedliche Zuständigkeiten aufmerksam. Nicht der Vatikan sei der eigentliche Ansprechpartner für die EKD, sondern die Deutsche Bischofskonferenz. Das Luthertum sei hingegen eine „weltweite Größe“, so Koch. Der Vatikan führt theologische Gespräche vor allem mit dem Lutherischen Weltbund (LWB). Mit ihm hatte er auch 1999 die Gemeinsame Erklärung über die Rechtfertigungslehre vereinbart. Koch selbst nahm im vorigen November zwar an der Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in Timmendorfer Strand bei Lübeck teil, nicht aber an der sich anschließenden EKD-Synode. Die EKD versteht sich nicht als eigenständige Kirche, sondern als Gemeinschaft von 20 lutherischen, unierten und reformierten Kirchen.

Papier über Reformationsgedenken fertig

Wie Koch im aktuellen Interview weiter im Blick auf Gespräche zwischen der katholischen und der lutherischen Kirche sagte, habe die zuständige Internationale Kommission ein Dokument über das Reformationsgedenken 2017 erarbeitet. Es trage den englischsprachigen Titel „From Conflict to Communion“ (Vom Konflikt zur Gemeinschaft). Das Papier sei fertig, solle aber erst veröffentlicht werden, wenn die deutsche Übersetzung vorliege. Weltweit hat die römisch-katholische Kirche etwa 1,2 Milliarden Mitglieder. Die Zahl der Lutheraner beträgt etwa 74 Millionen; davon gehören knapp 71 Millionen den LWB-Mitgliedskirchen an.

Papst Franziskus empfängt EKD-Präses Nikolaus Schneider - Pope Francis meets with first Protestant leader (Rome Reports)




Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Evangelische Gemeins

  1. „Die Kirche in Deutschland hat abgehängt“
  2. Evangelische Pfarrerin segnet VIER Männer in sogenannter „Polyhochzeit“
  3. "Interviews mit Bedford-Strohm oder Margot Käßmann nur noch schwer an Kitsch zu übertreffen"
  4. Reiner Haseloff: Luther ist den Katholiken heute näher als der evangelischen Kirche
  5. Kunstaktion: Plastikmüll in Taufbecken
  6. Evangelische Kirchengemeinde streicht klassischen Sonntagsgottesdienst
  7. „Respektvolle Trennung statt endlosen Streits“
  8. EKD-Vorsitzender Bedford-Strohm erhält Morddrohungen
  9. Stehen die Methodisten unmittelbar vor weltweitem Schisma?
  10. „Jetzt hat auch die EKD ein Problem“






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  3. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  4. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  5. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  6. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  7. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  8. Katholikin Eva Vlaardingerbroek verliert Einreiseerlaubnis nach Großbritannien
  9. Ein neuer Beginn in der DBK ist möglich
  10. Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien
  11. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  12. „Papst Leo XIV. stellt in allen seinen Predigten und Ansprachen immer Jesus Christus in die Mitte“
  13. Neuerlich ein Vandalenakt im Petersdom
  14. These: Der dreifaltige Gott soll in der Liturgie der Messe verkündet werden
  15. "Ich glaube, dass Gott das erste Selfie geschossen hat.“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz