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Sri Lanka: 'Heute werden ungezählte Leichen in Massengräbern beerdigt'

28. Dezember 2004 in Chronik, keine Lesermeinung
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Die Flutkatastophe traumatisiert ganz Sri Lanka - Ein Bericht von Father Firth - Aufruf der Katholischen Kirche: 'Spenden für Opfer des Seebebens statt Feuerwerk'


Wien-München (www.kath.net/dka
Ein Bericht von Father Firth, Projektpartner der Dreikönigsaktion in Sri Lanka:

Sri Lanka ist heute ein Land in Trauer. Zur Zeit sprechen die Information von mehr als 11.000 Toten, aber alle Prognosen gehen von einer weit höherenAnzahl an Todesopfern aus - bis zu 25.000 Tote werden befürchtet.Hunderttausende sind obdachlos geworden und viele Menschen werden vermisst,ohne dass es ein Spur von ihnen gäbe. Heute werden ungezählte undunidentifizierte Leichen in Massengräbern beerdigt. Eine Flutwelle, einsogenannter "Tsunami", traf am 26.12. um ca. 8:30 h mit einerGeschwindigkeit von 540 km/h auf die Ostküste Indiens und auf die Ost-, Süd-und Westküste Sri Lankas. Die Zerstörungskraft dieser Killerwelle soll mitder 100.000fachen Kraft der Atombombe von Hiroshima unsere Küsten erreichthaben.

Am meisten betroffen sind Frauen und Kinder, die nicht in der Lage waren,auf Gebäude und Bäume zu klettern bzw. nicht schwimmen konnten. Ein ganzerZug mit über 1.000 Passagieren wurde von den Fluten einfach mitgerissen. DerZug und die Gleise waren einfach nur mehr verbogenes Metall. Busse wurdenmitgerissen, als wären sie kleines Plastikspielzeug. Über 200 ausländischeTouristen wurden von den Fluten mitgerissen. Viele Menschen, die gerade dieSonntagsmessen in den Kirchen entlang der Küste besuchten, wurden vomHochwasser aus den Kirchen hinausgespült und sind verschwunden. Wir hattennie eine solch gewalttätige zerstörerische Naturkatastrophe in derbisherigen Geschichte Sri Lankas.

Über 30 Personen, die mit uns im Osten Sri Lankas am Aufbau desFriedensprozesses in den Jahren seit dem Waffenstillstand gearbeitet haben,sind gestorben. Die, die überlebt haben, haben ihr Zuhause verloren. Sieleben jetzt auf der Straße oder in provisorischen Flüchtlingslagern. Nachall diesen Nachrichten ringe ich mit dem Sinn von "Leben" und "Wiederaufbauvon Lebensbedingungen". Was am meisten gebraucht wird, sind Decken für dieNotunterkünfte, Medikamente - speziell für die Kranken und Verletzten undzur Prävention von Seuchen - und sauberes Trinkwasser. Unser ganzes Team inallen Landesteilen arbeitet an der Organisation von Hilfsmaßnahmen undRehabilitation der Flutopfer. Jede Unterstützung ist uns willkommen.

Aus leider aktuellem Anlass sammeln die Sternsinger heuer auch für dieMenschen in Sri Lanka. Viele Hilfsprojekte der Dreikönigsaktion sind massivbetroffen, viele MitarbeiterInnen der Hilfsprojekte und viele der sonstbeteiligten Menschen sind gestorben oder werden vermisst.Die Ostküste Sri Lankas, wo die Hilfsprojekte laufen, hat durch dieKatastrophe dramatischen Schaden erlitten, der zur Zeit noch gar nichtabsehbar ist (auch weil von dort die TV-Bilder fehlen).Von unseren ProjektpartnerInnen kommt der dringende Hilferuf, denBetroffenen zur Seite zu stehen. Die "Hilfe unter gutem Stern" leitet nunSofortmaßnahmen über unsere ProjektpartnerInnen ein. Die Versorgung mitsauberem Trinkwasser, Zelten, Lebensmitteln und Medikamenten für dieobdachlos gewordenen Menschen muss gewährleistet werden. Zusätzlich werdendie Überlebenden dabei unterstützt, den Schock und die Trauer zu bewältigen.

Kirche: 'Spenden für Opfer des Seebebens statt Feuerwerk'

Bischof Gerhard Ludwig Müller ist tief erschüttert angesichts derFlutkatastrophe in Südasien. "Das Leid der Menschen, die durch die Wucht derNaturgewalten ihr Leben und in noch größerem Ausmaß ihre wirtschaftliche undsoziale Existenz verloren haben, bewegt mich sehr. Diese Menschen brauchenjetzt, vor allem über die Hilfswerke wie zum Beispiel Caritas International,unsere Hilfe und Solidarität. So bitte ich alle, ihr mögliches dazubeizutragen und die Not- und Katastrophenhilfe zu unterstützen."

Auch der Erzbischof von München, Kardinal Friedrich Wetter, hat heute einenAufruf veröffentlicht:

"Als eine "Katastrophe ohne Beispiel" haben die Vereinten Nationen dieAuswirkungen des verheerenden Seebebens in Südostasien bezeichnet. Menschenin mehreren Ländern Asiens und sogar in Afrika sind von der Katastrophebetroffen. Zehntausende von Menschen, unter ihnen auch Bürger unseresLandes, fanden den Tod. Besonders betroffen sind in Ländern Asiens undAfrikas die Armen, die ohnehin kaum das Nötigste zum Leben haben. Angesichtsder Bilder und Nachrichten, die uns erschüttern, bitte ich darum, dass inden nächsten Tagen bei allen Gottesdiensten für die Menschen in dieserNotsituation, für die unglaublich hohe Zahl der Opfer der Naturkatastropheund für deren Angehörige gebetet wird. Wir erleben, wie brüchig undhinfällig unsere eigene Existenz ist und wie sehr wir einer Verankerung imGlauben an die Barmherzigkeit Gottes bedürfen.

Viele sind der Auffassung, dass wir den Jahreswechsel nicht wie sonst ineiner unbeschwerten Weise feiern können. Sie wollen ein Beispiel derSolidarität geben und auf ausgedehnte Silvesterfeiern wie auch auf den Kaufvon Feuerwerk verzichten. Das so gesparte Geld wollen sie für die Menschenin den Unglücksgebieten spenden. Ich danke für dieses Zeichen derSolidarität. Darüber hinaus bitte ich um großzügige Spenden für Hilfswerkeund Institutionen, die helfen können, menschliche Not und menschliches Leidein wenig zu lindern. Die katholische Caritas Internationalis verfügt übereine gute Infrastruktur, so dass die Spenden wirklich auch die von demUnglück schwer betroffenen Menschen erreichen. Auch die Caritas derErzdiözese München und Freising hat ein eigenes Spendenkonto unter demStichwort "Erdbeben Südostasien" eingerichtet. Auch eine bundesweiteSpendenaktion in allen deutschen Bistümern ist bereits angedacht und wirdvoraussichtlich im Januar durchgeführt werden. Beten und handeln wir nachdem Wort Jesu: "Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, dashabt ihr mir getan" (Mt 25,40)."

Foto: (c) dka.at



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