Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  2. Kard. Sarah: „Die Abneigung gegen Latein und Gregorianik wird mit der 68er-Generation verschwinden“
  3. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  4. Die Krise des Bischofsamtes
  5. Papst Leo: „Die Welt durchlebt eine besonders unruhige Phase“
  6. Die Hölle, eine verschwiegene Wahrheit
  7. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  8. Caroline Bosbach: „Linkspartei erklärt evangelikale Christen zum Feindbild“
  9. Polnischer Primas in Jasna Góra: „Recht auf Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod“
  10. Ist ein linker Punksänger klüger als Bischof Feige?
  11. Papst äußert sich skeptisch zu fundamentalen Risiken der KI
  12. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  13. US-Diözesen mit ungewöhnlich hoher Zahl an Priesterweihen
  14. R.I.P. Dolly Parton
  15. Erzdiözese Mexiko will angemessenes Begräbnis für abgetriebene und nach der Geburt gestorbene Babys

Bischof Mixa: Forschung mit embryonalen Stammzellen generell verbieten

19. März 2008 in Deutschland, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"Die Kirche ist nicht gegen die Forschung, aber sie muss gegen die Tötung ungeborener Menschen eintreten, deren Lebenschancen im Interesse anderer Ziele beendet werden", sagte der Augsburger Bischof.


Augsburg (www.kath.net / iba) Der Augsburger Bischof Walter Mixa, hat zu Ostern alle Christen und die politisch Verantwortlichen in Deutschland dazu aufgerufen, sich kompromisslos auf die Seite des Lebens und der Menschenwürde zu stellen. Die Auferstehung Jesu Christi sei die unwiderrufliche Parteinahme Gottes für das Leben und für die Würde jedes einzelnen Menschen.

Der Bischof rief angesichts der unmittelbar nach Ostern bevorstehenden Debatte zur Forschung mit embryonalen Stammzellen im Deutschen Bundestag dazu auf, diese Art von Forschung in Deutschland generell zu verbieten und stattdessen die Forschung mit erwachsenen Stammzellen zu verstärken.

Als Minimallösung müsse wenigstens der derzeit geltende Stichtag beibehalten werden, wonach nur mit embryonalen Stammzellen geforscht werden darf, die vor dem Jahr 2002 im Ausland entstanden sind.

„Wir dürfen nicht die Augen davor verschließen, dass embryonale Stammzellen nur gewonnen werden können, wenn dazu ein menschlicher Embryo getötet wird. Die Kirche ist nicht gegen die Forschung, aber die Kirche und jeder Christ muss gegen die Tötung ungeborener Menschen eintreten, deren Lebenschancen im Interesse anderer Ziele beendet werden“, sagte der Bischof.

Wer das Lebensrecht des wehrlosen Embryos gegen ungewisse Heilungschancen aus den Ergebnissen der Stammzellenforschung ausspiele, rede dem Gesetz des Stärkeren das Wort. Gesundheit dürfe nicht gegen das elementare Lebensrecht anderer Menschen ausgespielt werden, warnte Mixa. Das sei für Christen absolut unzulässig.

Als „zynisch“ bezeichnete der Bischof die Argumentation, sogenannte überzählige Embryonen, die bei künstlicher Befruchtung entstünden, seien ohnehin totgeweiht und könnten deshalb auch zu Forschungszwecken verbraucht werden. Diese Argumentation mache deutlich, wie sehr der Schutz des menschlichen Lebens bereits der Beliebigkeit preisgegeben sei.

„Die Beibehaltung der derzeit geltenden Stichtagsregelung, mit der verhindert werden soll, dass ein Anreiz zur Vernichtung weiterer menschlicher Embryonen geschaffen wird, ist das Mindeste, was im aktuellen Gesetzgebungsverfahren erreicht werden muss“, sagte Mixa.

Der christliche Glaube und das christliche Menschenbild gebiete darüber hinaus, dass jede Art von Forschung, bei der die Tötung von Menschenleben bewusst in Kauf genommen wird, überhaupt verboten wird. In gleicher Weise hatte sich auch bereits der Augsburger Weihbischof Anton Losinger geäußert, der dem neuen Deutschen Ethikrat angehört.

Die Deutsche Bischofskonferenz hatte sich zuletzt bei ihrer Vollversammlung in Würzburg ebenfalls strikt gegen eine Verschiebung des geltenden Stichtages für die Forschung an embryonalen Stammzellen ausgesprochen.

Bischof Mixa betonte, gerade Deutschland sei aufgerufen, ethisch unverantwortbarer Forschung eindeutig zu entsagen und weltweit klare Maßstäbe für die Menschenwürde zu setzen. Forschungsministerin Annette Schavan warf Bischof Mixa in diesem Zusammenhang vor, in einer zentralen Frage des Lebensschutzes vor den Interessen der Pharmaindustrie und der Forschung eingeknickt zu sein.

Deutschland als große Wirtschafts- und Wissenschaftsnation sollte den Ehrgeiz haben, führend zu werden auf dem Forschungsgebiet der sogenannten erwachsenen Stammzellen, die aus Leber, Haut oder Knochenmark Erwachsener gewonnen werden können.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Stammzellen

  1. Stammzellenforscher wollen Mensch-Tier-Mischwesen erzeugen
  2. Auch bei lustigen Spendenaktionen auf die Verwendung achten
  3. 10 Jahre deutsches Stammzellgesetz: Kritische Bilanz
  4. Wirrwarr um geplatzte Stammzell-Konferenz im Vatikan
  5. Lebensschützer rufen zum Boykott von Pepsi auf
  6. Patentierbarkeit menschlicher embryonaler Stammzellen abgelehnt
  7. Entscheidung über Patentierbarkeit embryonaler Stammzellen kommt
  8. Embryonale Stammzellenforschung: Grenzen wissenschaftlicher Hoffnung
  9. Interna einer US-Uni: Meinungsfreiheit nur für die Mehrheitsmeinung?
  10. Christliche Initiative blockiert Obamas Stammzellpolitik






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  3. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  4. Britische Regierung verweigert finnischer Abgeordneter Räsänen die Einreise
  5. Erfrischung für Rom: Als ein Papst die Piazza Navona unter Wasser setzte
  6. Polnische Salvatorianer boten Workshop für Ministrantendienst im klassischen Ritus an
  7. Irland: 30 Prozent Rückgang bei katholischen Taufen in zehn Jahren
  8. Ein Wunder der Vorsehung
  9. Die Krise des Bischofsamtes
  10. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  11. US-Regierung leitet 2 Milliarden Dollar an christliche Hilfsorganisationen um
  12. Slowakei und Polen planen gemeinsamen Johannes-Paul-II.-Pilgerweg
  13. „Wenn ich mich nicht täusche, gibt es in der Geschichte keine vergleichbare Institution“
  14. USA: Priester-Boom und Neueröffnung eines Philipp-Neri-Seminars in Kansas
  15. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz