Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vom Elend der Fürbitten
  2. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
  3. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  4. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  5. Der entschärfte Gott
  6. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  7. EuGH-Urteil: Deutscher Kirchenaustritt kein automatischer Kündigungsgrund
  8. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"
  9. Katholische US-Historikerin Bronwen McShea schreibt über „die Frauen, die der Vatikan vergaß“
  10. Kardinal Woelki und Bischof Oster ermutigen Münchner Lebensschützer mit kraftvollen Grußworten
  11. "Ein Vorbild für Väter und Ehemänner" - US-Präsident veröffentlicht Würdigung des Heiligen Josef
  12. Maria – Marta – Lazarus: Christus, der Freund des Lebens
  13. 'Erzieherischer Unterton': Harald Schmidt rechnet mit Tagesthemen und Heute Journal ab
  14. Britisches Oberhaus stimmt für Abtreibungen bis zur Geburt
  15. Vatikan fordert umfassenden Zugang zu Recht für Frauen

Gabriele Kuby: 'Je strenger die Sexualmoral, desto höher die Kultur'

10. Oktober 2005 in Deutschland, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die deutsche Soziologin forderte bei einer Tagung in Fulda von den deutschen Bischöfen eine Korrektur der Königsteiner Erklärung von 1968


Fulda (www.kath.net)
Aus Anlass seines 10-jährigen Bestehens hat der Fuldaer Verein Vaterhaus, eine unabhängige, private, christliche Initiative, die sich für Schwangere, allein Erziehende und Familien in schwierigen Lebenssituationen einsetzt, einen Vortragsabend mit der Schriftstellerin Gabriele Kuby im Pfarrsaal von St. Andreas, Neuenberg, zum Thema "Hauptsache Liebe? Katholische Sexualmoral, Kultur, gelingendes Leben" organisiert

Die Sexualität berühre einen Kernpunkt der menschlichen Existenz, so Kuby. Bei der Vereinigung von Mann und Frau entstehe ein neuer Mensch, in den Gott von oben eine unsterbliche Seele hineinsenke. Kein Wunder also, dass Manipulationen in diesem Bereich gravierende Folgen haben. Mit dem Aufkommen der "Pille" in den 60er Jahren sei man dem verhängnisvollen Irrtum erlegen, mit "befreiter Sexualität" etwas Gutes zu bewirken. Das Gegenteil sei jedoch der Fall. Papst Paul VI, der damals diesem Irrtum mit seiner Enzyklika "humanae vitae" entgegenzuwirken versuchte, habe Recht behalten, wie man heute rückblickend erkenne. Die durch den Papst befürchteten Zerrüttungen der Ehen seien mit steigenden Scheidungsziffern eingetreten. Auch haben Abtreibungen nicht, wie erwartet, ab- sondern zugenommen. Schlimmer noch, es sei eine heute allseits bekannte demographische Katastrophe auf dem europäischen Kontinent zu beklagen, die selbst vom Papst damals noch nicht erwartet worden war. Kuby forderte mit Nachdruck von den deutschen Bischöfen, die in der so genannten Königsteiner Erklärung von 1968 dieses päpstliche Lehrschreiben unterlaufen hätten, eine Korrektur ihres Standpunktes.

Bereits 1938 habe der Engländer Unwin in einer gründlichen, wissenschaftlichen Untersuchung festgestellt, dass es zu allen Zeiten überall auf der Welt einen direkten Zusammenhang zwischen der Sexualmoral und der Kultur einer Gesellschaft gegeben habe. Seine unumstößliche, gleichwohl für viele schwer annehmbare Erkenntnis: Je strenger die Sexualmoral, desto höher die Kultur, je liberaler die sexuellen Praktiken, desto niedriger das kulturelle Niveau.Kubys betonte gegenüber den jungen Zuhörern: "Die 68er - das ist meine Generation - haben auf dem Gebiet der menschlichen Sexualität vieles kaputt gemacht und prägen heute den "mainstream". Lasst euch von ihnen nicht manipulieren." Sie empfahl vielmehr, die Verantwortung für das eigene Leben selbst wahrzunehmen und die klugen, für ein glückliches Leben unverzichtbaren Ratschläge der Kirche anzunehmen: Enthaltsamkeit vor der Ehe, Treue in der Ehe, grundsätzliche Offenheit für Kinder und natürliche Empfängnisregelung statt künstlicher Verhütung.

Foto: (c) Kay Dimmerling



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Gesellschaft

  1. Warum Kirchen jetzt Frieden, Recht und Wahrheit verteidigen müssen
  2. Botox? – Die unsichtbaren tragischen Folgen des Jugendwahns
  3. Slowakei: Kirchen bitten gemeinsam um Vergebung für Verfehlungen
  4. Zwischen Wölfen und Brüdern
  5. „Alte Fragen, überraschende Antworten“
  6. Mike Johnson: Westen muss sich wieder auf christliche Werte besinnen
  7. Unschuldig angeklagt und verurteilt
  8. Scott Hahn: ‚Mit Kompromissen gewinnen wir nicht’
  9. Verkauf eines Feminismus-kritischen Buchs auf Facebook und Instagram gesperrt
  10. Österreichs Integrationsministerin richtet „Dokumentationsstelle politischer Islam“ ein






Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE DIESE WOCHE - 25. MÄRZ!!!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Vom Elend der Fürbitten
  4. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  5. Einladung zur Novene zum Hl. Josef
  6. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  7. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  8. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  9. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
  10. Der entschärfte Gott
  11. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"
  12. Brasilien: 26-jähriger Seminarist stirbt – hinterlässt beeindruckendes geistliches Testament
  13. EuGH-Urteil: Deutscher Kirchenaustritt kein automatischer Kündigungsgrund
  14. Katholische US-Historikerin Bronwen McShea schreibt über „die Frauen, die der Vatikan vergaß“
  15. 'Erzieherischer Unterton': Harald Schmidt rechnet mit Tagesthemen und Heute Journal ab

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz