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Bistum Regensburg gegen Einmischung in kircheninterne Angelegenheiten

19. Dezember 2006 in Deutschland, keine Lesermeinung
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In der Pfarre Schierling machte der Bürgermeister Stimmung für den Kandidaten Fritz Wallner, der vom Bischof wegen kirchenschädigenden Verhaltens für nicht wählbar erklärt worden war.


Regensburg (www.kath.net) „Das Bistum Regensburg verbittet sich jede Art der Einmischung von kommunalen Mandatsträgern in kircheninterne Angelegenheiten.“ Mit diesen Worten reagierte der Regensburger Generalvikar Michael Fuchs auf Ungereimtheiten bei der Wahl der neuen Kirchenverwaltung, die am Sonntag in der Pfarre St. Peter und Paul in Schierling durchgeführt wurde.

Die Wahl in Schierling war verschoben worden, nachdem Generalvikar Michael Fuchs bei dem Kandidaten Fritz Wallner die Nichtwählbarkeit wegen kirchenschädigenden Verhaltens festgestellt hatte. Am Tag vor der Wahl hatte der Bürgermeister des Marktes Schierling, Otto Gascher, mit anderen Freunden Wallners öffentlich dazu aufgerufen, die Wahl durch Hinzufügen des Namens Fritz Wallners zu manipulieren.

Wallner, der im Schierlinger Rathaus als rechte Hand des Bürgermeisters angestellt ist, erklärte sich am Montag sogar für „gewählt“. „Die grobe Missachtung der kirchlichen Wahlordnung durch Fritz Wallner bestätigt erneut seine Nichtwählbarkeit“, betonte Generalvikar Fuchs. Das Hinzufügen eines Namens auf der Wahlliste in der Wahlordnung für die Kirchenverwaltungen sei „nicht vorgesehen und daher ungültig“.

Dies habe auch Pfarrer Josef Helm im Auftrag von Generalvikar Michael Fuchs am Sonntag der Pfarrei deutlich gemacht. Außerdem sei allein der Wahlausschuss für die Vermeldung des Wahlergebnisses zuständig. Dieser habe nach Auszählung der Stimmen die Namen der gewählten Personen ordnungsgemäß bekanntgegeben – der Name Wallners war nicht darunter.

Ein Bürgermeister müsse eigentlich die von der bayerischen Verfassung garantierte Trennung von Staat und Kirche und die konkordatär geregelten Felder der Zusammenarbeit kennen, betonte Fuchs. „Wir hoffen auf ein Ende der seit vier Jahren andauernden Machenschaften und Rufschädigungen gegen den Bischof von Regensburg und wünschen, dass auch diese dafür verantwortliche, kleine Agitationsgruppe zum Frieden mit der Kirche zurückfindet.“



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