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Benedikts Segen traf Besessene ‚wie Peitschenhieb‘

4. Februar 2012 in Weltkirche, 11 Lesermeinungen
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Mit Schaum vor dem Mund, schreiend und mit hassfunkelnden Augen sollen sie vor Benedikt auf dem Petersplatz gelegen haben. Befreite der Papst zwei Männer von Dämonen? Von Paul Badde / Die Welt.


Rom (www.kath.net/ Die Welt)
Es gibt das Böse. Das weiß im Vatikan jeder. Und mehr noch, es gibt natürlich auch den Bösen: den Teufel. Der Satan gilt in der Christenheit allgemein seit jeher Zeit als „Luzifer“, als gefallener Engel des Lichts, der zum Feind Gottes wurde, zum großen Verführer und Verwirrer und „Widersacher seit Anbeginn“.

Vom Bösen und einer Heerschar von Dämonen berichten nach katholischem Verständnis deshalb gewöhnlich auch die meisten Schlagzeilen aller Zeitungen, obwohl die Sache hier anders oder gar nicht benannt wird. Das Böse leuchtet fahl auf in den Morden in Ägypten, Syrien oder Afrika, aber auch in den großen und kleinen Lügen und im Betrug und Diebstahl hinter allen Krisen, die die Menschheit peinigen.

So hoch und so weit braucht allerdings keiner zu gehen, um dem „Gottseibeiuns“ zu begegnen. Das liebste Nest des Bösen, lehrt der Katechismus der Christen, ist das menschliche Herz.

Darum geht jeder gewöhnlichen Taufe auch ein so genannter Exorzismus voraus. Das ist eine Teufelsaustreibung, in der die Neugetauften selbst (oder vertreten durch ihre Paten) dem Bösen und „all seinen Verlockungen“ vor Zeugen „widersagen“. Der „Exorzismus ist ein großes offizielles Gebet, in dem die Kraft der Kirche gegenwärtig ist“, hat Professor Pedro Barrajón gegenüber „Welt Online“ einmal erklärt, der in Rom Exorzisten ausbildet.

Katholische Lehre zum Bösen seit Jahrhunderten unverändert


In Deutschland mag Bischof Gebhard Fürst von Rottenburg Stuttgart stolz in Talkshows erklären, dass er in seinem Bistum in seiner Amtszeit noch nie ein Exorzismus statt gefunden habe, weil es hier keine Fälle von Besessenheit, sondern höchstens psychisch Kranke gebe. Dass deshalb aber schon das Böse aus seinem Bistum verschwunden oder außer Kraft gesetzt ist, lässt sich deshalb natürlich noch nicht sagen.

Das ist das eine. Das andere ist aber, dass Bischof Fürst damit in der katholischen Weltkirche nicht gerade im Trend liegt. Papst Benedikt XVI. war kaum gewählt, als er in einer seiner ersten Audienzen eine große Gruppe von Exorzisten auf dem Petersplatz empfing. Denn die Lehre der katholischen Kirche zum Bösen ist seit Jahrhunderten unverändert.

In der Pfarrei Sankt Anna des Vatikans ließ sich schon öfter beobachten, dass Fremde während der Gottesdienste an den Altar stürmten, laut und schrill und lästerhaft schrien, das Kreuz bespuckten und sich mit einem lauten Knall ihrer Köpfe auf den Boden warfen.

Dann holen die aus der gegenüber liegenden Wachstube herbei gerufenen Schweizer Gardisten jedoch meist keinen Exorzisten herbei, sondern Sanitäter und eine Ambulanz.

Nun aber machte die Meldung Schlagzeilen, dass jährlich etwa 500.000 Italiener mit ihren Nöten Exorzisten aufsuchen, um sich von Leiden heilen zu lassen, die von schizophrenen Schüben bis zur echten Besessenheit reichen.

Erfolgreicher Exorzismus während Papstaudienz?

Und das Magazin „Panorama“ verbreitete am Donnerstag – in einem Vorabdruck des jüngsten Buches („Der letzte Exorzist“) von Gabriele Amorth, dem berühmtesten Teufelsaustreiber Italiens – dass es sogar während einer Papstaudienz schon einmal zu einem erfolgreichen Exorzismus gekommen sei.

Die Sache habe sich folgendermaßen zugetragen. Bei einer Mittwochs-Audienz im Frühling 2009 hätten zwei Assistentinnen des Paters mit einem Trick zwei Besessene auf dem Petersplatz an der Schweizer Garde vorbei in jenen abgesperrten Teil geführt, der für Behinderte reserviert sei, an denen der Papst bei seinem Auszug immer besonders nah vorbei fährt.

Giovanni hieß der eine, Marco der andere. Punkt 10 Uhr sei der weiße Jeep des Papstes durch die Einfahrt unter dem linken Glockenturm auf den Platz gerollt, mit dem Fahrer, dem Papst im Stehen, und mit Georg Gänswein, dem Privatsekretär auf dem Rücksitz, als es die beiden plötzlich zu schütteln begann. Giovanni habe gezittert und mit den Zähnen geklappert.

Vergeblich hätten die beiden Helferinnen sie angefleht, sich doch zu beherrschen und nicht überwältigen zu lassen. Doch die beiden hätten schon gar nicht mehr zugehört. „Ich bin nicht Giovanni“, hätte es plötzlich nur noch aus Giovanni heraus geschrien. Da wussten die Frauen, dass die Dämonen in ihren Schützlingen wieder die Oberhand gewonnen hätten. Die Gardisten behielten die Sache im Auge, schritten aber nicht ein.

Männer am Boden, im Tremens, Schaum vor dem Mund

Der Jeep kam näher, die beiden krümmten sich, stürzten zu Boden, schlugen die Köpfe auf die Pflastersteine. Als der Papst schließlich aus dem Papamobil gestiegen sei, um die Gäste in der ersten Reihe zu begrüßen, hätten beide nur noch schrill und immer lauter zu schreien begonnen: „Heiligkeit! Heiligkeit! Wir sind hier!“

Benedikt XVI. wandte sich um, erzählt Pater Amorth, sah die beiden Frauen und die Männer am Boden, im Tremens, Schaum vor dem Mund, mit Geschrei und hassfunkelnden Augen und hob nur einen Arm, um alle vier aus der Ferne zu segnen.

Diese Segensgeste habe die Männer „wie ein Peitschenhieb“ getroffen und sie drei Meter zurück geschleudert. Dann hätten sie aufgehört zu schreien und nur noch geweint und geweint. Am Ende der Audienz hätten sie wieder zu sich gefunden und an nichts mehr erinnert.

Vatikan: Von Exorzismus kann nicht gesprochen werden

Die Meldung war kaum auf dem Markt, als Pater Federico Lombardi, der Pressesprecher des Vatikans, sich schon zu der Nachricht äußerte. Dem Papst sei nicht bewusst gewesen, wovon da berichtet werde, sagte der Jesuit. Von einem Exorzismus könne deshalb auch nicht gesprochen werden.

Von den zahllosen Teufelsaustreibungen, von denen Gabriele Amorth schon oft erzählte, muss dieser Vorgang ohnehin zu den unspektakulärsten gerechnet werden. Schon vor Jahren hat er trocken auf die „satanischen Sekten“ im Vatikan hingewiesen.

Nach seinen Beobachtungen toben die Dämonen ringsum das Amt des Petrus wie nirgendwo sonst in Rom.


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