Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-15

meist-diskutiert

  1. Bistum Hildesheim spricht ab jetzt in ‚geschlechtersensibler Sprache’!
  2. Weiterhin keine Mundkommunion im Bistum Limburg
  3. Petrusbruderschaft muss Dijon verlassen
  4. 'Annalena und die 10 Verbote'
  5. (K)eine Lebensschutzerklärung der Deutschen Bischofskonferenz?
  6. Papst: Pandemie zwingt zur Entscheidung zum Guten oder zum Bösen
  7. Das EU-Parlament möchte ein "Recht auf Abtreibung" einführen
  8. „Was, wenn es doch kein Gerücht ist?“
  9. "Herr Bischof, Sie sind ein Schreibtischtäter und haben kein Herz für ungeborene Kinder!"
  10. Woelki: „Es geht um Verantwortung. Und die übernehme ich, indem ich …“
  11. Wo stehen wir mit ‚Amoris laetitia’?
  12. Ist Joe Biden exkommuniziert?
  13. Erzbischof Lackner: Warnung vor neuer "Glaubensknappheit"
  14. Murx 2.0: Der Krampf geht weiter ...
  15. Neuer Blick auf Medjugorje hat viel mit Österreich zu tun

Roms papstkritische Intellektuelle und ein Falschzitat aus Wikipedia

8. Februar 2008 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Osservatore Romano: Roms papstkritische Intellektuelle zitierten aus Wikipedia - Jene 67 Professoren, die Benedikts Besuch ablehnten, hätten "falsche Informationen als wahr angesehen" und nicht geprüft, ob das Zitat den Fakten entspreche.


Vatikan (www.kath.net) Jene 67 Professoren der römischen Universität „La Sapienza“, die sich gegen den Besuch Benedikt XVI. an ihrer Uni ausgesprochen hatten, begründeten ihre Kritik mit einem Zitat, das sie in der Online-Enzyklopädie Wikipedia fanden und aus dem Kontext herausrissen. Das schreibt die Zeitung „Osservatore Romano“.

Die Professoren hätten sich selbst als Verteidiger der „Freiheit der Forschung und des Wissens“ bezeichnet, heißt es in dem Beitrag. Dabei hätten sie „falsche Informationen als wahr angesehen“ und nicht geprüft, ob das Zitat den Fakten entspreche. Kein wissenschaftlich arbeitender Mensch würde Wikipedia „als ausschließliche Quelle für seine Forschungen heranziehen, ohne den Wahrheitsgehalt des Inhalts zu prüfen“, heißt es weiters.

Die Professoren hatten behauptet, dass Joseph Ratzinger während einer Rede in Parma am 15. März 1990 den Prozess der Inquisition gegen Galileo Galilei (1564-1642) gerechtfertigt habe. Tatsächlich hatte Ratzinger den skeptisch-agnostischen Philosophen P. Feyerabend zitiert.

Er hielt fest, es klinge „schon sehr viel aggressiver, wenn er (Feyerabend, Anm. d. Red.) schreibt: 'Die Kirche zur Zeit Galileis hielt sich viel enger an die Vernunft als Galilei selber, und sie zog auch die ethischen und sozialen Folgen der Galileischen Lehre in Betracht. Ihr Urteil gegen Galilei war rational und gerecht, und seine Revision lässt sich nur politisch-opportunistisch rechtfertigen.'“

Wikipedia sei mit großer Wahrscheinlichkeit die Quelle des Zitats der 67 Professoren, da sie schrieben, dass die Rede in Parma gehalten worden sei. „Die Rede wurde gehalten, aber sie fand in Rom statt, an genau diesem Tag an der Universität La Sapienza“, heißt es im Osservatore.

„Überraschend ist, dass jener, der auch immer das Zitat von Feyerabend genommen hat, den Rest des Wikipedia-Eintrags nicht gelesen hat, denn dann würde er begriffen haben, dass die Bedeutung des Ratzinger-Statements genau das Gegenteil von dem sagt, was die 67 dem Papst in den Mund legten.“



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Benedikt XVI

  1. Der neue VIP-Weinberg
  2. Zusätzliche Verwirrung in einer ohnehin bereits vergifteten Zeit
  3. Benedikt XVI. nun der wohl älteste (Ex-)Papst der Geschichte
  4. Kontroverse um die "Tagespost"
  5. „Papst Benedikt selbst ist optimistisch, dass er bald wieder zu Kräften kommt“
  6. Papst em. Benedikt XVI. an Gesichtsrose erkrankt und „äußerst gebrechlich“
  7. „Den Menschen etwas von der Größe Gottes vermitteln“
  8. „Unser aller aufrichtige Anteilnahme gilt dem Papa emerito Benedikt XVI.“
  9. Benedikt XVI.: „Vergelt’s Gott, lieber Georg, für alles“
  10. Die Sprache der Engel








Top-15

meist-gelesen

  1. Bistum Hildesheim spricht ab jetzt in ‚geschlechtersensibler Sprache’!
  2. „Was, wenn es doch kein Gerücht ist?“
  3. Kommen Sie mit - Familienwallfahrt ins Heilige Land mit P. Leo Maasburg - Oktober 2021
  4. Knien als Gewissenstraining - Die Champions League der Moralisten
  5. 'Annalena und die 10 Verbote'
  6. Papst Franziskus beruft Kardinal Müller ans Oberste Kirchengericht
  7. Woelki: „Es geht um Verantwortung. Und die übernehme ich, indem ich …“
  8. Weiterhin keine Mundkommunion im Bistum Limburg
  9. Papst lässt 3-Monats-Frist für Amtsverzicht von Heße und Schwaderlapp verstreichen
  10. "Herr Bischof, Sie sind ein Schreibtischtäter und haben kein Herz für ungeborene Kinder!"
  11. Petrusbruderschaft muss Dijon verlassen
  12. (K)eine Lebensschutzerklärung der Deutschen Bischofskonferenz?
  13. Orban: Welt steht Christen feindlich gegenüber
  14. Murx 2.0: Der Krampf geht weiter ...
  15. Schönborn: Im Vatikan gilt Medjugorje bereits als Heiligtum

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz