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Katholische Bischöfe kritisieren Kriminologen Pfeiffer scharf

9. Jänner 2013 in Deutschland, 10 Lesermeinungen
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DBK-Sprecher Matthias Kopp wirft Pfeiffer Sprunghaftigkeit und mangelnde Seriosität vor. - Mit Video-Stellungnahme von Matthias Kopp


Bonn (kath.net/KNA) Die Deutsche Bischofskonferenz hat den Hannoveraner Kriminologen Christian Pfeiffer scharf kritisiert. Ihr Sprecher Matthias Kopp warf Pfeiffer am Mittwoch in Bonn Sprunghaftigkeit und mangelnde Seriosität vor. Wenige Stunden zuvor hatte die Kirche Pfeiffer den Auftrag für ein geplantes Forschungsprojekt zum sexuellen Missbrauch entzogen, weil sich beide Seiten nicht über die Untersuchungsmethoden und Fragen des Datenschutzes einigen konnten.

Die Bischofskonferenz verwahre sich ausdrücklich gegen den Vorwurf, sie habe die Forschungsfreiheit einschränken wollen, betonte Kopp. Nachdem sich unterschiedliche Auffassungen über den Zuschnitt des Forschungsprojekts zeigten, hätten die Bischöfe neue Vorschläge gemacht, seien aber mit Pfeiffer nicht zu einem Konsens gekommen. Insbesondere beim sensiblen Thema Datenschutz seien wichtige Fragen offen geblieben. Im Rahmen einer Mediation habe man daraufhin versucht, zu einer einvernehmlichen Vertragsauflösung zu kommen, doch auch dazu sei Pfeiffer nicht bereit gewesen.

Mit Nachdruck dementierte Kopp Behauptungen des Kriminologen, in einigen Bistümern seien Akten zu Missbrauchsfällen vernichtet worden. Der Sprecher betonte, dass nach dem Kirchenrecht alle relevanten Akten zu Straftaten in diesem Bereich aufbewahrt werden müssten. Hier sei das Kirchenrecht strenger als das weltliche Recht.

Der Sprecher wies zudem die These zurück, einzelne Bistümer seien aus dem Projekt ausgestiegen. Alle Diözesen seien bei dem Projekt dabei, für das die Bischofskonferenz derzeit einen neuen Partner auf wissenschaftlicher Seite suche. Welches Institut das sein werde, ließ Kopp zunächst offen. Er versicherte aber, dass es einen neuen Auftrag geben werde, bei dem man auf die mit Pfeiffer gemachten Erfahrungen zurückgreifen könne.

VIDEO: DBK-Sprecher Matthias Kopp nimmt Stellung: Völlige Forschungsfreiheit garantiert


VIDEO: Münchner Generalvikar Beer zum Zensurvorwurf:



Stellungnahme des Kriminologen Christian Pfeiffer zur Kündigung der Zusammenarbeit


(C) 2013 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


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Lesermeinungen

 Adson_von_Melk 10. Jänner 2013 

Klingt sehr nach Gruppendynamik

und allzu menschlichen Befindlichkeiten, was man so herausliest.

Beispiel:
An einer Stelle scheint der Prof. sich zu wundern, dass die Einzeldiözesen nichtt auf \"Befehl\" der Bischofskonferenz agieren (was an sich jedem klar ist) und eigene Ideen haben.
Knapp 30 Köche an einem Brei, hm?

Trotzdem ist das extrem dumm gelaufen - wenn man so eine große Sache einmal ausposaunt hat, muss man sie durchziehen, oder man blamiert sich bis auf die Knochen, mit entsprechender Presse.

(vgl. zB. diesen kleinen Flughafen in der nordostdeutschen Provinz)


0
 
 dominique 10. Jänner 2013 
 

@Prophylaxe - Die Studie war zwar keine Auftragsarbeit

der Politiker, sondern des VDD, aber ihre Ergebnisse hätten (sehr absehbar) eine \"(macht-)politische Dimension\" deutlich gemacht. Die Täter vor Ort (in Gemeinden, Internaten usw.) und ihre direkten Opfer - das ist in den meisten Fällen schon Geschichte. Viele Umstände des fortgesetzten Machtmissbrauchs vor Ort sind ebenfalls längst erhellt und die Geschichte ist geschrieben, weil die realen Strukturen des Vertuschens nicht mehr existieren. Die Studie wird hingegen die Fehlverhalten und Desorientierungen auf der nächst höheren, institutionellen Verantwortungsebene (Bischöfe, Ordinariate, Ordensleitungen usw.) deutlich machen, den institutionellen \"Mantel der Barmherzigkeit (d. h. des Vertuschens)\". Aber mit oder ohne Studie, die Kirche wird sich institutionell wandeln müssen. Die \"letzten Tage mit Benedikt\" sind die Ruhe vor dem Sturm.


1
 
 Theobald 10. Jänner 2013 
 

PR

vermutlich wird die DBK noch in kommenden Jahrhunderten als mahnendes Beispiel genannt, wie man PR besser NICHT macht.

Ein noch schlechteres Bild könnte man gegenüber einer ohnehin skeptischen/ negativen Öffentlichkeit kaum abgeben.
Wäre die DBK eine politische Partei, würde sie den Einzug ins Parlament verpassen.


1
 
 Prophylaxe 10. Jänner 2013 
 

Spätestens

seit sich Leutheusser- Schnarrenberger heute vehement und einseitig ( ohne dass sie bei den Vorgängen anwesend war ) für Pfeiffer aussprach, aber auch schon seit den nichtssagenden früheren Talkshow- Auftritten diesen ominösen und in den Himmel gelobten Prof. Pfeiffer, weiß man, dass dieser politische Auftragsarbeit erstellt, aber keine wissenschaftliche.
Hat er sich im übrigen je für Sebnitz und die dort kollektiv des Rassismus beschuldigte Bevölkerung entschuldigt und zB eine Studie über Motive und Folgen im Kollektiv erstellt ?


3
 
 papale 9. Jänner 2013 

Peinliche Naivität

Im Wirbelsturm des Mißbrauchsskandals waren die Bischöfe nicht Manns genug - bei aller Verurteilung der geschehenen Verbrechen - gleichzeitig zu betonen, daß es sich hierbei nicht nur um ein spezifisch katholisches Problem handelt. Man hat sich devot und widerspruchslos den schwarzen Peter aufladen lassen, ohne sachlich zu differenzieren. Nun mußte freilich eine Aktion her, um die schäumende Meute zu besänftigen - also öffnet man die Personalakten der Geistlichen in den Bistümern. Wer kann denn so naiv sein zu glauben, daß die einmal Eingelassenen, Wissenschaftler und Juristen, die mit der Kirche absolut nichts am Hut haben, sich noch an irgendwelche Spielregeln oder Grenzen halten sobald sie in der (schmutzigen) Wäsche wühlen dürfen - und solche gibt es in jeder Personalabteilung und das nicht nur, was den Mißbrauch angeht ? Derart dumme Naivität tut regelrecht weh !
QUIDQUID AGIS PRUDENTER AGAS ET
RESPICE FINEM !


4
 
 Matthäus 5 9. Jänner 2013 

Zweifelhafter Ruf des \"Kriminologen\"

Liebe Mitchristen,
mich hat von Anfang an gewundert, dass sich die DBK in die Hände dieses \"ehrenwerten\" Herren begeben hat. Vielleicht erinnern sich die Leser noch an den Fall Sebnitz. Damals wurde jugendliche Deutsche beschuldigt, ein Kind ausländischen Ursprungs getötet zu haben und dieser Herr Pfeiffer ist auch auf diesen Zug ausgesprungen und hat sich medial ausgebreitet. Das ganze stellte sich dann Gott sei Dank ganz anders heraus und keine von den Berufsempörten gab öffentlich ein Schuldeingeständnis wegen Falschbeschuldigung ab. Der Herr sollte lieber das dritte \"f\" und das \"r\" aus seinem Namen lassen.
Gruß
Matthäus 5


4
 
 AngellNo 9. Jänner 2013 
 

Herr Pfeiffer hat zudem ein sehr empfindliches Ego, denn er ist es nicht gewohnt, dass man ihn, den aus seiner Sicht Deutschlands besten Kriminologen, auf so eine Weise brüskiert.


0
 
 Katholik 9. Jänner 2013 

Das sagt das Kirchenrecht

Also im Kirchenrecht steht zur Aktenvernichtung folgendes. Ich kann nicht verstehen, dass Prof. Pfeiffer das nicht wusste und Herr Kopp stark interpretierend behauptet \"alle relevanten Akten\" würden aufbewahrt:

Can. 489 — § 1. In der Diözesankurie muß es außerdem ein Geheimarchiv geben, wenigstens aber einen eigenen Schrank oder ein eigenes Fach im allgemeinen Archiv, das fest verschlossen und so gesichert ist, daß man es nicht vom Ort entfernen kann; in ihm müssen die geheimzuhaltenden Dokumente mit größter Sorgfalt aufbewahrt werden.
§ 2. Jährlich sind die Akten der Strafsachen in Sittlichkeitsverfahren, deren Angeklagte verstorben sind oder die seit einem Jahrzehnt durch Verurteilung abgeschlossen sind, zu vernichten; ein kurzer Tatbestandsbericht mit dem Wortlaut des Endurteils ist aufzubewahren.


1
 
 st.georg 9. Jänner 2013 
 

es gibt keine...

...relevante institution in deutschland, die so eine katasrophale pr und öffentlichkeitsarbeit hat, wie die deutsche bischofskonferenz...so richtig die tat, so abgrundtief dilettantisch und falsch die \"verkaufe\"...


5
 
 OStR Peter Rösch 9. Jänner 2013 
 

Es wird Zeit . . .

. . daß die Deutschen Bischöfe ihren Wohlfühlschlummer beenden und sich kämpferisch an der Seite Roms den Dringlichkeiten der Zeit stellen!


7
 

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