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Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘

16. Februar 2026 in Deutschland, 19 Lesermeinungen
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Gegner des ökumenischen Gottesdienstes in einer Kirche in Herne sehen darin eine ‚okkulte und magische Veranstaltung‘. Das Erzbistum Paderborn verteidigt das Projekt.


Paderborn/Herne (kath.net/jg)
In der Herz-Jesu Kirche in Herne (Bistum Paderborn) ist für 28. Februar ein ökumenischer „Harry Potter Gottesdienst“ angekündigt. Der katholische Verein Christkönig fordert die Absage der Veranstaltung und hat eine E-Mail-Petition in diesem Anliegen initiiert. Das Erzbistum Paderborn unterstützt den geplanten Gottesdienst. Die biblische Botschaft müsse heutzutage so verkündet werden, „dass sie Menschen in ihrer heutigen Lebenswirklichkeit erreicht“, berichtet CNA-Deutsch.

Der „Harry Potter Gottesdienst“ richtet sich an „Fans und Hogwarts-Neulinge“, die sich „in der Muggelwelt ‚junge oder große Erwachsene‘ nennen“. Es soll „ein magischer Abend zwischen Kerzen, Licht und Finsternis“ werden, „der uns zeigt, wie Hoffnung Gestalt annimmt“, ist in der Einladung zu lesen. Die Teilnehmer sind dazu eingeladen, sich zu verkleiden. 


Laut Angaben des Vereins Christkönig gibt es bereits mehrere hundert Protest-E-Mails an das Erzbistum Paderborn gegen die Veranstaltung. „Unsere Motivation ist klar: Wir dulden es nicht, dass Gotteshäuser für zeitgeistliche, in diesem Fall konkret okkulte und magische Veranstaltungen entweiht werden“, begründet Kevin Mis vom Verein Christkönig das Engagement. 

Das Erzbistum Paderborn verteidigt hingegen den geplanten Gottesdienst. Das Wissen um den christlichen Glauben werde zunehmend geringer und könne nicht mehr als selbstverständlich vorausgesetzt werden, gab das Erzbistum in einer Stellungnahme gegenüber CNA-Deutsch bekannt. „Vertraute Bilder und Geschichten aus der Gegenwartskultur können dabei helfen, erste Zugänge zum christlichen Glauben zu eröffnen und Brücken zur Heiligen Schrift zu schlagen“, erklärte das Erzbistum. 

Literarische Erzählungen wie Harry Potter seien aber keine Glaubensquelle und stünden „in keiner Weise auf einer Ebene mit der Heiligen Schrift“, stellte das Erzbistum klar. „Maßstab, Mitte und Ziel des geplanten Wortgottesdienstes sind und bleiben das Wort Gottes und die christliche Botschaft“, hieß es in der Erklärung.

Die Bezüge zu Harry Potter seien nicht mehr als „didaktische Anknüpfungspunkte, um biblische Inhalte zu erschließen und verständlich zu machen.“ Sie „relativieren oder verwässern die Auslegung des Evangeliums nicht“. Vielmehr würden sie „eine verantwortungsvolle, zeitgemäße und zugleich theologisch fundierte Verkündigung“ unterstützen. Der sakrale Charakter des Gottesdienstes und „die Würde des Kirchenraumes“ blieben dabei gewahrt, betonte das Erzbistum.

Vergleichbare Gottesdienstformate seien in anderen Bistümern bereits erprobt worden und positiv aufgenommen worden. Die Sorgen, die „einzelne Gläubige“ geäußert hätten, nehme man ernst und würde sie in die weitere Planung des Gottesdienstes einbeziehen, hieß es in der Erklärung. 

 


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Lesermeinungen

 Samira 17. Februar 2026 
 

@ chriseeb74 Ja wenn eine Event-Messe gefeiert wird, dann ..

Gestern Abend gab es hier wieder die traditionelle Fastnachts-Heilige Messe. Die Zeitung veröffentlicht Fotos und Videos. Unsere Kirche war noch nie so voll wie am Rosenmontag. Viele bunte Kostüme und Karnevalistische Musik live und vom Band. Die Messe dauerte gut 2 Stunden aber niemand beschwerte sich. Die Predigt wurde vom Pfarrer mit Funk Mikrofon durch die Kirche schreitend vorgetragen. An manchen Stellen gab es spontan Applaus und die Live Band spielte den obligatorischen Tusch. Ich habe mir nicht alles angeschaut aber seit Ur-Zeiten habe ich unsere Kirche nicht mehr so überfüllt gesehen. Hinten stand man in 2 er Reihen und in den Gängen der Seitenschiffe hatte man Stühle dazugestellt. Die Presse hat hinterer Interviews durchgeführt. Jung oder Alt, alle waren begeistert. Auch die Dauer von 2 Stunden störte niemand; sonst krachen hier Nach maximal 15 Minuten Predigt schon mal die Handstöcke zu Boden oder das kollektive Husten setzt ein.


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 SalvatoreMio 17. Februar 2026 
 

Dinge wiederholen sich ...

Das Alte Testament ist voller Berichte, wie Könige und Bürger von Gott abfielen, wenn es ihnen besser ging. Ein Umdenken trat nur ein, wenn sie Schlimmes durchmachen mussten. - Unsere Priesterseminare sind leer, viele heilige Messen weisen immer mehr leere Bänke auf. - Unserer Kirche gegenüber aber ist ein brlidbtes Restaurant. Da reserviert man rechtzeitig seinen Platz. - Als der II.
Weltkrieg vorbei war, platzten die Priesterseminare aus allen Nähten. Die jungen Kerle hatten die Schützengräben erlebt! - Muss es immer erst zu Katastrophen kommen, damit der Mensch begreift, wer und was er ist?


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 SalvatoreMio 17. Februar 2026 
 

Gottesdienst?

@Versusdeum! Dieser Begriff hat sich - das musste man von vornherein wissen - als Vernebelung erwiesen. Wieso hat die Kirche diesen sprachlichen Leichtsinn angefangen, und alle machen mit - Priester wie Laien-Hauptamtliche an erster Stelle? - Es ist "Schnee von gestern", stand aber einst im "Kirchenboten" (Osnabrück) dick auf der Titelseite: ein "Nein" zum Begriff "Gottesdienst": wenn wir zur hl. Messe gehen, ist es Gott, der uns dient, und nicht umgekehrt! - Da fällt mir der Kommunismus ein: "Der Zweck heiligt die Mittel". (ich werde wieder darauf hinweisen, sobald möglich!)


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 chriseeb74 17. Februar 2026 
 

Ich habe manchmal den Eindruck....

dass etliche Priester glauben durch eine "moderne" Verkündigung mehr Menschen in die Kirche zu bekommen...also Büttenreden, Harry Potter, Windelhühner und Co. sollte man lieber den Profis überlassen...mehr als verkrampfte Peinlichkeiten bzw. mangelnde Ehrfurcht kommt dabei eh nicht heraus. Liebe Pfarrer und Bischöfe, bleibt bei "euren Leisten" und verkündet das Evangelium, sei es gelegen oder ungelegen...letztendlich wird das mehr Früchte bringen!


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