Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  2. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  3. Die Kardinäle Ghirlanda und Ouellet denken gleich wie die Piusbruderschaft
  4. Kirche im Verfall
  5. Kritik an Kanzler Merz nach Ramadan-Grüßen
  6. Die „Synodalkonferenz“ der deutschen Funktionäre
  7. Offener Brief an Kardinal Marc Ouellet
  8. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  9. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  10. Früherer Bundestagsvizepräsident Kubicki: „Der ZDF-Skandal muss politische Konsequenzen haben“
  11. THESE: Warum die UNO weg muss!
  12. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'
  13. Klinisch tot nach Herzstillstand: Hirnaktivität noch Minuten, sogar Stunden messbar
  14. „Warum bin ich noch in der Kirche?“, fragte der Theologe Joseph Ratzinger bereits 1970
  15. Das Ende einer Amtszeit voller Streit und Spaltung

Ruhrbischof über WJT: Die Weltkirche sprengt 'alle Dimensionen!'

20. August 2011 in Interview, 10 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bischof Overbeck rät den deutschsprachigen Kirchenkritikern: „Kommt hierher und ihr werdet mit eurer Kritik feststellen, dass ihr nicht recht habt.“ - KathTube: Das KATH.NET-Exklusiv-Interview mit Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck


Madrid (kath.net) Kirchenkritikern riet der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck auf dem Weltjugendtag: „Kommt hierher und ihr werdet mit eurer Kritik feststellen, dass ihr nicht recht habt.“ Im KATH.NET-Exklusivvideo wies er auf diese „große Erfahrung des Miteinander-auf-dem-Weg-Seins“ in Madrid hin und nannte sie „typisch katholisch“. „Das gehört zu der Kraft, die wir nicht nur in unseren Ländern, sondern auch in der Welt haben“, stellte er ausdrücklich fest und empfahl den Kirchenkritikern: „Keiner nehme sich so wichtig, wir sind nur ein kleiner Teil der gesamten Welt“. Denn: „Die Weltkirche als solche ist größer und sprengt auch alle Dimensionen!“

Der Essener Bischof zeigte sich beeindruckt von der guten Stimmung auf dem Madrider Weltjugendtag mit seiner „lebendigen, bunten Schar von Gläubigen“ und den „ganz vielen bewusst glaubenden jungen Christen“. Die Jugendlichen kämen aus verschiedenen Gründen zum Weltjugendtag, beobachtete der Ruhrbischof. „Das erste und wichtigste der Motive, die mir auch immer wieder gesagt werden, ist die lebendige Erfahrung einer großen Gemeinschaft von Kirche und das Bewusstsein, nicht wenige zu sein, wie es ja oft in unseren Diözesen in Deutschland der Fall ist, sondern viele. Und das zweite Motiv ist eine große Wachsamkeit, auch im Glauben gestärkt zu werden. Es gibt viele Fragen, die gerade die Lebenszusammenhänge in großen Unterschiedlichkeiten betreffen, die die jungen Leute heute christlich beantwortet wissen wollen“.


Selbstverständlich werde auch ein Bischof vom Weltjugendtag gestärkt, bekannte Bischof Overbeck. „Ich sage häufig, dass ich zu den wenigen ganz privilegierten Christen der Welt gehöre, die täglich gestärkt werden durch das Glaubenszeugnis anderer, die natürlich auch täglich herausgefordert sind, wo es misslingt, ein solches Zeugnis wirklich zu geben. Das erfahre ich Tag für Tag in Essen, das erfahre ich als Militärbischof, das erfahre ich in Lateinamerika durch Adveniat und durch viele andere Bezüge, und so auch natürlich in geballter Form und sehr intensiv in diesen Tagen hier in Madrid“. In den WJT-Katechesen ging es „um das Thema ‚Fest im Glauben‘“, er habe während der Katechese, die er selbst gehalten hatte, „deutlich gemacht: die Festigkeit MEINES Glaubens hängt sehr am Getragenwerden durch andere und nicht einfach nur an meiner eigenen Entschiedenheit, den Glauben zu leben.“

Der Madrider Erzbischof Antonio Maria Kardinal Rouco Varela hatte in seiner Predigt zur Eröffnung des Weltjugendtags vor wenigen Tagen das Phänomen des Relativismus angesprochen. Dazu sagte Bischof Overbeck: „Das große dahinterstehende Phänomen ist die zunehmende Erfahrung, die wir machen, dass die Menschen leben, als gäbe es Gott nicht. Trotzdem sind ganz viele Menschen Suchende. Und das steht wirklich in vielfacher Weise hinter dem, was Relativismus ist: Dass die Maßstäbe nicht mehr klar sind, an denen das Leben geprägt und geschult wird und gleichzeitig auch das, was wir Moral nennen, das, was Gebet ist, eine inhaltliche Füllung erfährt.“ Das, was Christen tun, sei „ganz einfach“, erläuterte Overbeck: „Das zu leben, was wir glauben.“ Die „Antwort, die die Christen geben“, sei die „größte Relativitätstheorie“: sich auf Gott zu „beziehen und von daher der Gottlosigkeit abzusagen und alle Menschen einzuladen, durch unseren Gottesbezug selber so zu leben“.

Das KATH.NET-Exklusiv-Interview mit S. E. Franz-Josef Bischof Overbeck - Bistum Essen:




KathTube: kath.net-Exklusiv-Interview mit KARDINAL SCHÖNBORN



KATH.NET beim Weltjugendtag - Ein Interview mit Bischof Hofmann von der Diözese Würzburg



Blog vom Bistum Regensburg

Twitter Kath.Net

Foto: © kath.net


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Bistum Essen

  1. Ausschreitungen, verletzte Polizisten bei Demo gegen AfD – für Generalvikar ‚friedlich’
  2. Bistum Essen: Pastoralassistentinnen tragen Monstranz mit dem Allerheiligsten
  3. Essen: Bistumsmagazin stellt Segnung homosexueller Paare in den Raum
  4. Overbeck diffamiert Zölibat als 'Relikt aus vergangenen Zeiten'
  5. Bistum Essen: Weihnachten ist keine kulturelle Lichtfeier
  6. Bochum: Einbrecher verletzt katholischen Priester schwer
  7. Die wirren Träume von Bischof Overbeck
  8. Bistum Essen distanziert sich von Pax Christi
  9. Bischof Overbeck möchte Sexualmoral "weiterentwickeln"
  10. Bochumer Stadtlauf führt Hobbysportler in katholische Propsteikirche







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  3. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  5. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  6. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  7. Offener Brief an Kardinal Marc Ouellet
  8. Die Kardinäle Ghirlanda und Ouellet denken gleich wie die Piusbruderschaft
  9. Kirche im Verfall
  10. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  11. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'
  12. 'Reiner Bullshit': Macron sorgt mit Attacke auf Meinungsfreiheit für Entsetzen
  13. „Warum bin ich noch in der Kirche?“, fragte der Theologe Joseph Ratzinger bereits 1970
  14. Kritik an Kanzler Merz nach Ramadan-Grüßen
  15. Früherer Bundestagsvizepräsident Kubicki: „Der ZDF-Skandal muss politische Konsequenzen haben“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz