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Liturgien und Zeremonien am Päpstlichen Hof

7. September 2010 in Buchtipp, 10 Lesermeinungen
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Der Historiker, Theologe und Vatikanspezialist Ulrich Nersinger hat den ersten Band seines Werkes über "Liturgien und Zeremonien am Päpstlichen Hof" vorgelegt. Ein Ausflug in die Geschichte zum Aufbau der Gegenwart. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net)
Seit Juli 2010 hat der Historiker, Theologe und Vatikanspezialist Ulrich Nersinger mit dem ersten Band des monumentalen Werkes „Liturgien und Zeremonien am Päpstlichen Hof“ (539 Seiten mit 267 Abbildungen, Bonn 2010 – Verlag nova&vetera) das Ergebnis einer vieljährigen Forschungsarbeit vorgelegt. Eingehende Recherchen in staatlichen und privaten Bibliotheken sowie in verschiedenen Archiven des Vatikans, Italiens und anderer Länder verbunden mit einer tiefen Kenntnis des Geschehens im Vatikan ermöglichten ein Buch, das in seiner Art als einzigartig betrachtet werden kann. Nersinger setzte sich das Ziel der Vollständigkeit der aufgearbeiteten Quellen und ermöglicht einen Einblick in eine Welt, der wissenschaftlichen Ansprüchen genügt und sich gleichzeitig unterschiedslos an alle historisch interessierten gesellschaftlichen Gruppen wendet. Der Anmerkungsapparat sowie die umfangreiche mehrsprachige Bibliographie, in die auch die neun digitalen Medien Eingang gefunden haben, dienen zur Dokumentation der behandelten Themen und präsentieren sich als Ergebnis einer an andere Wissenschaftler gerichteten Anstrengung. Dadurch wird es ermöglicht, Sonderthemen einer weiteren wissenschaftlichen Vertiefung zuzuführen.

Bibliographien – sind sie denn gut gestaltet –erzählen bereits für sich genommen Geschichte. In diesem Fall handelt es sich um die Geschichte der Wichtigkeit eines Themas, das einen wesentlichen Aspekt der Kirchengeschichte nicht nur in rein historischer Weise, sondern auch unter (liturgie-)theologischen Aspekten erhellt. Von besonderem Interesse ist die bei der Lektüre immer größere Sichtbarkeit der Kultur stiftenden Funktion des Christentums, des päpstlichen Roms und der Römischen Kurie in einem universalen Sinn.

Auch ein Nebenaspekt verdient Erwähnung. Dabei handelt es sich um die buchtechnische Qualität des Werkes. Der kleine, auf „Weniges“ mit „großer Qualität“ spezialisierte katholische Verlag „nova&vetera“, der sich in der letzten Zeit auch durch die künstlerisch und technisch perfekte Produktion von liturgischen Büchern hervorgetan hat (vgl. „Breviarium Romanum“; „Lectionarium“ und bald „Rituale“ für die außerordentliche Form des Römischen Ritus“), hat keine Mühe gescheut, das Buch schön und wertvoll zu gestalten. Ausdruck der technischen und dokumentarischen Sorgfalt ist das umfangreiche Bildmaterial, das erworben wurde oder aus verschiedenen Bildarchiven stammt (Archiv Nersinger, Archiv nova&vetera; Banda Musicale della Città del vaticano; Päpstliche Schweizergarde; Päpstliche Sakristei-St. Peter; L’Osservatore Romano und andere).

Die Geschichte des kleinen Staates mitten im Herzen der Ewigen Stadt fasziniert von jeher im Positiven wie im Negativen die Gemüter der Welt. Der Papst – er ist nicht nur eine Person, ein Monarch oder ein geistliches Oberhaupt; ebenso wenig ist der Papst allein eine Institution innerhalb des komplexen Geflechtes der Kirche. Der Papst ist „mehr“. Er ist Stellvertreter Christi auf Erden und Nachfolger des Apostels Petrus, der an eben jenem Ort das Martyrium am Kreuz erlitten hat, an der sich heute machtvoll die Päpstliche Basilika St. Peter erhebt. Es wäre völlig falsch, den Vatikan als „Machtzentrum“ einer globalen, „katholische Kirche“ genannten Organisation zu sehen. Der Vatikan ist der Ort des höchsten Dienstes an der universalen Kirche, der dem Papst im Moment seiner Wahl und heute symbolisch bei seiner Amtseinführung mit dem Pallium auferlegt wird. Der Papst ist von jeher – trotz und gerade auch wegen der negativen Wechselfälle, die einige unwürdige Menschen betrafen, die auf dem Stuhl Petri im Lauf der Jahrtausende Platz genommen haben – eine mystische Gegebenheit, Ort und Person der besonderen Gegenwart des Heiligen Geistes in der Geschichte der Welt. Als solcher führt er die Christen unter dem Gebot, der oberste Hüter ihrer Einheit zu sein, hin zum Moment der endgültigen Wiederkunft Christi.


Daher ist es kein Wunder, dass „Rom“ Mittelpunkt eines kulturellen und geistlichen Interesses ist, nicht zuletzt auch deshalb, da „Rom“ als Heilige Stadt zusammen mit Athen und Jerusalem das repräsentiert, was die abendländische Kultur in ihrem Universalitätsanspruch darstellt. Ein Anspruch, der gegenüber einem heute gegebenen Globalisierungsdenken ein wichtiges und nützliches Korrektiv bieten kann (und muss). So erstaunt es nicht, dass das „Mystische“ um die Gestalt des Papstes besonderes Interesse erregt – sei dies nun während einer eher volksfestlich verlaufenden Generalaudienz von heute oder bei der Betrachtung der Geschichte dieses Prozesses einer fleischlichen Sichtbarkeit und Ausprägung eines Mysteriums.

Den „Päpstlichen Hof“ gibt es seit der radikalen Reform durch Papst Paul VI. mit dem Motu proprio „Pontificalis domus“ (1968) nicht mehr. Er wurde vom „Päpstlichen Haus“ ersetzt. Ämter wurden umbenannt, zusammengelegt oder einfach abgeschafft. Dem Einfluss des römischen Adels wurde ein Ende gesetzt, kein Amt ist mehr erblich. Alle Strukturen wurden einer strengen Rationalisierung unterzogen. Nicht wenige sind der Überzeugung, dass damit auch ein großes Kulturgut zu seinem Ende gebracht wurde, was sich in gewisser Weise mit der Liturgiereform Pauls VI. von 1969 fortsetzte.

Das erste und umfangreichste von insgesamt neun Kapiteln widmet der Autor dem Päpstlichen Hof, seiner Zusammensetzung und Geschichte. Er zeigt die „Päpstliche Kapelle“, das heißt jene Funktionen, bei denen der Papst selbst zelebriert oder assistiert, und die Päpstliche Familie, das heißt den engsten Umkreis des Papstes. Dazu erklärt Nersinger die Stellung des Päpstlichen Adels, der Päpstlichen Ritterorden und der Päpstlichen Auszeichnungen für Gotteshäuser. Auch die Päpstlichen Hoflieferanten finden Erwähnung. Das zweite Kapitel erläutert die Papstwahl, das dritte den Ritus der Krönung des Papstes, der heute als feierliche Amtseinführung in den Petrusdienst gefeiert wird. Das vierte und fünfte Kapitel sind dem Pallium als Zeichen der „pontificalis officii plenitudo“ sowie der Päpstlichen Ferula und dem Kreuzstab des Papstes gewidmet. Der Autor versäumt es nicht, kritisch auf die jüngsten Neuerungen unter dem Pontifikat Benedikts XVI. einzugehen und sich mit dem Übergang vom Kreuzstab Papst Pauls VI. zum nunmehr zweiten Stab Benedikts XVI. auseinanderzusetzen, der unter dem antiken Namen „ferula“ klassifiziert wird. Nach Ansicht des Autors handelt es sich dabei um eine der Geschichte widersprechende Bezeichnung, was Anlass zu Überlegungen hinsichtlich eines Aspektes der „Hermeneutik der Kontinuität“ ist.

Das sechste und siebte Kapitel führen in das Päpstliche Rom hinein, das heißt in das Rom, in dem der Papst zu verschiedenen Anlässen in seiner Stadt gegenwärtig war und ist. Der „Possess des Lateran“, das heißt die Besitzergreifung der Bischofskirche von Rom durch den neugewählten Papst, „mater omnium ecclesiarum Urbis et Orbis“, sowie die Liturgie bildende Tradition der römischen Stationsgottesdienste stehen hierbei im Mittelpunkt des Interesses. Der feierlichen Papstmesse ist das achte Kapitel gewidmet. Nach dessen Lektüre wird es deutlich, dass eine vom Papst in der außerordentlichen Form des Römischen Ritus gefeierte Messe in St. Peter heute de facto wohl unmöglich ist: Sowohl die zeremoniellen Kenntnisse als auch die hierzu nötigen Geräte, Umstände und Institutionen sind unwiederbringlich verloren gegangen.

Das Buch findet seinen Abschluss mit dem Ursprung und der Geschichte der Fronleichnamsprozessionen der Päpste. Ein ausführlicher Anhang gestattet einen Blick auf die personelle Zusammensetzung der verschiedenen päpstlichen Institutionen.

Der zweite Band (geplantes Erscheinungsdatum: Anfang 2011) wird folgende Kapitel enthalten: Riten und Zeremonien rund um das Kardinalat (Konsistorien, Kreierung der Kardinäle, Kleidung, Residenz und „Familie“ der Purpurträger, Besitzergreifung einer Titelkirche oder Diakonie, Entsendung von Kardinälen als Legaten), Selig- und Heiligsprechungen, die Feier der Heiligen Jahre, Weihe und Übergabe päpstlicher Ehrengeschenke (Agnus Dei, Die Goldene Rose, Schwert und Hut, Petrusschlüssel und Banner sowie die „fasce benedette“), die „Chinea“ (eine Tributverpflichtung gegenüber dem Papst), die Audienzen des Papstes sowie Tod und Beisetzung des Papstes.

Begibt man sich in die Welt, die Nersinger langsam, aber eindringlich und gut in ihrer Geschichte dokumentiert erstehen lässt, so scheint man in einen Sog zu geraten, der das Einzelne, das zunächst oft fremd erscheint, noch genauer kennenlernen lassen will. Ebenso kommt man nicht umhin, der Tatsache gewahr zu werden, wie viel sowohl an Beiwerk als auch an Wesentlichem in den letzten 40 Jahren verlorengegangen ist. Es ist zu erkennen: Jeder Versuch, „Hermeneutik der Kontinuität“ so zu verstehen, als genüge es, „Gewesenes“ wieder in ein Sinnbild einzufügen, um es gleichsam in einem fast hegelianischen Sinn in die Gegenwart aufzuheben, ist zum Scheitern verurteilt, und dies unter zwei Gesichtspunkten: Zum einen gibt es einfach vieles oder das Meiste nicht mehr, angefangen bei „Ämtern“ bis hin zur Gestaltung des Kirchenjahres als geistlich-liturgisches Gesamtkunstwerk, in dem es nichts Zufälliges gab, in dem selbst die Zeit nicht dieselbe war, wie dies im neuen liturgischen Jahreskreis der Fall ist.

Zum anderen ist eine teilweise pseudohistorische Bezugnahme auf etwas Gewesenes beim Gebrauch von etwas an sich Neuem unzureichend. Gerade Experten in diesem Bereich werden dies sofort bemerken, wodurch dann jede Art einer derart gestalteten Argumentation nicht ernst genommen wird und diese letztlich der Grundintention abträglich ist. Die gelehrte Geschichte, die Nersinger in einer auch fesselnden Sprache erzählt, kann somit als wichtiger Beitrag zu den Grundfesten einer echten „Hermeneutik der Kontinuität“ gesehen werden.


Ulrich Nersinger
Liturgien und Zeremonien am Päpstlichen Hof, Band 1
Verlag nova&vetera
Gebundene Ausgabe: 539 Seiten mit 267 Abbildungen;
EUR 49,-

Alle Bücher und Medien können direkt bei KATH.NET in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Christlicher Medienversand Christoph Hurnaus (Auslieferung Österreich und Deutschland) und dem RAPHAEL Buchversand (Auslieferung Schweiz) bestellt werden. Es werden die anteiligen Portokosten dazugerechnet. Die Bestellungen werden in den jeweiligen Ländern (A, D, CH) aufgegeben, dadurch nur Inlandportokosten.

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Lesermeinungen

 Vivii 9. September 2010 
 

@SCHLEGL

\"Der Papst nennt sich seit Gregor dem Großen (gestorben 604) \"Servus servorum Dei-Diener der Diener Christi\", das soll auch in der Liturgie zum Ausdruck kommen, und keinerlei weltliche und politische Ansprüche!\" Das wäre wünschenswert und evangeliumsgemäß...
Jedoch wurde der Titel m.E. pervertiert in dem Sinne: Diener der Diener Gottes, d.h. Bischof der Bischöfe; er ist ein Ausdruck des historisch wachsenden Zentralismus und Papalismus der RK Kirche.

Papst Paul VI. hat mutige Reformen durchgeführt, er hat z.B. noch während des Konzils die Tiara abgelegt, die den Papst über Kaiser und Könige im weltlichen Sinn stellte.
Nun, vom Ästhetischen her hänge ich auch manchmal noch am alten \"Popanz\" und verurteile Bilderstürmerei, dennoch sage ich: Paul VI. war ein großer und menschlich weitgehend überzeugender Papst.


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 SCHLEGL 7. September 2010 
 

Bitte bleiben wir am Boden!

In Zeiten, in denen es, wie zur Zeit des heiligen Athanasius um die fundamentalen Wahrheiten des Glaubens geht (Hl. Dreifaltigkeit, die Gottheit Christi, die wirkliche Gegenwart Christi in der heiligen Eucharistie, die apostolische Sukzession.......) haben diese Dinge wohl sekundäre Bedeutung! Der Papst nennt sich seit Gregor dem Großen (gestorben 604) \"Servus servorum Dei-Diener der Diener Christi\", das soll auch in der Liturgie zum Ausdruck kommen, und keinerlei weltliche und politische Ansprüche!Msgr Franz Schlegl.


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  7. September 2010 
 

@ Dismas

Sicher ist der Vatikanstaat für die Unabhängigkeit des Papstes von Bedeutung. Diese Unabhängigkeit muss aber nicht bedeuten, dass der Papst sich wesentlich als weltlicher Herrscher über einen veritablen Staat begreift, da der derzeitige Vatikanstaat ja in der Tat vor allem die Kirchen und Verwaltungsgebäude des Papstes/der Kurie umfassen. Das ist - wenn auch formal gesehen einem wirklichen Staat in vielem gleichgestellt - doch etwas ganz anderes als der alte Kirchenstaat, der sich von Küste zu Küste erstreckte und auch eine wirkliche Bevölkerung hatte. Insofern sind die staatlichen Insignien des Papstes als Oberhaupt des Kirchenstaates in der päpstlichen Liturgie wirklich deplatziert. Und als Legitimation für andere weltliche Herrscher (durch Krönung, Bestätigung o.ä.) gehört nun auch eindeutig der Vergangenheit an. Deshalb war die Abschaffung der entsprechenden Insignien und Stände nicht willkürlich, sondern nur die folgerichtige Umsetzung der Lateran-Verträge von 1929, da diese Zeichen in der Realität gar keine Entsprechung mehr hatten. Dass Papst Benedikt die Tiara aus dem päpstlichen Wappen-Rahmen entfernte zeigt auch, dass er nicht einfach an allen alten Traditionen hängt, sondern nur die erhalten will, die auch wirklich Bedeutung haben.

Zum Glück ist die katholische Kirche um ihrer Eindeutigkeit willen von diesem weltichen Balast befreit!


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 Dismas 7. September 2010 

@Rosaire

ich sehe da nicht so. Ich halte die heutige Existenz des Kirchenstaates für sehr wichtig für die Unabhängigkeit des Hl.Vaters in der Welt. Im übrigen wäre ich für die Erneuerung der päpstlichen Tiara auch im pontifikalen Gebrauch. Der Hl.Vater kann unum inter pares sein.


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 Dismas 7. September 2010 

@Alfredo Card. Ottaviani

danke für den Hinweis. Ich konnte mir eben nicht vorstellen, dass da nichts möglich wäre!


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  7. September 2010 
 

Papst als weltlicher Herrscher

Sowohl der päpstliche Hof als auch die alte Papstmesse haben deutliche Bezüge zum Papsttum als weltliche Herrschaft des Kirchenstaates und als Legitimierungsinstanz anderer weltlicher Herrscher. Deshalb ist es nur sinnvoll, diese alte Bedeutung nicht mehr wiederzubeleben, da sie einfach vorbei ist.


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  7. September 2010 
 

@ Dismas

Die Kenntnisse sind sicherlich noch bei Spezialisten vorhanden, die Gewänder und Gerätschaften sind selbstverständlich alle noch da. Was fehlt sind die einzelnen Gruppen des Päpstl. Hofes, die immer besondere Aufgaben in der Liturgie übernommen haben.

Da kann man aber leichte Anpassungen vornehmen. Ich würde vorschlagen:

- Ein Kardinal pontifiziert, der Heilige Vater macht feierliche Pontifikalassistenz. Das ginge ohne Probleme. Der Päpstliche Zeremonienmeister Marini kann sich eine fähige Truppe zusammensuchen, die alles mit ihm plant und vorbereitet.

Wenn man nur will, wird es gehen.


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 Dismas 7. September 2010 

@papist,

danke für Deine Meinung, ich möchte mir das Buch auch demnächst besorgen!


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 papist 7. September 2010 

Das Buch...

ist einfach der Hammer, ich habs gleich durchgelesen und es ist schade, das so vieles weggefegt wurde!!! Aber Papa Benedikt wird mit dem heiligen Geist im Rücken, dies beleben was notwendig ist!


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 Dismas 7. September 2010 

Danke für den Hinweis

ein mich sehr interessierendes Buch.
Im obigen Artikel steht, ich zitiere: \"...dass eine vom Papst in der außerordentlichen Form des Römischen Ritus gefeierte Messe in St. Peter heute de facto wohl unmöglich ist: Sowohl die zeremoniellen Kenntnisse als auch die hierzu nötigen Geräte, Umstände und Institutionen sind unwiederbringlich verloren gegangen. \"
Ich kann mir DAS nicht vorstellen, da hätte man an diesem bedeutenden Ort aber gründlich \"abgeräumt\". Das wäre sehr schlimm. Ebenso die mangelnden Kenntnisse. Aber ich denke, jeder ist lernfähig und Gerätschften lassen sich neu beschaffen. Das dürfte nun wirklich kein Problem sein.


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