Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  3. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  4. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  5. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  6. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  7. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  8. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  9. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  10. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  11. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  12. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  13. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  14. Fast der gleiche Glaube?
  15. Bemerkenswerte Geste: Wenn Papst Leo nach Frankreich kommt, werden alle Kirchenglocken läuten

10 Jahre deutsches Stammzellgesetz: Kritische Bilanz

27. April 2012 in Deutschland, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ehemalige Ministerin Däubler-Gmelin: Auch in Deutschland schlug Ruder durch Zulassung der Präimplantationsdiagnostik im vergangenen Jahr in falsche Richtung um


München (kath.net/KAP) Die frühere deutsche Justizministerin Herta Däubler-Gmelin hat zehn Jahre nach Verabschiedung des Gesetzes zur Stammzellforschung durch den Bundestag eine negative Bilanz gezogen. Sie sehe sich in ihrem Nein zu jedem Import embryonaler Stammzellen bestätigt, sagte die SPD-Politikerin am Donnerstag der "Süddeutschen Zeitung". Dagegen zog die CDU-Politikerin Maria Böhmer, die den Kompromiss eines Imports unter Auflagen wesentlich mitprägte, eine positive Bilanz.

Däubler-Gmelin betonte, durch die Zulassung der embryonalen Stammzellforschung sei die Forschung mit Stammzellen aus dem Körper bereits geborener Menschen, den sogenannten adulten Stammzellen, ausgebremst worden. Die adulte Stammzellforschung wäre heute sehr viel weiter, wenn nicht Gelder in die embryonale Stammzellforschung geflossen wären.


Nach Einschätzung der SPD-Politikerin hat es zwar in Deutschland nicht den gefürchteten Dammbruch bei der Embryonenforschung gegeben. Er finde aber im Ausland statt, wo "wir heute all das haben, was wir nicht wollen: Eizellspenden, Leihmütter". Auch in Deutschland aber sei das Ruder in die falsche Richtung umgeschlagen, etwa durch die Zulassung der Präimplantationsdiagnostik im vergangenen Jahr.

Böhmer sagte dagegen, das Stammzellgesetz habe dem Lebensschutz gedient. Embryonale Stammzellforschung sei in begrenztem Maß notwendig gewesen, um die adulte Stammzellforschung voranzubringen. Jetzt sei die Forschung so weit fortgeschritten, dass embryonale Stammzellen nicht mehr nötig seien. Die CDU-Politikerin räumte ein, dass damals der Druck der Forschung auf die Politik enorm gewesen sei. "Manche Stammzellforscher gaben Heilsversprechen", sagte sie.

Am 25. April 2002 hatte der Bundestag nach langer, kontroverser Debatte das Stammzellgesetz beschlossen. Es sieht im Grundsatz ein Verbot der Einfuhr und Verwendung menschlicher embryonaler Stammzellen vor, lässt aber in einem eng begrenzten Rahmen den Import von bereits vorher bestehenden Stammzelllinien zu. Damit sollte vermieden werden, dass von Deutschland aus eine Gewinnung von Stammzellen aus menschlichen Embryonen veranlasst wird. Einfuhr und Verwendung dürfen nur zu Forschungszwecken erfolgen, die hochrangig und voraussichtlich nicht auf anderem Wege zu erreichen sind. In diesem Februar hat das zuständige Berliner Robert-Koch-Institut die 70. Importgenehmigung an ein deutsches Forschungsinstitut erteilt.

Zunächst sah das Gesetz vor, dass nur Stammzellen eingeführt und verwendet werden durften, die vor Beginn des Jahres 2002 vorhanden waren. 2008 wurde dieser Stichtag dann auf den 1. Mai 2007 verlegt. Mit Stammzellen verbinden Forscher große Hoffnungen im Kampf gegen Krankheiten wie Diabetes, Parkinson oder Querschnittslähmungen. Denn aus solchen Zellen, die noch nicht auf bestimmte Funktionen festgelegt sind, lassen sich möglicherweise gesundes Gewebe und Organe züchten. Embryonale Stammzellen sind am wandlungsfähigsten. Ihre Verwendung ist aber ethisch stark umstritten, weil für ihre Gewinnung Embryonen zerstört werden.

Copyright 2012 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Dismas 30. April 2012 

Die \"embryonale\"Stammzellenforschung war eine Sackgasse

Auf Kosten des Todes mit Zellen kleinster Menschen Versuche zu befürworten ist es Akt der Unmenschlichkeit. Auch in den KZs wurden verbrecherische Vesuche mit und an Menschen gemacht - Und dann diese SPD Frau Däubler-Gmelin mit ihrem Einwurf! Ja gehts denn noch? Mir graut vor solchen brutalen Poiltikern! So jemand war mal Justizministerin- armes, armes Deutschland.
Die Forschung mit adulten Zellen diese sollte gefördert werden und ist zukunftsträchtig. -Aus der Tötung von Menschen KANN KEIN Segen erwachsen!


0
 
 Wild Yam 29. April 2012 
 

Hinweise

Die Problematik und die komplizierten wissenschaftlichen Zusammenhänge der Stammzellenforschung werden in folgenden Büchern umfassend und aktuell, übersichtlich, einfach und verständlich dargestellt:
“Verheissungen der Neuesten Biotechnologien, Christiana-Verlag, 2010;
Promisses of New Biotechnologies, Scivias 2011;
Verheißungen der neuesten Biotechnologien [Kindle Edition], 2012


0
 
  28. April 2012 
 

was ist denn außer getöten embryonen aus

dieser forschung bisher herausgekommen? NICHTS


1
 
 Faustyna-Maria 28. April 2012 
 

Das ist doch ein Witz!

Wir forschen selber nicht an Embryonen rum, aber wenn andere schon aus getöteten Kindern Stammzelllinien erzeugt haben, können wir die ruhig nutzen?

Wo, liebe Frau Böhmer, nutzt denn die Forschung an Embryonen dem Lebensschutz? Was war mit dem Leben der Embryonen? Waren die denn nicht schützenswert?


1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Stammzellen

  1. Stammzellenforscher wollen Mensch-Tier-Mischwesen erzeugen
  2. Auch bei lustigen Spendenaktionen auf die Verwendung achten
  3. Wirrwarr um geplatzte Stammzell-Konferenz im Vatikan
  4. Lebensschützer rufen zum Boykott von Pepsi auf
  5. Patentierbarkeit menschlicher embryonaler Stammzellen abgelehnt
  6. Entscheidung über Patentierbarkeit embryonaler Stammzellen kommt
  7. Embryonale Stammzellenforschung: Grenzen wissenschaftlicher Hoffnung
  8. Interna einer US-Uni: Meinungsfreiheit nur für die Mehrheitsmeinung?
  9. Christliche Initiative blockiert Obamas Stammzellpolitik
  10. Vatikan forscht mit US-Unternehmen an adulten Stammzellen







Top-15

meist-gelesen

  1. ‚Trinkt auch ihr aus dieser Quelle!’ Der Durst, den nur Christus stillt
  2. Programm für Lateinamerika-Reise des Papstes veröffentlicht
  3. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  4. Präsident Trump nominiert Tochter von Franklin Graham zur Sonderbotschafterin für Religionsfreiheit
  5. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  6. Fast der gleiche Glaube?
  7. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  8. Slowakei: Papst Leo XIV. grüßt die Teilnehmer des Nationalen Marsches für das Leben in Bratislava
  9. Kardinal Koch zu Israel und Gaza: Ehrlich miteinander sprechen
  10. Wenn die Liebe das Gesetz des Kalküls durchbricht…
  11. Stanislaus-Kostka-Wallfahrt von Wien nach Rom erreicht ihr Ziel
  12. Papst: In der Seelsorge auf das Wesentliche konzentrieren
  13. Bruder von Leo XIV.: Papst hilft bei der Steuererklärung
  14. Bischof an Jugend: "Licht des neuen Afrikas liegt in euch"
  15. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz