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| ![]() Der Barmherzige ist ein Mensch mit Kultur des Herzens31. Oktober 2011 in Spirituelles, 1 Lesermeinung Wenn wir keine Kraft zur Barmherzigkeit aufbringen, sollen wir an unsere Erbärmlichkeit vor Gott denken. Ein Kommentar von P. Bernhard Sirch zum Evangelium von Allerheiligen Illschwang (kath.net) Einleitung: Aus dem heutigen Evangelium möchte ich einen Vers herausgreifen: "Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden" (Mt 5, 7). In dem Wort Barmherzig steckt das Wort "Herz". Selig, die Erbarmen haben im Herzen, im Innersten der Seele. Viele Menschen rufen bisweilen einen verzweifelten Ruf aus, auch im engsten Familienkreis: Hab' Erbarmen mit mir. Lesen wir in der Hl. Schrift: Sobald der blinde Bettler, Bartimäus "hörte, dass es Jesus von Nazaret war, rief er laut: Sohn Davids, Jesus, hab Erbarmen mit mir!" (Mk 10,46.47). Ein Mensch mit tiefem Leid passt nicht in unsere auf Jugend, Spaß und Schönheit programmierte Gesellschaft. Unsere Reaktion ist die gleiche wie zur Zeit Jesu: "Viele wurden ärgerlich und befahlen ihm zu schweigen. Er aber schrie noch viel lauter: Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir! Jesus blieb stehen und sagte: Ruft ihn her!" (Mk 10, 48.49). Wie Jesus stehen blieb, müssen auch wir stehen bleiben, um einem Menschen zu helfen, vor allem müssen wir in unseren Familien erkennen, wenn jemand im Innersten schreit: Hab' Erbarmen, sieh mein tiefes Leid. Predigt: Jesus gibt den Barmherzigen eine Verheißung: "denn sie werden Erbarmen finden" (Mt 5, 6). Wenn wir barmherzig sind, wird sich Gott von unserer Barmherzigkeit nicht übertreffen lassen, er wird mit uns barmherziger sein. Der Barmherzige ist ein Mensch mit Kultur des Herzens, mit Herzensbildung; er sieht den anderen mit dem Herzen. Um Herzensbildung, um Barmherzigkeit müssen wir uns bemühen, auch in Dingen, wo wir hart bleiben möchten. Wenn wir keine Kraft zur Barmherzigkeit aufbringen, sollen wir an unsere Erbärmlichkeit vor Gott denken, dass er auch mit uns einmal Erbarmen hat. Wir erhalten Erbarmen von Gott, wenn auch wir barmherzig sind. Wie schön könnte unsre Welt sein, wenn jeder barmherzig ist, ein Herz hat voll Erbarmen mit dem Anderen. Wir sollen immer wieder auf Gott schauen: "Jahwe ist ein barmherziger und gnädiger Gott, langmütig, reich an Huld und Treue" (Ex 34,6). Ich darf Ihnen ein Gedicht vortragen, das die Sehnsucht vieler Menschen zum Ausdruck bringt: WIR BRAUCHEN MENSCHEN Josef Dirnbeck / Martin Gutl Trotz der fünf Milliarden: Viel zu wenig Menschen!
Ich wünsche Ihnen Mitmenschen in ihrem Alltag, die Menschen sind, die barmherzig sind, wie Jesus barmherzig ist. Ich darf auf das Bild verweisen (siehe meine Homepage) mit der Unterschrift: Jesus, ich vertraue auf Dich. Jesus sagte zu Schwester Faustina: «Ich verspreche, dass die Seele, die dieses Bild ver-ehrt, nicht verloren geht. Die Häuser, ja sogar die Städte, wo dieses Bild verehrt wird, werde Ich ver-schonen und beschützen». Die Aussage Jesu zu Schwester Faustina: Die größten Sünder haben ein ganz besonderes Anrecht auf Meine Barmherzigkeit ist gleichsam ein Vermächtnis des Papstes Johannes Paul II, der am Sonntag der Barmherzigkeit gestorben ist. Im Kloster von Krakau erhielt Sr. Faustina sie von Jesus persönlich den Auftrag, der ganzen Menschheit Seine grenzenlose Barmherzigkeit zu offenbaren. Wie viele Mütter und Menschen, die in ihrer Liebe enttäuscht wurden, mussten folgendes erleben: Wer liebt, ist verletzlich. Wer tief liebt, ist tief verletzlich. Übertragen wir dies nun auf Gott: Gott liebt jeden einzelnen Menschen zu tiefst. Jesus ist zu tiefst in seinem Herzen für uns verletzt, ja durchbohrt worden. Jesus spricht in Ihre Seele: Seele begreife: Jesus möchte dich in seinem durchbohrten Herzen umschließen aus Liebe zu dir, weil er barmherzig ist. Wer die Barmherzigkeit Gottes erfahren durfte, kann selber auch barmherzig sein und die Seligpreisung Jesu erfahren: "Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden" (Mt 5, 6). Wenn wir jetzt nachgedacht haben über die Barmherzigkeit, so sollen dies nicht nur schöne Worte sein. Wer den Willen meines Vaters im Himmel tut, der ist es, der mich liebt. So möchte ich sie ermuntern: Sagen sie heute und morgen nichts Böses über Ihren Mitmenschen (ob sie dies fertig bringen???) und seien sie barmherzig. Sie haben zwei Augen, damit auch eines zu machen können. Wenn sie sich in Ihrem Innersten sagen müssen: das geht nicht, der hat mir schon viel zu viel Unrecht getan. In den Seligprei-sungen lässt uns Jesus in die Tiefen seiner göttlichen Menschlichkeit schauen. Freuen sie sich mit Jesus und reagieren sie so, wie Jesus es Ihnen ins Herz legt: Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet. Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sei (Mt 5, 11-12). Lassen sie ihr Inneres erfüllt sein von der Barmherzigkeit Gottes bis der Jubel in Ihnen aufbricht und sie erfahren dürfen: "Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden" (Mt 5, 6). Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zuAllerheiligen
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