Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  2. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  3. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  4. Tantum ergo Sacramentum
  5. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  6. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  7. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  8. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  9. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  10. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  11. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  12. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  13. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  14. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  15. 'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'

Von der Unmöglichkeit einer Priesterweihe von Frauen

9. September 2011 in Österreich, 29 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Grazer Bischof Kapellari räumt ein, dass eine Aussage von ihm in einer Fernsehsendung theologisch nicht haltbar war - Eine Priesterweihe von Frauen ist nicht möglich. Eine verbreitete öffentliche Meinung will dies aber nicht zur Kenntnis nehmen


Graz (kath.net)
Der Grazer Bischof Egon Kapellari hat am Freitag KATH.NET eine weitere Klarstellung zu einem Medienbericht übermittelt. Diesmal geth es um eine Klarstellung betreffend die Behandlung des Themas „Frauenordination“ in der Fernsehsendung ZIB2 am 29. August 2011 des ORF. In der Sendung ging es um Elemente der katholischen Kirchenverfassung, die von einer „Pfarrerinitiative“ auf schwerwiegende Weise in Frage gestellt worden waren. Wörtlich sagte Kapellari damals: "Dazu hatte ich schon vorher differenzierend und in einigen Punkten klar ablehnend öffentlich Stellung genommen. Auf die Frage des Moderators, warum die Priesterweihe von Frauen nicht vorstellbar sei, verwies ich auf die bekannte Tatsache, dass mindestens zwei Päpste dies mit „hoher theologischer Qualifikation“ als unmöglich bewertet haben und sagte dann „Wir haben zu kurz Zeit, um darüber zu reden. Es wurde schon tausendmal besprochen, aber es ist festgelegt und nur ein Konzil, das nicht morgen kommen wird, könnte das ändern“.


Jetzt räumt der Grazer Bischof im Nachhinein folgendes ein: "Diese in einer sehr anstrengenden und unter Zeitdruck stehenden Gesprächssituation getane Äußerung ist aber theologisch so nicht haltbar. Ich selbst habe in vielen Jahren wiederholt öffentlich erklärt, dass eine Priesterweihe von Frauen für die Kirche nicht möglich sei. Dies ist in Österreich gewiss weithin bekannt. Eine verbreitete öffentliche Meinung will dies aber nicht zur Kenntnis nehmen und überträgt dabei Kategorien der Zivilgesellschaft und ihrer „political correctness“ einfach auf die Kirche. Im Wissen um diesen generellen Hintergrund beim Publikum der genannten Fernsehsendung und im Versuch eine maximale Plausibilität für die Ablehnung der Frauenordination zu erreichen, habe ich ohne ausreichende Fundierung auf die von diesem Publikum als höchstrangig einschätzbare Instanz - nämlich auf ein Konzil – verwiesen, das ja als solches nie ohne oder gegen einen Papst tagen und entscheiden könnte. Ein sorgsamer Blick auf die Gesamtheit der lehramtlichen Quellen zeigt aber, dass die Lehre von der Unmöglichkeit einer Priesterweihe von Frauen mit einem solchen lehramtlichen Gewicht endgültig entschieden ist, dass auch ein Konzil mit seinem Papst nichts daran ändern könnte. In Verantwortung für meinen bischöflichen Dienst als Lehrer des Glaubens in Einheit mit Papst und Weltkirche gebe ich diese Erklärung, die ja meinem gesamten bisherigen Wirken als Bischof entspricht, öffentlich bekannt."


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kapellari

  1. Kapellari gegen alarmistischen Umgang mit Problemen
  2. Bischof Kapellari: Bin mit Leuten, die aufbegehren, ziemlich geduldig
  3. Sorgen über den Islam wurden als 'political non correct' eingestuft
  4. Neues katholisches Selbstbewusstsein statt religiöser Beliebigkeit
  5. Die katholische Kirche geht durch Feuer und Wasser
  6. Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch
  7. Jetzige Krise enthält auch eine Chance zur Erneuerung der Kirche
  8. 'Die Kirche darf sich nicht auf eine Sozialagentur reduzieren lassen'
  9. 'Das Kleinreden der Kirche den laizistischen Gegnern überlassen'
  10. Wir gehen nicht einen 'Linzer Weg' sondern den Weg mit der Weltkirche







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Robert Bellarmin SJ – De gemitu columbae
  3. „Manchmal ist es schwer, den Zusammenhang zwischen meinem Kreuz und dem Kreuz Christi zu erkennen“
  4. 'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'
  5. Die Bibliothek als Herz des kirchlichen Gedächtnisses. ‚Nimm und lies!‘ - Die Unruhe der Wahrheit
  6. „Ich erwarte die Auferstehung der Toten und das Leben der kommenden Welt“
  7. Marsch fürs Läbe: Together for Life! – Männer übernehmen Verantwortung für das Leben
  8. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  9. DJ "Padre Guilherme" begeistert in Mörbisch 5.000 Jugendliche
  10. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  11. Präsident der Akademie für das Leben meint: Unvollkommenes Euthanasiegesetz unterstützen
  12. Papst-Tipps an neue Bischöfe: Namen Kennen, Zuhören und Hausbesuche
  13. „Selbst wenn ein paar Omas dazu gedrängt werden – ist das nicht ein Preis, den man zahlen kann?“
  14. Wenn die Liebe das Gesetz des Kalküls durchbricht…
  15. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz