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| ![]() Wissenschaftler zum Grabtuch von Turin: ‚Diese Energie haben wir auf der Erde nicht‘vor 2 Stunden in Chronik, 1 Lesermeinung Italienische Wissenschaftler konnten mit Hilfe intensiver UV-Strahlen mehrere charakteristische Merkmale des Grabtuchs auf einem Leinentuch erzeugen. Für eine vollständige Reproduktion wäre eine Unmenge an Energie in einem kurzen Zeitraum erforderlic Frascati (kath.net/jg) Das Turiner Grabtuch ist ein etwa 4,4 Meter langes Leinentuch, auf dem sich das schwache Abbild eines Mannes abzeichnet – von vorn und von hinten. Viele Christen sehen darin das Leichentuch Jesu, in welches sein Körper nach der Kreuzigung eingehüllt wurde. Das Bild soll durch ein übernatürliches Ereignis bei der Auferstehung entstanden sein. Kritiker halten das Tuch für eine mittelalterliche Fälschung. Di Lazzaro und sein Team feuerten intensive UV-Laserpulse auf unbehandelte Leinenstoffe ab, die ähnlich wie das Originaltuch beschaffen waren. Die energiereichen Lichtblitze veränderten die chemische Struktur der äußersten Fasern und erzeugten eine schwach gelbliche Verfärbung. Die Wissenschaftler konnten dabei mehrere charakteristische Merkmale des Originals nachahmen: Die Färbung beschränkte sich ausschließlich auf die Oberfläche der Fäden, benachbarte Fasern blieben unberührt, die Fluoreszenz war reduziert und das Bild wirkte wie ein negatives Foto. Trotz dieser Teilerfolge stellten die Forscher fest, dass eine vollständige Reproduktion des gesamten Körperbildes eine immense Menge an Energie erfordern würde – und zwar in einem extrem kurzen Zeitraum. Laut Angaben von Di Lazzaro wären dafür etwa 34.000 Milliarden Watt notwendig, die in nur einem Vierzigstel einer Milliardstel Sekunde abgegeben werden müssten. Der amerikanische Bibelwissenschaftler Jeremiah Johnston zitierte Di Lazzaro in einer Sendung mit den Worten: „Wir haben diese Energie auf der Erde nicht.“ Johnston interpretierte das Ergebnis als Hinweis darauf, dass das Bild auf dem Grabtuch durch ein „nukleares Ereignis“ oder eine gewaltige Energieentladung entstanden sein könnte – vergleichbar mit dem Moment der Auferstehung, wie sie in der Bibel beschrieben wird. Er betonte, dass keine Pigmente, kein Färbemittel und kein Farbstoff im Spiel sei, sondern eine chemische Veränderung der Leinenfasern selbst. Die Experimente des italienischen Teams gehen auf Arbeiten aus dem Jahr 2010 zurück. Damals nutzten die Forscher Leinenstoffe aus den Jahren 1930 bis 1950, die weder gewaschen noch chemisch behandelt worden waren, um vergleichbare Bedingungen zu schaffen. Die UV-Strahlung wirkt dabei nur auf die obersten molekularen Schichten ein, ohne das Gewebe zu verbrennen oder tief zu durchdringen – genau wie es beim echten Grabtuch beobachtet wurde. Die Wissenschaftler selbst mahnen jedoch zur Vorsicht: Die Laborversuche beweisen nicht eindeutig, wie das Originalbild entstanden ist. Sie zeigen lediglich, dass bestimmte Merkmale mit ultravioletter Strahlung nachgeahmt werden können – allerdings nur in kleinem Maßstab und mit erheblich geringerer Energie. Das Grabtuch wird seit Jahrhunderten kontrovers diskutiert. Es tauchte erstmals in den 1350er Jahren in Lirey (Frankreich) auf. Zahlreiche Studien haben sich mit seiner Echtheit, den Blutspuren, Pollenresten und der dreidimensionalen Beschaffenheit des Bildes beschäftigt. Für Gläubige bleibt es ein zentrales „Mysterium des Glaubens“ – ein mögliches materielles Zeugnis der Auferstehung Jesu.
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