Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan an die Bischöfe in Deutschland: Klares NEIN zur Laienpredigt!
  2. Papst: „Ich brauche Ihre Unterstützung – eine starke, ausdrückliche und öffentliche Unterstützung“
  3. Konsistorium: Kardinäle benennen aktuelle Probleme, z.b. Meinung, das Leben habe keinen Sinn
  4. GRÜN-Politikerin möchte das Töten von zwölf ungeborenen Kindern finanzieren
  5. Gehört der menschliche Leichnam der Allgemeinheit?
  6. "Der priesterliche Weg ist kein Weg irdischer Herrlichkeit, sondern ein Weg des Kreuzes"
  7. „Man kann die priesterlichen Vollmachten nicht beliebig aufteilen und funktionalistisch outsourcen“
  8. Petrus und Paulus: Die Einheit der Kirche wächst aus der Verschiedenheit
  9. Leo XIV: „Die Autorität des Primats liegt bei demjenigen, der zuhört und nur deshalb führt“
  10. Mehr Klarheit mit jeder Absage aus Rom
  11. Nach Feier mit Erzbischof Lackner werden Karabiner von Schützenkompanien beschlagnahmt
  12. WM-Public-Viewing in katholischer KIRCHE - (K)eine gute Idee?
  13. Vatikan veröffentlicht Programm der Kardinalsversammlung
  14. Vorläufige Dialogpause zwischen der „Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa“ und dem Vatikan
  15. US-Bischof Barron: „Erzbischof Paglia bestätigte die schlimmsten Befürchtungen vieler von uns“

Piusbrüder sehen offenbar Scheitern der Gespräche mit Rom

19. September 2012 in Aktuelles, 58 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die ultrakonservative Piusbruderschaft geht offenbar von einem Scheitern ihrer Gespräche mit Rom aus. Verantwortlich dafür wird der Vatikan gemacht


Stuttgart (kath.net/KNA) Die ultrakonservative Piusbruderschaft geht offenbar von einem Scheitern ihrer Gespräche mit Rom aus. Der deutsche Distriktobere Franz Schmidberger machte dafür in einem jetzt veröffentlichten Video auf der Homepage der Traditionalisten einen «Nachschub an Forderungen» seitens des Vatikan verantwortlich.

Bei einem Treffen am 13. Juni zwischen dem damaligen Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal William Levada, und dem Generaloberen der Bruderschaft, Bernard Fellay, habe Rom eine Erklärung vorgelegt, die die Piusbruderschaft vor ein Problem stelle: Dabei gehe es einerseits um die Anerkennung der neuen Liturgie und andererseits um die grundsätzliche Anerkennung, dass das Zweite Vatikansche Konzil (1962-1965) ungebrochen in der Reihe aller Konzilien und Lehraussagen der katholischen Kirche stehe. «Und das geht wirklich nicht», so Schmidberger.


Es gebe nicht zu leugnende Brüche, führt der Distriktobere aus. Die sogenannte Hermeneutik der Kontinuität sei falsch; der theologische Begriff, der das Zweite Vatikanum in die Linie der katholischen Tradition stellt, stammt vom einstigen Konzilstheologen Joseph Ratzinger und heutigen Papst Benedikt XVI. Wenn es eine Einigung geben solle, müsse Rom von diesen Forderungen abgehen.

Schmidberger gab an, die Piusbruderschaft habe sich nach der Vorlage des Papiers unmittelbar an den Papst mit der Frage gewandt, ob diese Forderungen auf ihn zurückgingen. Dies habe Benedikt XVI. bestätigt. Der Distriktobere wertete dies als «Umschwung».

Das Generalkapitel der Traditionalisten hat sich nach Schmidbergers Worten bei seiner jüngsten Versammlung im schweizerischen Econe auf drei Punkte geeinigt, die von Rom «unbedingt erbeten» werden müssten. So müssten «Irrtümer des Konzils» weiter an den Pranger gestellt werden dürfen. Zweitens müsse die Piusbruderschaft ausschließlich die vorkonziliaren liturgischen Bücher von 1962 benutzen dürfen; drittens müsse in der Bruderschaft immer ein Bischof aus den eigenen Reihen seinen Platz haben. Massive Kritik übte Schmidberger erneut am Leiter der vatikanischen Glaubenskongregation, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, und an der Ökumene mit den protestantischen Kirchen.

Zu Gerüchten um den Holocaust-Leugner Richard Williamson äußerte sich Schmidberger nicht. Der Traditionalistenbischof war von den Beratungen des Generalkapitels im Juli zeitweise ausgeschlossen worden.


(C) 2012 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Traditionalisten

  1. Vatikan: Neuer Ansprechpartner für Traditionalisten
  2. Betreiber von 'kreuz-net.at' wegen Verhetzung verurteilt
  3. Müller: Türen der Kirche für Piusbrüder niemals verschlossen
  4. Voderholzer: Piusbrüder haben ihre Chance nicht genutzt
  5. Vatikan räumt Piusbrüdern längere Bedenkzeit ein
  6. Piusbruderschaft schließt Bischof Williamson aus
  7. Erzbischof Müller: Keine neuen Verhandlungen mit Piusbrüdern
  8. Dunkelgelb für Holocaust-Leugner Williamson
  9. Das Katz-und-Maus-Spiel der Piusbruderschaft geht weiter
  10. Piusbrüder: Holocaust-Leugner Willamson ist weiter Mitglied






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - REISE AUSGEBUCHT
  2. „Man kann die priesterlichen Vollmachten nicht beliebig aufteilen und funktionalistisch outsourcen“
  3. Vatikan an die Bischöfe in Deutschland: Klares NEIN zur Laienpredigt!
  4. Johannes Laichner neuer "Missio"-Nationaldirektor in Österreich
  5. Ehemalige Hamas-Geisel deckt die Lügen der UN-Sonderberichterstatterin auf!
  6. US-Bischof Barron: „Erzbischof Paglia bestätigte die schlimmsten Befürchtungen vieler von uns“
  7. "Der priesterliche Weg ist kein Weg irdischer Herrlichkeit, sondern ein Weg des Kreuzes"
  8. Papst: „Ich brauche Ihre Unterstützung – eine starke, ausdrückliche und öffentliche Unterstützung“
  9. Vorläufige Dialogpause zwischen der „Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa“ und dem Vatikan
  10. Das zweite Konsistorium Leos XIV.
  11. Gehört der menschliche Leichnam der Allgemeinheit?
  12. Mehr Klarheit mit jeder Absage aus Rom
  13. GRÜN-Politikerin möchte das Töten von zwölf ungeborenen Kindern finanzieren
  14. Konsistorium: Kardinäle benennen aktuelle Probleme, z.b. Meinung, das Leben habe keinen Sinn
  15. Priesterboom in den USA - Erneut mehr als 400 katholische Neupriester

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz