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Der subtile Anti-Rom-Kurs des Jesuiten Klaus Mertes

28. Jänner 2011 in Deutschland, 76 Lesermeinungen
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Mertes möchte jetzt die "Stimme der Nichtkleriker in der Kirche“ stärken, den „Zentralismus“ abbauen" und beim Thema „Familienplanung“ wieder eine „Nähe zum Volk“ bekommen


Berlin (kath.net/KAP/red) Der Rektor des Berliner Canisius-Kollegs, P. Klaus Mertes, sieht im Missbrauchsskandal "die Chance zu einer Erneuerung der Kirche". Diese habe sich im vergangenen Jahr "erheblich bewegt", sagte Mertes in einem Interview der Berliner "tageszeitung" (Samstag-Ausgabe). "Aber das ist noch lange nicht genug", betonte der Jesuit. Auch im kommenden Jahr werde dieser Prozess nicht abgeschlossen sein: "Zwei, drei Erklärungen, drei, vier Papierchen, das reicht nicht." Mertes hatte vor einem Jahr die Missbrauchsfälle am Jesuitengymnasium "Canisius-Kolleg" während der 70er und 80er Jahren bekanntgemacht. Dies löste eine bundesweite Missbrauchsdebatte aus und führte zur Aufdeckung weiterer Fälle auch in nichtkirchlichen Einrichtungen.


Mertes forderte in dem Interview auch „kirchliche Strukturreformen“. So sei es seiner Meinung nach dringend notwendig, "die Stimme der Nichtkleriker in der Kirche zu stärken und den Zentralismus abzubauen, etwa bei der Ernennung von Bischöfen". Was damit gemeint sei, erklärte der Jesuit nicht. Auch beim Thema Familienplanung fährt Mertes einen subtilen Anti-Romkurs und meint, dass es erforderlich, "dass die Kirche wieder eine Nähe zum Volk bekommt". Auch hier bleibt Mertes weitere Erklärungen schuldig.

Copyright 2011 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten.


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