Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  2. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  3. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  4. Katholische Kirche in Island hilft Menschen mit homosexuellen Neigungen enthaltsam zu leben
  5. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  6. Niedersachsen plant Religionsunterricht ohne Gott!
  7. Beschließen ohne zu entscheiden?
  8. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  9. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen
  10. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  11. Der stumme Gott unserer Zeit
  12. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen
  13. Frankreich: Neues Gesetz bestraft Versuch, von Suizidhilfe abzuhalten
  14. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"
  15. Junge Katholiken suchen in der Kirche lehramtliche Klarheit und nicht Anpassungsfähigkeit

Das Katz-und-Maus-Spiel der Piusbruderschaft geht weiter

19. Juli 2012 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Vatikan wartet weiterhin auf eine Antwort der Piusbrüder auf sein Einigungsangebot. Die am Donnerstag verbreitete Erklärung der traditionalistischen Bruderschaft betrachte man vor allem als "internes Dokument"


Vatikanstadt/Econe (kath.net/KNA) Der Vatikan wartet weiterhin auf eine Antwort der Piusbrüder auf sein Einigungsangebot. Die am Donnerstag verbreitete Erklärung der traditionalistischen Bruderschaft betrachte man vor allem als «internes Dokument» für die Diskussion unter deren Mitgliedern, teilte Vatikansprecher Federico Lombardi mit. Eine offizielle Stellungnahme der Priesterbruderschaft St. Pius X. «für die Fortsetzung des Dialogs zwischen der Bruderschaft und der Kommission 'Ecclesia Dei'» stehe aus Sicht des Vatikan noch aus.

Die Leitung der Piusbrüder hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass über eine mögliche Einigung mit dem Vatikan zuvor eine außerordentliche Versammlung der Bruderschaft beraten müsse. Auf dem Generalkapitel in der vergangenen Woche im schweizerischen Econe seien allerdings die «notwendigen Bedingungen für eine mögliche Normalisierung der kirchenrechtlichen Stellung» beschlossen worden.


Die Erklärung, die der Bruderschaft zufolge auch an Rom übermittelt wurde, nimmt kritisch auf das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) Bezug. Dieses sei «mit Fehlern befleckt». Hinsichtlich der Reformen des Konzils bleibe für die Bruderschaft weiterhin die ungebrochene Tradition der Kirche maßgebend. Man erwarte eine «offene und ernsthafte Debatte im Blick auf eine Rückkehr der kirchlichen Autoritäten zur Tradition».

Am Montag hatte der Generalobere der Priesterbruderschaft, Bernard Fellay, angekündigt, man werde «in sehr kurzer Zeit Rom die Position des Kapitels zukommen lassen, das uns die Gelegenheit gegeben hat, unsere Marschroute zu präzisieren». Die Piusbrüder hatten auf ihrem Generalkapitel in Econe über die Frage diskutiert, ob sie eine vom Vatikan vorgelegte «Lehrmäßige Erklärung» unterzeichnen wollen. Dies ist Voraussetzung für eine mögliche Aussöhnung mit Rom.

Die Bruderschaft wurde 1970 von dem französischen Erzbischof Marcel Lefebvre gegründet und lehnt die Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) ab. Indem Lefebvre 1988 ohne päpstliche Zustimmung vier Priester seiner Bruderschaft zu Bischöfen weihte, zogen sich alle fünf die Exkommunikation zu. Diese Kirchenrechtsstrafe hob Papst Benedikt XVI. im Januar 2009 auf. Seit Ende 2009 führt der Vatikan Gespräche mit der Bruderschaft über strittige Lehrfragen. Im Herbst legte der Vatikan den Piusbrüdern die «Lehrmäßige Erklärung» über grundlegende Glaubenslehren der katholischen Kirche zur Unterzeichnung vor.

In Reaktion auf die Veröffentlichtung des Vatikans hat die deutsche Piusbruderschaft auf ihrer Homepage einen "Kommentar" veröffentlicht, in dem es heißt, das Presseamt des Vatikans scheine "etwas verwechselt zu haben». Die Bruderschaft sei «kein Verein von modernen Theologen, die jeden Text der Autorität mit dem Seziermesser der persönlichen Meinung in Stücke teilt, um ihn dann in völlig neuem Sinn wieder zusammenzusetzen». Die
Stellungnahme aus Rom werde «der Grundsatzerklärung des Generalkapitels nicht gerecht».

kathTube/Romereports: Piusbrüder sagen Nein



(C) 2012 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 




Mehr zu

Traditionalisten

  1. Vatikan: Neuer Ansprechpartner für Traditionalisten
  2. Betreiber von 'kreuz-net.at' wegen Verhetzung verurteilt
  3. Müller: Türen der Kirche für Piusbrüder niemals verschlossen
  4. Voderholzer: Piusbrüder haben ihre Chance nicht genutzt
  5. Vatikan räumt Piusbrüdern längere Bedenkzeit ein
  6. Piusbruderschaft schließt Bischof Williamson aus
  7. Erzbischof Müller: Keine neuen Verhandlungen mit Piusbrüdern
  8. Piusbrüder sehen offenbar Scheitern der Gespräche mit Rom
  9. Dunkelgelb für Holocaust-Leugner Williamson
  10. Piusbrüder: Holocaust-Leugner Willamson ist weiter Mitglied







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Vier von sieben: Die unglaubliche Berufungs-Geschichte der Familie Morrison
  4. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  5. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  6. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  7. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"
  8. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  9. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  10. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  11. Abtreibungs-Aktivisten greifen Profemina-Beratungszentrum an
  12. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  13. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen
  14. Beschließen ohne zu entscheiden?
  15. Niedersachsen plant Religionsunterricht ohne Gott!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz