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Jesuitengeneral Sosa: Es gibt einen Kampf in der Kirche

18. September 2019 in Weltkirche, 12 Lesermeinungen
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Generaloberer des Jesuitenordens: Papst Franziskus agiert als "Kind des Vatikanischen Konzils" - "Attacken" gegen Arbeitspapier der Amazonien-Synode gleichen jenen vor Jugend- bzw. Familiensynode


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Der weltweite Generalobere des Jesuitenordens, Arturo Sosa, sieht Kritik an Papst Franziskus und Bischofssynoden als Ausdruck eines Kampfs innerhalb der Kirche. "Ich glaube, der Kampf ist, ob man wirklich die vom Zweiten Vatikanischen Konzil erträumte Kirche will oder nicht", sagte er am Montag vor internationalen Journalisten in Rom. Papst Franziskus sei ein "Kind des Vatikanischen Konzils" und tue alles für dessen Umsetzung.

Mit dem von Papst Johannes XXIII. (1958-1963) einberufenen Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) begann eine Erneuerung in Struktur und Liturgie der katholischen Kirche sowie ihre Öffnung zum Dialog mit anderen Konfessionen und Religionen.


Zum Thema Synode sagte Sosa, solche Bischofsversammlungen seien das genaue Gegenteil eines Schismas. Es gehe bei den Bischofstreffen darum, sich auszutauschen und gemeinsam Lösungen zu finden. Franziskus werbe für Synodalität, gerade auch als Mittel im Kampf gegen Klerikalismus.

Anfang September hatte es innerhalb der katholischen Kirche erneut deutliche Kritik an der von Papst Franziskus einberufenen Amazonien-Synode (6. bis 27. Oktober) gegeben. Sie soll unter anderem über neue Formen von Seelsorge in Gebieten mit wenigen Priestern beraten, die Rechte von Indigenen stärken und den Umweltschutz in Lateinamerika in den Blick nehmen.

Laut Medienberichten äußerten sich die Kardinäle Walter Brandmüller und Raymond Burke per Brief kritisch zum Vorbereitungspapier der Synode, dem so genannten "Instrumentum laboris". Angesichts der aktuellen Debatten sehe er die Gefahr, dass selbst der priesterliche Zölibat in Frage gestellt werden könnte, so der deutsche Kardinal Brandmüller. Alle Kardinäle müssten sich Gedanken darüber machen, wie mit möglicherweise "häretischen" Entscheidungen der Synode umzugehen sei.

"Franziskus wird seiner Berufung folgen"

"Diese Attacken gegen das 'Instrumentum laboris' der Amazonien-Synode sind die gleichen, die es auch gegen das 'Instrumentum laboris' der Jugendsynode und noch mehr bei der Familiensynode gab", sagte Sosa zu solcher und ähnlicher Kritik. Franziskus sei unbeschwert und werde "tun, was seine Berufung ist", zeigte sich der weltweite Jesuitenobere überzeugt.

Mit Blick darauf, dass Papst Franziskus selbst dem größten katholischen Männerorden angehört, sagte Sosa: "Jesuiten stehen immer im Dienst des Papstes, egal, wie er heißt." Er verwies diesbezüglich auch auf das Gelübde der Jesuiten, Gehorsam gegenüber dem Kirchenoberhaupt zu leisten.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 girsberg74 18. September 2019 
 

Kleine Anmerkung

@Rolando „Also ich schau …der Protestantismus ist nicht im Sinne Gottes, er hat eine andere Kirche gegründet...“

Es gibt nur eine Kirche!

Die glasklare Information siehe „Dominus Iesus“.


4
 
 girsberg74 18. September 2019 
 

Hopfen und Malz verloren!

Diese Geschäftsleute bedürfen einer Lektion, die sie verstehen.

Geld! - Und zwar alles weg!


11
 
 chriseeb74 18. September 2019 
 

Gibt es eigentlich noch

aufrechte, katholische Jesuiten???
Denen müssten doch die Haare zu Berge stehen bei diesen ... Aussagen ihres "Generals".
Ganz ehrlich: Entweder Austritt aus dem Orden oder Rebellion gegen diesen "Ordensfürsten"; alles andere geht gar nicht mehr!


10
 
 wedlerg 18. September 2019 
 

Inhaltsleer

Bei all diesen Sosa-Statements ist immer absolute Inhaltsleere inbegriffen.

Den kann man nicht ernst nehmen.


9
 
 Diadochus 18. September 2019 
 

Dialog und Traum

Offensichtlich ist der Traum des II. Vat. Konzils noch nicht zu Ende geträumt, die begonnene Erneuerung noch nicht zu Ende erneuert. Mit der Amazonien-Synode soll wohl der Traum zu Ende geträumt werden. Die Erneuerer haben es plötzlich sichtlich eilig. Das Konzil stehe für eine Erneuerung in Struktur und Liturgie, sowie für eine Öffnung zum Dialog mit anderen Konfessionen und Religionen. Der Dialog wird hochgehalten. Gott wird er zunehmend verweigert. Den Kritikern am Instrumentum laboris ebenso. Das seien "Attacken". Pater General Sosa SJ möchte keinen Dialog. Er möchte den Traum (der Freimaurer?) zu Ende träumen. Er sieht sich kurz vor dem Ziel. Es ist ein Albtraum.


9
 
 Zeitzeuge 18. September 2019 
 

Im Link finden sich zwei manifeste Häresien

des Pater General Sosa SJ!

Da müßte Kardinal Ladaria als Präfekt
der Kongregation für die Glaubenslehre
tätig werden, wenn nicht sogar, wegen
der hohen Stellung des Jesuitengenerals,
der Papst selbst!

Aber, das sind ja selber Jesuiten, somit ist kaum mit einem lehramtlichen
Eingreifen gegen Pater Sosa SJ zu rechnen, gerne lasse ich mich vom Gegenteil überzeugen!

Anmerkung: Jesuitenkardinäle und Bischöfe gab es fast von Anfang an.

Für einen großen (den größten?) Teil
der heutigen Jesuiten gilt:

Gesellschaft Jesu . oh Jesus, was für
eine Gesellschaft!

Ich freu mich über jede Ausnahme, wie
z.B. Pater Lothar Groppe SJ, dem Sohn
des "schwarzen Generals" Theodor Groppe!

de.catholicnewsagency.com/story/generaloberer-der-jesuiten-papst-ist-nicht-oberhaupt-der-universalen-kirche-3766


8
 
 Rolando 18. September 2019 
 

Also ich schau immer was die Muttergottes sagt,

z. B. in Fatima, in Lourdes, in Heroldsbach, in Medjugorije sowie im Blauen Buch von Don Gobbi, da steh ich als Krebszelle gut da.
Das Problem ist die schleichend Vermischung mit säkularen Sichtweisen. Der Protestantismus lebt diese Sichtweisen, heißt sie gut, normalisiert sie. Die Leute denken es ist im Sinne Gottes, doch der Protestantismus ist nicht im Sinne Gottes, er hat eine andere Kirche gegründet. Da es Reformation heißt statt Revolution, denken viele es ist was Gutes, das Gegenteil ist der Fall. Bei Don Gobbi warnte die Muttergottes vor der Annahme der protestantischen Lehre.


12
 
 Marloe1999 18. September 2019 

Konzilskirche

Ich selbst stehe diesem Begriff eigentlich eher kritisch gegenüber. Für mich ist er ziemlich pauschalisierend, und die Angriffe seitens der FSSPX auf den hl. Johannes Paul II. und Benedikt XVI. kann ich nicht gutheißen. Natürlich sehe ich auch vieles kritisch am Konzil, aber nicht alles ist gleich grobschlächtig Modernistisch. Das ist meine persönliche Meinung. Gleichwohl ist das, was Sosa hier herbeiträumt, durchaus als „Konzilskirche“ zu betrachten. Wenn man das II. Vatikanum als einzigen Leitstern sieht, und die fast 2000 Jahre Tradition vorher wegwirft, bleiben die absurden Ideen der Linkskatholiken übrig. Ja, es gibt einen Kampf in der Kirche- zwischen Gut und Böse! Sosa, der die Existenz des Teufels leugnet, spielt diesem damit in die Hände, und macht sich zum Werkzeug des Bösen. Diese Konzilskirche, die Sosa und seinesgleichen sich erträumen ist nicht die Kirche Christi!


9
 
 mphc 18. September 2019 

Wie gehorsam waren

dieselben Jesuiten gegenüber Paul VI.,
Johannes Paul II. und Benedikt XVI.??


10
 
 Stefan Fleischer 18. September 2019 

Wenn es so weiter geht

wird die Frage, "wie mit möglicherweise häretischen Entscheidungen der Synode umzugehen sei" (wobei ich die Anführungszeichen bei häretisch bewusst weglasse) bald einmal ganz konkret und dringend werden. Dann wird es darum gehen, "ob man wirklich die vom Zweiten Vatikanischen Konzil erträumte Kirche will oder nicht", oder genauer, ob man dem Traum vieler "engagierter" Katholiken nachrennen oder bei der Wahrheit der überlieferten Lehre bleiben will. Traum oder Glaube, das wird die entscheidende, wahrscheinlich sogar scheidende Frage sein.


15
 
 Chris2 18. September 2019 
 

Darf ein Jesuit überhaupt Papst werden?

Irgendwo las ich, dass in der (ersten / einer früheren) Regel der Jesuiten steht / stand, dass ein Jesuit niemals Papst werden dürfe. Wikipedia schreibt sogar. "Jesuiten verpflichten sich nach der Weisung ihres Ordensgründers am Tag ihrer Letzten Gelübde auch, kein Bischofsamt anzustreben". Ich glaube, es wurde ausdrücklich auf das Gehorsamsgelübde gegenüber dem Jesuitengeneral verwiesen, das zu Loyalitätskonflikten führen könne. Wie man sieht, wäre eine solche Sorge nicht unberechtigt gewesen, denn dieser "General" richtet die "Speerspitze des Papstes" gegen die eigene Kirche und damit letztlich gegen Gott selbst...


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 Chris2 18. September 2019 
 

Entlarvende Formulierungen

"die vom Zweiten Vatikanischen Konzil erträumte Kirche" vs. Die 2000-(1950-) jährige Kirche Christi (er meint offenbar ohnehin nur den "Geist des Konzils" (vs. Heiliger Geist))

"tue alles für dessen Umsetzung" vd. tue alles für das Wiederaufblühen der Kirche Christi und 1950 Jahren auf Knien erbeteter Glaubenserkenntnis seiner Kirche

"Kampf gegen Klerikalismus" vs. Sorge um Priesterberufungen

werde "tun, was seine Berufung ist". (Offenbar) vs Petrusdienst - aber was bitteschön sollte sonst "seine Berufung" sein

"Jesuiten stehen immer im Dienst des Papstes, egal, wie er heißt." (Und offenbar ganz egal, welche zeitgeisttagesaktuelle Lehre er verkündet. Hauptsache links. Ach, und wie war das nochmal mit dem "stets Gehorsam" gegenüber Benedikt XVI. gewesen) vs. zum Papst, zu den Lehren der Kirche und den Lehren Christi stehen (in umgekehrter Reihenfolge!)

Dieser "General" will offenbar eine andere, eine "neue" Kirche und steht damit offensichtlich kurz vor dem Glaubensabfall.


17
 

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