Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  4. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  5. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  6. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  7. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  10. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  11. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  12. „Das Ende von Maria 2.0“
  13. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  14. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  15. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin

Eucharistie ist die ‚tröstlichste Friedensdemonstration der Welt’

1. Jänner 2005 in Deutschland, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Das "Angebot der liebenden Wirklichkeit Jesu Christi" gelte für jede Situation, sagte der Eichstätter Bischof Walter Mixa in seiner Silvesteransprache.


Eichstätt (www.kath.net / pde) Bei aller Hilflosigkeit gegenüber Not und Leid ist es nach den Worten von Bischof Walter Mixa Aufgabe der Christen deutlich zu machen, dass alles grausame Leiden und Sterben-Müssen nicht das endgültige Aus bedeuten. In seiner Silvesteransprache verwies der Bischof von Eichstätt und katholische Militärbischof auf die Naturkatastrophe in Südostasien, aber auch die vielen persönlichen Katastrophen im Leben Einzelner.

Die Erfahrung von Leid, Not und Traurigkeit könne nicht wegdiskutiert werden, dürfe auch nicht durch billige Vertröstungen verharmlost werden. Angesichts der furchtbaren Wirklichkeiten im Weltgeschehen und oft auch im persönlichen Schicksal könnte man sich resigniert abwenden oder feststellen: „Mich hat das ja nicht getroffen“.

Christen sollten jedoch gerade in solchen Situationen bekennen: „Es gibt ein Licht der Liebe und des Lebens, das nie erlöscht“. Das sei die tiefe Wirklichkeit von Weihnachten, dass sich Gott total und radikal auf das Leben der Menschen und damit auch auf das Leid in der Welt eingelassen habe.

Der Weltjugendtag im August in Köln solle diese Wirklichkeit deutlich machen. Wie bereits in der Vorbereitung werde das Kreuz im Mittelpunkt des weltweiten Ereignisses stehen, „als Zeichen der radikalen Hingabe und zugleich als Zeichen des Sieges über das Böse, über den Tod“. Diese „umgreifende Wirklichkeit der Liebe“ müssten die Christen immer und überall bezeugen.

Darum sei gerade auch jetzt für die Opfer der Katastrophe in Südostasien Hilfe im Gebet und durch Spenden nötig. Gerade die aktuellen Ereignisse sollten aber auch zum Nachdenken anregen: Es gebe Dinge, die der Verfügung des Menschen entzogen sind; der Mensch sei nicht der „große Macher“, der alles im Griff habe.

Mehr Aufmerksamkeit für die „tröstlichste Friedensdemonstration der Welt“

In seiner Predigt im Eichstätter Dom verwies der Bischof auf den vielfach vergessenen Wert der Eucharistie. Das Leiden und Sterben im persönlichen Lebensbereich, aber auch die weltweiten Katastrophen- und Unheilserfahrungen seien hineingenommen in die Worte Jesu: „Mein Leib, hingegeben für euch; mein Blut, vergossen für euch“. Dieses „Angebot der liebenden Wirklichkeit Jesu Christi“ gelte für „jede Situation in unserem begrenzten und oftmals auch ausweglos erscheinenden Dasein“.

Damit sei die Eucharistie auch die „tröstlichste Friedensdemonstration der Welt“, die „unauflösliche Verbundenheit zwischen Gott und den Menschen bei allem Auf und Ab des täglichen Lebens“. Ehrlicher Dialog bei der Begegnung der Kulturen Bereitschaft zum Frieden müsse auch die Begegnung der Kulturen und Religionen prägen, die in Deutschland immer mehr an Bedeutung gewinne, aber auch zunehmend für Verunsicherung sorge.

Nie mehr dürfe im Namen Gottes – wie immer man ihn benenne – Krieg geführt werden. Zugleich sollten die Christen in einem ehrlichen, von gegenseitigem Respekt gekennzeichneten Dialog die Besonderheit des christlichen Gottesbildes und die Einmaligkeit des christlichen Menschenbildes herausstellen. Die Friedensbotschaft, für die Jesus am Kreuz gestorben ist, sei das einzig mögliche und menschenwürdige Zukunftsprogramm.

Aufgabe der Wertevermittlung

Im Gedenken an den heiligen Bonifatius, dessen 1250. Todestag in diesem Jahr begangen wurde und der im Jahre 745 durch seinen Verwandten Willibald die Diözese Eichstätt begründet hat, müssten sich gerade die Christen in Deutschland wieder neu auf ihre Aufgabe als bekennende und missionarische Kirche besinnen. Dabei gelte es besonders für den Wert der verbindlichen ehelichen Lebensgemeinschaft und der Familie einzutreten.

Ebenso entschieden sollten Christen sich für die im Grundgesetz verankerte Personwürde des einzelnen Menschen einsetzen – gerade angesichts der bedrückenden Tatsache, dass während der letzten 25 Jahre sieben Millionen Kinder in Deutschland abgetrieben worden seien. Eine Bundesrepublik Deutschland ohne Kinder werde keine Zukunft haben, so Bischof Mixa.

Hier müsse die Kirche vom christlichen Menschenbild her wegweisend und zugleich auch mahnend wie Bonifatius neu Hilfestellung leisten und sich in einer geistigen Auseinandersetzung für einen Bewusstseinswandel einsetzen.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Silvester

  1. Taizé-Treffen in Zagreb: Mit Gebet ins neue Jahr
  2. Den Frieden in die Zukunft tragen
  3. ,Ein Mut machendes Jahr’
  4. Aktive Sterbehilfe als tragischer Irrtum
  5. Danke sagen und sich beschenken lassen
  6. Die entscheidende Sekunde
  7. Guten Rutsch!
  8. Mit den Kardinaltugenden durch Krisenzeiten
  9. Auf Flutkatastrophe folgt Silvester der Solidarität
  10. Christen des Jahres 2003







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Den Willen Gottes für den Menschen bedenken und tun
  3. Buße, Hoffnung, ewiges Leben: Lourdes ruft zur Umkehr
  4. Papst Leo zu den Bischöfen: „Die Kirche in Frankreich liegt dem Papst sehr am Herzen!“
  5. Französische Bischöfe: Papst Leo hat das Herz der Franzosen berührt
  6. Er ist der dritte amtierende Papst in der Grotte von Massabielle/Lourdes: Leo XIV.
  7. ‚Trinkt auch ihr aus dieser Quelle!’ Der Durst, den nur Christus stillt
  8. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  9. Papst Leo erstaunt über hohe Zahl von Erwachsenentaufen in Frankreich
  10. Wo Begegnung zur Zivilisation der Liebe wurde. Die Armen als Fleisch Christi
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Junge Französin bekennt vor Papst: „Wie der heilige Paulus sagt: ‚Für uns ist Christus das Leben‘“
  13. Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei"
  14. „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
  15. Wenn das Nein nicht mehr zählt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz