Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  2. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  3. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  4. Tantum ergo Sacramentum
  5. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  6. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  7. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  8. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  9. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  10. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  11. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  12. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  13. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  14. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  15. Spannungen hinter den Kulissen: Papst lehnt gemeinsamen Auftritt mit Macron in Notre-Dame ab!

Gabriele Kuby: 'Je strenger die Sexualmoral, desto höher die Kultur'

10. Oktober 2005 in Deutschland, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die deutsche Soziologin forderte bei einer Tagung in Fulda von den deutschen Bischöfen eine Korrektur der Königsteiner Erklärung von 1968


Fulda (www.kath.net)
Aus Anlass seines 10-jährigen Bestehens hat der Fuldaer Verein Vaterhaus, eine unabhängige, private, christliche Initiative, die sich für Schwangere, allein Erziehende und Familien in schwierigen Lebenssituationen einsetzt, einen Vortragsabend mit der Schriftstellerin Gabriele Kuby im Pfarrsaal von St. Andreas, Neuenberg, zum Thema "Hauptsache Liebe? Katholische Sexualmoral, Kultur, gelingendes Leben" organisiert

Die Sexualität berühre einen Kernpunkt der menschlichen Existenz, so Kuby. Bei der Vereinigung von Mann und Frau entstehe ein neuer Mensch, in den Gott von oben eine unsterbliche Seele hineinsenke. Kein Wunder also, dass Manipulationen in diesem Bereich gravierende Folgen haben. Mit dem Aufkommen der "Pille" in den 60er Jahren sei man dem verhängnisvollen Irrtum erlegen, mit "befreiter Sexualität" etwas Gutes zu bewirken. Das Gegenteil sei jedoch der Fall. Papst Paul VI, der damals diesem Irrtum mit seiner Enzyklika "humanae vitae" entgegenzuwirken versuchte, habe Recht behalten, wie man heute rückblickend erkenne. Die durch den Papst befürchteten Zerrüttungen der Ehen seien mit steigenden Scheidungsziffern eingetreten. Auch haben Abtreibungen nicht, wie erwartet, ab- sondern zugenommen. Schlimmer noch, es sei eine heute allseits bekannte demographische Katastrophe auf dem europäischen Kontinent zu beklagen, die selbst vom Papst damals noch nicht erwartet worden war. Kuby forderte mit Nachdruck von den deutschen Bischöfen, die in der so genannten Königsteiner Erklärung von 1968 dieses päpstliche Lehrschreiben unterlaufen hätten, eine Korrektur ihres Standpunktes.

Bereits 1938 habe der Engländer Unwin in einer gründlichen, wissenschaftlichen Untersuchung festgestellt, dass es zu allen Zeiten überall auf der Welt einen direkten Zusammenhang zwischen der Sexualmoral und der Kultur einer Gesellschaft gegeben habe. Seine unumstößliche, gleichwohl für viele schwer annehmbare Erkenntnis: Je strenger die Sexualmoral, desto höher die Kultur, je liberaler die sexuellen Praktiken, desto niedriger das kulturelle Niveau.Kubys betonte gegenüber den jungen Zuhörern: "Die 68er - das ist meine Generation - haben auf dem Gebiet der menschlichen Sexualität vieles kaputt gemacht und prägen heute den "mainstream". Lasst euch von ihnen nicht manipulieren." Sie empfahl vielmehr, die Verantwortung für das eigene Leben selbst wahrzunehmen und die klugen, für ein glückliches Leben unverzichtbaren Ratschläge der Kirche anzunehmen: Enthaltsamkeit vor der Ehe, Treue in der Ehe, grundsätzliche Offenheit für Kinder und natürliche Empfängnisregelung statt künstlicher Verhütung.

Foto: (c) Kay Dimmerling



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Gesellschaft

  1. Bundesland Brandenburg plant Neutralitätsgesetz für Justiz: Kein Kopftuch, Kippa, Kreuz
  2. Warum Kirchen jetzt Frieden, Recht und Wahrheit verteidigen müssen
  3. Botox? – Die unsichtbaren tragischen Folgen des Jugendwahns
  4. Slowakei: Kirchen bitten gemeinsam um Vergebung für Verfehlungen
  5. Zwischen Wölfen und Brüdern
  6. „Alte Fragen, überraschende Antworten“
  7. Mike Johnson: Westen muss sich wieder auf christliche Werte besinnen
  8. Unschuldig angeklagt und verurteilt
  9. Scott Hahn: ‚Mit Kompromissen gewinnen wir nicht’
  10. Verkauf eines Feminismus-kritischen Buchs auf Facebook und Instagram gesperrt







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Robert Bellarmin SJ – De gemitu columbae
  3. DJ "Padre Guilherme" begeistert in Mörbisch 5.000 Jugendliche
  4. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  5. Präsident der Akademie für das Leben meint: Unvollkommenes Euthanasiegesetz unterstützen
  6. Papst-Tipps an neue Bischöfe: Namen Kennen, Zuhören und Hausbesuche
  7. „Selbst wenn ein paar Omas dazu gedrängt werden – ist das nicht ein Preis, den man zahlen kann?“
  8. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  9. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  10. Erzbischof von Westminster: „Wir beten für eine Neuevangelisierung Englands“
  11. Benedikt XVI. zum Fest Kreuzerhöhung: „Ein unlösliches Band zwischen Kreuz und Auferstehung“
  12. Vergebung kennt keine Grenze
  13. Papst gewährt Mexiko "Heiliges Jahr" zum Guadalupe-Jubiläum
  14. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  15. Hofer: Mit Franziskus gegen "angepasstes Kulturchristentum"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz