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Münchner Petrusfigur muss zum 28. Februar Tiara absetzen

17. Februar 2013 in Deutschland, 2 Lesermeinungen
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Alter Brauch: Der Figur des Apostelfürsten Petrus in Münchens Stadtpfarrkirche Sankt Peter wird am Abend des 28. Februars die Tiara abgenommen und erst nach der Wahl eines neuen Papstes wieder aufgesetzt.


München (kath.net/KNA) Das Ende des Pontifikats von Benedikt XVI. hat auch Konsequenzen für die Figur des Apostelfürsten Petrus in Münchens Ältester Stadtpfarrkirche Sankt Peter. Pünktlich zum angekündigten Ende der Amtszeit des bayerischen Papstes am Abend des 28. Februars wird der Mesner der Petrusfigur am Hochaltar die Tiara abnehmen. Das bestätigte Prälat Herbert Jung am Dienstag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

Dann wird die Papstkrone, ein Werk des Münchner Goldschmieds Johann Michael Ernst von 1733, auf einem Platz im Altarraum zu sehen sein. Erst nach der Wahl eines neues Kirchenoberhaupts, bekomme die Figur die Krone zurück.


Das seltene sakrale Schauspiel geht auf einen alten Brauch aus der Barockzeit zurück. Die Katholiken in München, denen es damals nicht möglich war, nach Rom zu reisen oder per Medien einer Amtseinführung beizuwohnen, sollten damit auch ein Stück dieser Feierlichkeiten miterleben können.

Als der Hochaltar des Gotteshauses im 18. Jahrhundert barockisiert wurde, traf dies auch den 1492 vom Bildhauer Erasmus Grasser geschaffenen Apostelfürsten. Umgeben von Säulen, die an den Petersdom erinnern sollen, nahm er nun seinen Sitz hoch oben auf dem Thron dieses Bühnenaltars. Petrus zur Seite stehen die vier von Egid Quirin Asam geschaffenen Kirchenväter.

Um die Bedeutung des Petrus hervorzuheben, wurde die Figur 1733 mit der Tiara gekrönt. Sie demonstriert die Universalmacht des Papstes, der damals nicht nur als «Stellvertreter Christi auf Erden» angesehen wurde, sondern auch als «Vater der Fürsten und Könige» und als «Lenker der Welt».

Heute ist die Zeremonie wesentlich schlichter. Paul VI. war der letzte Papst, der 1963 mit der Tiara gekrönt wurde. Ein Jahr später legte er sie ab und zog damit einen Schlussstrich unter die weltlichen Herrschaftsansprüche seiner Vorgänger. Demonstrativ schenkte er die Tiara den amerikanischen Katholiken als Dank für ihre großherzigen Spenden zugunsten der Armen der Welt.

(C) 2013 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.

Foto: (c) www.erzbistum-muenchen.de, St. Peter


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Lesermeinungen

 Wischy 22. Februar 2013 
 

Zur Petrusfigur im Petersdom zu Rom

Petrus sitzt als Bronzeguss
seitwärts rechts, am Langhaus-Schluss,
wo Tourist- und Pilgerschlangen
dann zum Hauptaltar gelangen,
unter dem, gar tief dort drunten,
früh sein Grab wohl ward gefunden.

Jeden mag es überraschen,
dass der Fuß (den einst gewaschen
Jesus doch beim Abendmahl),
ist inzwischen flach und schmal,
abgegriffen von den Scharen,
die als Pilger nah ihm waren,
seinem Schutz sich anvertrauten
und auf seine Hilfe bauten.

Willig zeigt er seinen Fuß,
dien-bereit, wie er’s ja muss…


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 placeat tibi 17. Februar 2013 
 

N. B.

Das wird in dieser Sedisvakanz so sein, daß die barhäuptige Petrusfigur nicht sichtbar ist, da der Hochaltar von St. Peter in der Fastenzeit von einem violetten Tuch verhüllt ist Hat was.


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