Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  2. Wenn sich Gratismut in Angst verwandelt
  3. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  4. Katholiken fordern Exkommunikation der „katholischen“ US-Gouverneurin Maura Healey
  5. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  6. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  7. Katholische Beerdigung für italienischen Gitarristen wurde abgesagt, weil er Freimaurer war
  8. 500 Euro für ein Sakrament oder was ist das wirkliche Problem?
  9. "Ich würde Kinderbetreuung nicht als Arbeit sehen, sage ich Ihnen ganz ehrlich"
  10. Das Kirchenjahr als Weg durch die Heilsgeschichte. Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden!
  11. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  12. Influencerin bezeichnet Trans-Politiker als Mann: zu zwei Jahren Hausarrest verurteilt
  13. Schwuler Aktivist übt scharfe Kritik an Jens Spahn: „Es gibt kein Grundrecht auf ein Kind!“
  14. "Satanisches Lachen" - US-Demokraten aus Massachusetts feiern Ermorden von Kindern bis zur Geburt!
  15. Deutschland: Katholische Kirche verzeichnet mehr Erwachsenentaufen trotz Mitgliederrückgang

Dialog ja - aber nicht über Dinge, die weltkirchlich entschieden sind

5. April 2011 in Deutschland, 10 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Albert Schmid, Vorsitzender des bayrischen Landeskommitees der Katholiken, warnt außerdem vor „miesepetriger Stimmung“ im Vorfeld des Papstbesuches.


Passau (kath.net) „Für den Christen ist der Dialog immer eine Reaktion auf die Ansprache des ewigen Logos und erst in zweiter Linie eine Form der zwischenmenschlichen Kommunikation“, sagte Albert Schmid, der Vorsitzende des Landeskommitees der Katholiken in Bayern. Der Dialog innerhalb der katholischen Kirche müsse „bereits zu Beginn klarmachen, wo seine Grenzen liegen“, führte der SPD-Politiker und langjährige langjährige Präsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge im Interview mit der „Passauer Neue Presse“ weiter aus. Man könne nicht versuchen, sich „regionaler, nationaler Ebene“ über Dinge zu verständigen, „die weltkirchlich entschieden werden müssen oder zum Teil bereits weltkirchlich entschieden sind“.
Für einen vernünftigen Austausch sei jedoch zuerst ein „übereinstimmender Befund“ über die Lage der Kirche nötig. Das gegenwärtige Grundproblem ortete Schmid in der „Glaubenskrise in unserer Gesellschaft, die nicht durch Militanz gegenüber der christlichen Religion gekennzeichnet ist, sondern durch eine Art von Gleichgültigkeit, die man auch Gottvergessenheit nennen kann“.


Angesprochen auf die aktuelle Zölibatsdiskussion meinte Schmid: „Ich sehe nicht die Kausalität zwischen der von mir diagnostizierten Glaubenskrise oder Gottvergessenheit und einer strukturellen Regelung wie dem Zölibat“ Man müsse sich „vergegenwärtigen, was im ersten christlichen Jahrtausend an Missständen da war, die dann schließlich zur Einführung des Zölibats zu Beginn des zweiten Jahrtausends geführt haben. Ich rate davon ab, dieses Thema in den Vordergrund zu rücken.“

Im Hinblick auf den bevorstehenden Deutschlandbesuch durch Papst Benedikt XVI. weist Schmid auf die Frage hin, „was wir dazu beitragen können, damit dieser Besuch des Papstes ein Erfolg wird.“ Er hoffe, „dass wir uns in den nächsten Monaten nicht ausschließlich mit innerkirchlichen Auseinandersetzungen beschäftigen und damit eine miesepetrige Stimmung verstärken, die den Erfolg des Besuches gefährdet“. Im wiedervereinten Deutschland, zu dem auch viele Menschen ohne jede religiöse Erfahrung gehörten, sei die Frage wichtig, „warum es sich lohnt, auf den Glauben zu setzen“. Denn „jemand, der mit Grundfragen des Glaubens ringt, ist nicht primär interessiert an innerkirchlichen Streitthemen, sondern mehr an der Frage: ‚Wie kann ich als vernünftiger Mensch ehrlichen Herzens und zuversichtlich glauben?‘“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Dialogprozess

  1. Frieden und Toleranz
  2. Kardinalstaatssekretär möchte mit Papst-Kritikern einen Dialog führen
  3. Pöbeln auf Twitter ist modern
  4. Kirche zu interreligiösem Dialog verurteilt
  5. Dialogprozess im Praxistest: Nur vier Familien bei Veranstaltung
  6. Meisner: Text des Diözesanrats im Widerspruch zur katholischen Lehre
  7. Deine (BDKJ)-Message an die Kirche
  8. Müller zum Dialogprozess: Die Bischöfe haben keinen Spielraum!
  9. Komm, Heiliger Geist, der Reformen schafft...
  10. Ist im DBK-Dialogprozess Platz für 'römische' Katholiken?






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica
  3. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  4. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  5. "Mit Leib und Seele bei Gott – unsere Berufung zur Vollendung"
  6. "... der Sieg, der die Welt besiegt hat, ist unser Glaube” (1 Joh 5,4)"
  7. Grösse
  8. Angeklagt, weil er einen schismatischen Bischof nicht rehabilitierte: Armeniens Patriarch Karekin II
  9. Deutschland: Katholische Kirche verzeichnet mehr Erwachsenentaufen trotz Mitgliederrückgang
  10. „Warum ich katholisch bin“
  11. ALfA startet „von-Galen-Projekt“ zum 85. Jahrestag der Predigt von St. Lamberti
  12. „Nicht der Sturm hat das letzte Wort – Christus hat das letzte Wort. Amen.“
  13. Was Papst Leo XIV. in Südamerika erwartet
  14. Wenn der Sturm den Glauben prüft - Der Friede Christi mitten im Gegenwind
  15. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz