Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht mehr ernst zu nehmen
  2. Der Vatikan ringt um die Definition der "Umweltsünde"
  3. Afd-Sieg in Sachsen-Anhalt - Panik bei den Kirchen
  4. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  5. Bischof Timmerevers legt sein Amt als Bischof von Dresden-Meißen nieder
  6. 'Ruft AfD-Wähler auf, sich die Kirchensteuer zu sparen'
  7. Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
  8. Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
  9. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  10. Die Vision der Hölle und warum wir dringend die Göttliche Barmherzigkeit anrufen sollten
  11. Regierung von Pennsylvania will Begriffe ‚Mutter‘ und ‚schwangere Frau‘ streichen
  12. Leere der kirchlichen Lehre
  13. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  14. Die konzilswidrige deutsche Synodalkonferenz
  15. Musikvideo zeigt Frau bei ‚Abtreibungsritual‘ auf der Toilette

Bischof Nazir-Ali spricht trotz Todesdrohungen weiter über den Islam

25. Februar 2008 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"Wenn man den Menschen nicht neu beibringt, was es heißt, ein Christ zu sein, dann kann leicht etwas anderes den Platz des Gewohnten einnehmen. Das könnte der Islam sein."


London (www.kath.net) Der anglikanische Bischof von Rochester, Michael Nazir-Ali, lässt sich nicht einschüchtern. Die erhaltenen Todesdrohungen halten ihn nicht ab, weiterhin offen über den Islam und damit verbundene Probleme für die westliche Gesellschaft zu sprechen.

„Ich denke, die Menschen sollten nicht davon abgehalten werden, offen zu sprechen“, sagte er dem „Sunday Telegraph“. „Das Thema muss angesprochen werden. Es gibt Zeiten, wo christliche Oberhäupter ihre Stimme erheben müssen.“

Bischof Nazir-Ali, ein gebürtiger Pakistani, hatte kritisiert, dass es in einigen Gebieten in Großbritannien Nicht-Muslimen de facto nicht mehr erlaubt sei, gewisse Viertel zu betreten, die ausschließlich von Muslimen bewohnt werden.

Die Folge: Er empfing Todesdrohungen. Er würde „nicht lange leben“, sollte er den Islam weiterhin kritisieren, hieß es in den Botschaften. Nazir-Ali: „Wenn jemand anderer Meinung ist, dann muss er Gegenargumente bringen, aber nicht versuchen, Leute zum Schweigen zu bringen. Nicht nur ich wurde bedroht, sondern auch meine Familie. Ich habe das ernst genommen und hatte schlaflose Nächte deswegen.“

Dabei ist Bischof Nazir-Ali einiges gewöhnt: Mit 35, kurz nach seiner Bischofsernennung in Pakistan, musste er nach Großbritannien flüchten, weil Muslime ihn ermorden wollten. Dass er jetzt ähnliches in seiner neuen Heimat erlebt, sei alles andere als erwartet, gibt er zu.

„Die echte Gefahr für Großbritannien ist heute das geistliche und moralische Vakuum, das in den letzten 40, 50 Jahren entstanden ist“, analysiert er. „Wenn es ein solches einmal gibt, wird es mir irgendetwas ausgefüllt.“

Präziser: „Wenn man den Menschen nicht neu beibringt, was es heißt, ein Christ zu sein, und was es heißt, eine auf christlichen Werten gegründete Gesellschaft zu sein, dann kann leicht etwas anderes den Platz des Gewohnten einnehmen. Das könnte dann der Islam sein.“

„Es gibt extremistische Bewegungen in diesem Land, auf deren Agenda alles andere als Integration steht, und dessen müssen wir uns bewusst sein“, warnt Nazir-Ali. „Das bedroht nicht nur die Sicherheit, sondern die Integration.“

Der anglikanische Bischof musste für seine Bemerkungen massive Kritik von Seiten seiner Kollegen einstecken. Breite Unterstützung fand er indes bei den Gläubigen. „Ich werbe nicht um Popularität“, erklärt der Bischof. „Wenn ich etwas sage, dann deswegen, weil ich meine, dass es wichtig genug ist, gesagt zu werden. Was ich gesagt habe, gründet sich auf Fakten.“

Über das Schweigen seiner Kollegen wundert er sich, will aber nicht urteilen. „Ich habe keine Ahnung, warum sie nicht über dieses Thema gesprochen haben“, meint er. Jedoch: „Ich bin nicht verantwortlich für das Gewissen anderer Menschen.“

Die Forderung von Erzbischof Rowan Williams nach der Einführung der Scharia lehnt Nazir-Ali ab. Er unterstützt jedoch die Forderung nach Religionsfreiheit. Sie dürfe jedoch nicht verwechselt werden mit Strukturen – ein religiöses Rechtssystem, das etwa Polygamie oder die Scharia miteinschließe -, die eine ganze Gesellschaft massiv verändern könnten.

Bischof Nazir-Ali wundert sich über die Naivität so mancher westlicher Bürger. „Wollen die Briten wirklich die Verwurzelung in den christlichen Glauben verlieren, von dem sie doch alles haben, was ihnen kostbar ist – Kunst, Literatur, Architektur, Institutionen, Monarchie, ihr Wertsystem, ihre Gesetze?“

Er wünscht sich einen „neuen christlichen Diskurs“ im öffentlichen Leben Großbritanniens. Dieser werde eine ganz neue Gastfreundschaft gegenüber jenen ermöglichen, die aus unterschiedlichen Kulturen und Religionen nach Großbritannien kommen.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Islam

  1. Zwei muslimische Feiertage könnten bald in Kalifornien staatlich anerkannt werden
  2. Ehemaliges Priesterseminar auf Long Island soll muslimisches Internat werden
  3. 'Weil die andere Option darin bestand, in der Hölle zu brennen, ewig an meinen Haaren aufgehängt.'
  4. Historiker Raymond Ibrahim: Kreuzzüge waren Antwort auf islamische Aggression
  5. Berliner Studie: 41 Prozent der islamischen Neuntklässler geben religiösen Regeln Vorzug
  6. Dokumentation zeigt die Islamisierung Birminghams
  7. Italienischer Bischof ruft zur Evangelisierung von Muslimen auf – Unterstützung von Konvertiten
  8. Der ‚reaktionäre‘ Islam und die Herausforderung für den liberalen Verfassungsstaat
  9. Islamexperte Mansour warnt: Europa hat ‚naive Haltung‘ zum Islam
  10. Wien: Viele junge Muslime stellen religiöse Vorschriften über österreichische Gesetze






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. Regierung von Pennsylvania will Begriffe ‚Mutter‘ und ‚schwangere Frau‘ streichen
  4. Warum Sie am 17. September in die Kinos gehen sollten!
  5. Musikvideo zeigt Frau bei ‚Abtreibungsritual‘ auf der Toilette
  6. Katholische Gebetsinitiative in den USA: ‚Millions of Monicas‘
  7. Zehn Jahre heilig: Feier für Mutter Teresa im Stephansdom
  8. Der Vatikan ringt um die Definition der "Umweltsünde"
  9. Die konzilswidrige deutsche Synodalkonferenz
  10. Bischof Timmerevers legt sein Amt als Bischof von Dresden-Meißen nieder
  11. Die Kirche mitten in der Welt
  12. Nicht mehr ernst zu nehmen
  13. Französischer Bischof Mica: Der Papst ist in der Rupnik-Frage „wirklich sehr entschlossen“
  14. Als Mutter Teresa im Wiener Stephansdom zu Gebet und Lebensschutz aufrief
  15. Auf Christus schauen!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz