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Erzbischof Müller: Keine neuen Verhandlungen mit Piusbrüdern

4. Oktober 2012 in Aktuelles, 66 Lesermeinungen
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Präfekt der Glaubenskongregation: Es gibt keine neuen Gespräche mehr. Wir können den katholischen Glauben nicht den Verhandlungen preisgeben. Da gibt es keine Kompromisse


Hamburg (kath.net/KNA) Der neue Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, sieht keine Grundlage für neue Verhandlungen mit dem Piusbrüdern. Den Traditionalisten liege eine Erklärung vor, die sie zu akzeptieren hätten, betonte Müller nach Angaben des NDR vom Donnerstag in einem Interview mit NDR Kultur; es soll am Samstag gesendet werden. «Ich glaube, es gibt jetzt keine neuen Gespräche mehr.»

«Wir können den katholischen Glauben nicht den Verhandlungen preisgeben. Da gibt es keine Kompromisse», fügte Müller laut NDR hinzu. Man werde in der Glaubenskongregation in Einheit mit dem Papst nun das weitere Vorgehen beschließen. Müller stellte klar, dass das Zweiten Vatikanische Konzil (1962-1965) nicht im Gegensatz zur gesamtkirchlichen Tradition stehe. «Es gibt keine Ermäßigungen, was den katholischen Glauben angeht, gerade wie er auch vom Zweiten Vatikanischen Konzil gültig formuliert worden ist.» Mit Blick auf eine mögliche Wiederaufnahme der Traditionalisten sagte Müller laut dem NDR: «In einem pastoralen Sinn ist die Tür immer offen.»


Die Priesterbruderschaft St. Pius X. lehnt die Reformen des Konzils ab. Streitpunkte sind vor allem Liturgie, Religionsfreiheit und Ökumene. Seit Ende 2009 gab es im Vatikan mehrere Gesprächsrunden mit Vertretern der Bruderschaft über strittige Lehrfragen. Mitte September legte der Vatikan der Leitung der Piusbrüder eine «Lehrmäßige Erklärung» über grundlegende Glaubenslehren der katholischen Kirche zur Unterzeichnung vor. Davon hängt eine mögliche Wiedereingliederung der Bruderschaft in die katholische Kirche ab. Zuletzt geriet der Prozess offenkundig ins Stocken.

(C) 2012 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


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