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| ![]() Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘16. Februar 2026 in Deutschland, 19 Lesermeinungen Gegner des ökumenischen Gottesdienstes in einer Kirche in Herne sehen darin eine ‚okkulte und magische Veranstaltung‘. Das Erzbistum Paderborn verteidigt das Projekt. Paderborn/Herne (kath.net/jg) Der „Harry Potter Gottesdienst“ richtet sich an „Fans und Hogwarts-Neulinge“, die sich „in der Muggelwelt ‚junge oder große Erwachsene‘ nennen“. Es soll „ein magischer Abend zwischen Kerzen, Licht und Finsternis“ werden, „der uns zeigt, wie Hoffnung Gestalt annimmt“, ist in der Einladung zu lesen. Die Teilnehmer sind dazu eingeladen, sich zu verkleiden. Laut Angaben des Vereins Christkönig gibt es bereits mehrere hundert Protest-E-Mails an das Erzbistum Paderborn gegen die Veranstaltung. „Unsere Motivation ist klar: Wir dulden es nicht, dass Gotteshäuser für zeitgeistliche, in diesem Fall konkret okkulte und magische Veranstaltungen entweiht werden“, begründet Kevin Mis vom Verein Christkönig das Engagement. Das Erzbistum Paderborn verteidigt hingegen den geplanten Gottesdienst. Das Wissen um den christlichen Glauben werde zunehmend geringer und könne nicht mehr als selbstverständlich vorausgesetzt werden, gab das Erzbistum in einer Stellungnahme gegenüber CNA-Deutsch bekannt. „Vertraute Bilder und Geschichten aus der Gegenwartskultur können dabei helfen, erste Zugänge zum christlichen Glauben zu eröffnen und Brücken zur Heiligen Schrift zu schlagen“, erklärte das Erzbistum. Literarische Erzählungen wie Harry Potter seien aber keine Glaubensquelle und stünden „in keiner Weise auf einer Ebene mit der Heiligen Schrift“, stellte das Erzbistum klar. „Maßstab, Mitte und Ziel des geplanten Wortgottesdienstes sind und bleiben das Wort Gottes und die christliche Botschaft“, hieß es in der Erklärung. Die Bezüge zu Harry Potter seien nicht mehr als „didaktische Anknüpfungspunkte, um biblische Inhalte zu erschließen und verständlich zu machen.“ Sie „relativieren oder verwässern die Auslegung des Evangeliums nicht“. Vielmehr würden sie „eine verantwortungsvolle, zeitgemäße und zugleich theologisch fundierte Verkündigung“ unterstützen. Der sakrale Charakter des Gottesdienstes und „die Würde des Kirchenraumes“ blieben dabei gewahrt, betonte das Erzbistum. Vergleichbare Gottesdienstformate seien in anderen Bistümern bereits erprobt worden und positiv aufgenommen worden. Die Sorgen, die „einzelne Gläubige“ geäußert hätten, nehme man ernst und würde sie in die weitere Planung des Gottesdienstes einbeziehen, hieß es in der Erklärung.
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