Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-15

meist-diskutiert

  1. "Wenn Impfung wichtiger als Jesus wird"
  2. "Eine klare, kirchenpolitische Kriegserklärung an die traditionelle Hl. Messe"
  3. „Papst sollte nunmehr schleunigst auch klare Leitlinien für die Feiern des Novus Ordo herausgeben“
  4. ‚Einheit kann nicht erzwungen, sondern nur gefördert werden’
  5. Traditionis Custodes - Erschütternd, wie man mit uns treuen Gläubigen umspringt!
  6. Trauer um "Stimme des Papstes" P. Bernd Hagenkord
  7. Papst Franziskus’ ‚gnadenloser Krieg gegen den Alten Ritus’
  8. Hat der Sexualkundeunterricht junge Schüler in Wien schwer verstört?
  9. Treue zum Konzil - oder Treue zum "Bruch"?
  10. "Sie schneiden uns einfache Gläubigen von unseren Zufluchtsorten ab ..."
  11. Kardinal Wilton Gregory untersagt dem ehemaligen Nuntius in der Schweiz die 'Alte Messe'
  12. "Für einen Großteil kirchenamtlicher Texte in Deutschland trifft in der Tat das Wort Amtskirche zu!"
  13. ‚Papst Franziskus verliert seinen Kulturkampf’
  14. Bitte unterstützen Sie kath.net via AmazonSmile-Programm
  15. Franziskus hat die Lehre zu diesem Thema nicht geändert

Forscher: Angepasstes Christentum ist Wegbereiter des Antichristen

21. Juni 2008 in Chronik, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Sprachwissenschaftler: Der Gegenspieler Jesu erklärt den politisch Korrekten zum Vorbild


München (kath.net/idea)
Ein an den Zeitgeist angepasstes Christentum bereitet dem endzeitlichen Gegenspieler Jesu, dem Antichristen, den Weg. Davon ist der Kommunikationsforscher Prof. Norbert Bolz überzeugt. Er lehrt an der Berliner Technischen Universität im Fachbereich Medienwissenschaft und bezeichnet sich als „religiös unmusikalisch“.

In seinem kürzlich erschienenen Buch „Das Wissen der Religion“ (Wilhelm Fink Verlag, München), schreibt er, der Antichrist sei an seiner Rhetorik von Sicherheit und Friede erkennbar und werde den guten, politisch korrekten Menschen zum Vorbild erklären. Bolz nennt drei Beispiele: Das Reden von „sozialer Gerechtigkeit“ sei nichts anderes als die Maske des Neids, „Teamfähigkeit“ die Maske des Hasses auf die Erfolgreichen und der „Dialog der Kulturen“ die Maske der geistigen Kapitulation vor fremden Kulturen. In seinem Buch analysiert Bolz in 15 Beiträgen drei Ersatzreligionen, die den traditionell „gnädigen Gott“ ersetzen.


Die heile Natur, das wahre Selbst und die gerechte Gesellschaft seien an die Stelle von Gnade, Kreuz und Erlösung getreten. In der „grünen Religion“ werde Gottvater durch Mutter Erde ersetzt. Das Streben nach Selbstverwirklichung werde zum Kult um das moderne Ich. In der Sozialreligion übernehme der Staat eine göttliche Rolle. Dies sei die folgenschwerste Ersatzreligion. Die Erfahrung der letzten Jahrzehnte zeige, dass Deutschland immer tiefer in einen „Staatsgötzendienst“ hineingeraten sei. Bolz wirft christlichen Theologen vor, die soziale Frage zum Maß aller Dinge zu erklären.

Die Kirchen orientierten sich nur noch daran, was Pastoren für gesellschaftlich zweckmäßig hielten. Die Liebeserklärung an die Menschheit führe dazu, dass Gott verdrängt werde.

„Ich habe keine Angst, unmodern zu sein“

Ein Leben ohne Gott führe aber in eine gnadenlose Knechtschaft des Zeitgeistes und damit unter das Diktat dessen, was als politisch korrekt gelte, so Bolz.

Demgegenüber sei das christliche Angebot das „freiheitlichste, souveränste, intellektuell befriedigendste“. Denn die Unterwerfung unter das Christentum ermögliche es, allem anderen gegenüber souverän zu sein. Dazu sei Glaube nötig. Man könne aber nicht einfach beschließen, ab sofort zu glauben: „Ich begreife nicht das Christentum, sondern der Glaube ergreift mich.“ Wer keinen Zugang zu diesem persönlichen Glauben finde, könne immerhin den „einzigartigen Wert“ der europäischen Kultur begreifen lernen, die von Griechentum und Christentum geprägt sei. Wer diesen Traditionszusammenhang verlasse, begehe „geistigen Selbstmord“, so Bolz, der ursprünglich aus dem linken politischen Lager kommt und nun über sich sagt: „Ich habe keine Angst davor, unmodern zu sein“.

Buchtipp:

Das Wissen der Religion
Betrachtungen eines religiös Unmusikalischen
Wilhelm Fink Verlag,
Kartoniert, 163 Seiten,
13,30 EUR


Alle Bücher und CDS können direkt bei KATH.NET in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung CHRIST-MEDIA (Auslieferung Österreich und Deutschland) und der RAPHAEL Buchversand (Auslieferung Schweiz) bestellt werden. Es werden die anteiligen Portokosten dazugerechnet. Die Bestellungen werden in den jeweiligen Ländern (A, D, CH) aufgegeben, dadurch nur Inlandportokosten.

Für Bestellungen aus Österreich und Deutschland: [email protected]

Für Bestellungen aus der Schweiz: [email protected]<


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Glaube

  1. Unschuldig angeklagt und verurteilt - Leseprobe 4
  2. Unschuldig angeklagt und verurteilt - Leseprobe 3
  3. Unschuldig angeklagt und verurteilt - Leseprobe 2
  4. Unschuldig angeklagt und verurteilt - Aus dem Vorwort von George Weigel
  5. Unerschütterlich im Glauben - Leseprobe 5
  6. Unerschütterlich im Glauben - Leseprobe 4
  7. Unerschütterlich im Glauben - Leseprobe 1
  8. Ein Weg unter den Augen Mariens
  9. Angebote von „Kirche in Not“ zum Josefsjahr
  10. Scott Hahn: ‚Mit Kompromissen gewinnen wir nicht’







Top-15

meist-gelesen

  1. Traditionis Custodes - Erschütternd, wie man mit uns treuen Gläubigen umspringt!
  2. Bitte helfen Sie kath.net - Die Stimme der Diaspora-Katholiken im deutschen Sprachraum!
  3. "Wenn Impfung wichtiger als Jesus wird"
  4. ‘Traditionis custodes’ bei Licht betrachtet
  5. "Eine klare, kirchenpolitische Kriegserklärung an die traditionelle Hl. Messe"
  6. "Für einen Großteil kirchenamtlicher Texte in Deutschland trifft in der Tat das Wort Amtskirche zu!"
  7. Trauer um "Stimme des Papstes" P. Bernd Hagenkord
  8. „Papst sollte nunmehr schleunigst auch klare Leitlinien für die Feiern des Novus Ordo herausgeben“
  9. "Der Wolf kommt und sie laufen davon"
  10. Weihbischof Mutsaerts: „In den Pfarreien ist alles möglich, außer der tridentinischen Messe“
  11. "Derzeit weinen viele katholische Familien, Jugendliche und Priester auf allen Kontinenten"
  12. KOMMEN SIE MIT! Romreise zu Ostern 2022 mit Bischof Marian Eleganti
  13. Hat der Sexualkundeunterricht junge Schüler in Wien schwer verstört?
  14. Bitte unterstützen Sie kath.net via AmazonSmile-Programm
  15. Kardinal Wilton Gregory untersagt dem ehemaligen Nuntius in der Schweiz die 'Alte Messe'

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz