Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  2. US-Katholiken mehrheitlich für die Todesstrafe
  3. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  4. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  5. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  6. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  7. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  8. Wann enden die perspektivlosen Strukturdebatten?
  9. These: Die Wahrheit steht über der nachdrücklichen Forderung nach Einheit
  10. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  11. Papst Leo XIV. bestärkt Bischof Voderholzer auf dem Weg der Neuevangelisierung
  12. Griechisch-orthodoxe Bischöfe üben scharfe Kritik an EU-Plänen zu Abtreibungsfonds
  13. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  14. Brigitte Bardot bedauerte den Verlust des Geheimnisvollen in der Neuen Messe
  15. Iran: Mindestens 12.000 Tote bei Protesten gegen das Regime

Nuntius Eterović: „Danken wir dem dreieinigen Gott von Herzen für das große Geschenk der Taufe“

vor 3 Stunden in Spirituelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Die Taufe ist das erste Sakrament und somit die Grundlage der sechs anderen Sakramente. Sie besiegelt unser christliches Leben. Daher soll jeder Getaufte dies in seinem persönlichen, familiären und gesellschaftlichen Leben zum Ausdruck bringen.“


Berlin (kath.net/pl) kath.net dokumentiert die Predigt von Nuntius Nikola Eterović am Fest der Taufe des Herrn in der Apostolischen Nuntiatur am 11. Januar 2026 und dankt S.E. für die freundliche Erlaubnis zur Weiterveröffentlichung – Jes 42,1-4.6-7; Ps 29; Apg 10,34-38; Mt 3,13-17

„Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe“ (Mt 3,17).
Liebe Brüder und Schwestern!
Das heutige Fest der Taufe des Herrn Jesus beschließt die Weihnachtszeit und markiert den Beginn der liturgischen Zeit im Jahreskreis. Die Taufe ist somit wie der Übergang aus einer Festzeit, in der wir über die Geburt Jesu und seine Kindheit in der Familie von Nazareth nachgedacht haben. Mit dem Fest der Taufe beginnt das öffentliche Wirken des Herrn. Er offenbarte sich Johannes dem Täufer und seinen Jüngern sowie allen, die sich im Jordan vom Vorläufer des Messias taufen ließen. Der Evangelist Matthäus beschreibt dieses wichtige Ereignis in wenigen Worten.

Kontinuität mit dem Alten Testament

Johannes der Täufer stellt den letzten Propheten des Alten Bundes dar. Vom Heiligen Geist geleitet, erhielt er den Auftrag, durch die Taufe zur Bekehrung das Kommen des Messias vorzubereiten: „Ich taufe euch mit Wasser zur Umkehr. Der aber, der nach mir kommt, ist stärker als ich und ich bin es nicht wert, ihm die Sandalen auszuziehen. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen.“ (Mt 3,11). Johannes der Täufer war sich daher der einzigartigen Mission des Herrn Jesus bewusst und hatte Zweifel, ob er einem Mächtigeren die Taufe spenden sollte. Dies geht aus seinen Worten hervor: „Ich müsste von dir getauft werden und du kommst zu mir?“ (Mt 3,14).

Durchsetzung im Neuen Testament

In seiner Demut akzeptierte Johannes jedoch Jesu Christi Erklärung: „Lass es nur zu! Denn so können wir die Gerechtigkeit ganz erfüllen“ (Mt 3,15). Jesus überwindet die Demut des Täufers und besteht darauf, sich taufen zu lassen, wie die anderen Männer im Jordan. So will er „alle Gerechtigkeit“ erfüllen. Der Herr Jesus bezieht sich auf Gott den Vater, der gerecht ist, und daher ist Gerechtigkeit mit Gott verbunden: Jesus will den Willen Gottes des Vaters erfüllen, wie Paulus schreibt: Gott wirkt „in der gegenwärtigen Zeit, um zu zeigen: Er selbst ist gerecht und macht den gerecht, der aus Glauben an Jesus lebt“ (Röm 3,26). Von großer Liebe erfüllt, will Jesus der Menschheit helfen. Er, der gerecht und sündenlos war (vgl. Hebr 4,15), mischte sich unter die Sünder, unter einfache Leute, um die Taufe des Johannes zu empfangen und so Gottes Willen zu erfüllen, der die Rechtfertigung und die Rettung aller Menschen ist (vgl. 1 Tim 2,4). Obwohl er selbst keine Sünde begangen hatte, nahm Jesus die Sünden der Welt auf sich, um allen die Möglichkeit der Erlösung, der Vergebung und der Befreiung zu schenken.


Einsetzung des Sakraments der Taufe

Höhepunkt der Taufe Jesu ist die Theophanie, die Offenbarung Gottes des Vaters in der Gnade des Heiligen Geistes: „Als Jesus getauft war, stieg er sogleich aus dem Wasser herauf. Und siehe, da öffnete sich der Himmel und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen“ (Mt 3,16). Zum ersten Mal im Matthäusevangelium wird uns das Geheimnis der Heiligen Dreifaltigkeit offenbart. Jesus wurde getauft und empfing die Bestätigung des Heiligen Geistes und seines Vaters, der sprach: „Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe“ (Mt 3,17).

Indem der Herr Jesus in den Jordan hinabstieg, um sich taufen zu lassen, setzte er das Sakrament der Taufe ein. Die Prophezeiung Johannes des Täufers über den Messias, der mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen würde, erfüllte sich. Die Kirche, die der von ihrem Herrn und Erlöser empfangenen Tradition treu ist, bewahrt diesen Schatz, indem sie das Sakrament der Taufe im Namen der Heiligen Dreifaltigkeit spendet. In der Kirche der lateinischen Tradition wird die Taufe üblicherweise durch Übergießen mit Wasser und dem Sprechen der Sakramentsformel vollzogen: „Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

Die Bedeutung der Taufe

Die Taufe ist das erste Sakrament und somit die Grundlage der sechs anderen Sakramente. Sie besiegelt unser christliches Leben. Daher soll jeder Getaufte dies in seinem persönlichen, familiären und gesellschaftlichen Leben zum Ausdruck bringen. Der Heilige Vater Leo XIV. betonte: „Die Taufe führt zur Gemeinschaft mit Christus und schenkt das Leben. Sie verpflichtet uns, einer in unserer Gesellschaft weit verbreiteten Kultur des Todes zu widersagen. Diese Kultur des Todes kommt heute zum Ausdruck in der Gleichgültigkeit, in der Verachtung der anderen, in Drogen, in der Suche nach einem leichten Leben, in einer Sexualität, die Vergnügen und Objektifizierung der menschlichen Person wird, in der Ungerechtigkeit und so weiter.“ (Ansprache an Katechumenen und Neugetaufte aus Frankreich, 29. Juli 2025). Der Bischof von Rom erklärte anschließend die Bedeutung einer brennenden Kerze, die an der Osterkerze entzündet wurde, und an die Familie des Neugetauften übergeben wird. Sie erinnert uns daran, dass wir Zeugen Christi, des Lichts der Welt, sein müssen. „Es ist das Licht des gestorbenen und auferstandenen Christus, und wir verpflichten uns, es erstrahlen zu lassen, indem wir es durch das Hören des Wortes Gottes und die häufige Kommunion mit Jesus in der Eucharistie immer mehr entfachen“ (A.a.O., ebd.).

Der Papst betonte anschließend den Wert des christlichen Zeugnisses: „In der Nachfolge des Herrn seid auch ihr Salz der Erde und Licht der Welt (vgl. Mt 5,13-14). Die Kirche braucht euer schönes Glaubenszeugnis, um noch mehr zu wachsen und allen Notleidenden nahe zu sein“ (A.a.O., ebd.). Der Heilige Vater rief die Christen dazu auf, ihre Glaubenserfahrung mit anderen zu teilen und als missionarische Jünger Zeugen der Liebe Christi zu werden. Anschließend sagte er: „Beschränkt euch nicht auf eine bloß theoretische Kenntnis, sondern lebt euren Glauben konkret, indem ihr die Liebe Gottes in eurem Alltag erfahrt. Der Weg des Glaubens kann weit und manchmal schwierig sein, aber werdet nicht mutlos, denn Gott ist immer gegenwärtig, um euch zu stützen“ (A.a.O., ebd.).

Liebe Schwestern und Brüder, danken wir dem dreieinigen Gott von Herzen für das große Geschenk der Taufe, das wir zu Beginn unseres Glaubenslebens empfangen haben. Das heutige Fest soll uns helfen, die Taufe in ihrer trinitarischen und kirchlichen Dimension neu zu entdecken. Es soll uns zudem ermutigen, ihre Wirklichkeit beständig zu leben und Zeugen des Herrn Jesus an den Orten zu werden, an denen wir leben und arbeiten. Durch die Fürsprache der seligen Jungfrau Maria, der Mutter der Kirche, erbitten wir diese Gnade. Dies wird Gott, dem allmächtigen Vater, gefallen, der auch heute durch seine Kirche und in der Gnade des Heiligen Geistes bezeugt: „Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe“ (Mt 3,17). Amen.

Archivfoto Nuntius Eterović (c) Apostolische Nuntiatur


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Taufe

  1. Exponentieller Anstieg von Bewerbern um die Erwachsenentaufe in Nordost-Spanien
  2. Georgischer Patriarch Ilia II. hat bereits 50.000 Patenkinder
  3. Vatikan: Bei Kirchenaustritt keine Löschung aus dem Taufregister
  4. Brasilianischer Fußballstar Ronaldo ließ sich mit 46 Jahren taufen
  5. Verbot von Taufen im Genfersee – Beschwerde beim Bundesgericht
  6. Katholische Kirche in Portugal setzt Taufen und Hochzeiten aus
  7. Taufe: die schönsten Buchgeschenke
  8. LEHRMÄSSIGE NOTE zur Abänderung der sakramentalen Formel der Taufe
  9. Weil das Licht im Pfarrbüro brannte
  10. Frankreich: 89-jähriger Priester ohrfeigt bei der Taufe das Baby






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  3. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  4. Australischer Forscher Andrew Lowenthal analysiert Zensur in Deutschland
  5. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  6. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  7. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  8. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  9. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  10. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  11. MEHR hippe Missionare in Augsburg
  12. 'Exportweltmeister in Moral, ansonsten Beobachter an der Seitenlinie. Beschämend'
  13. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  14. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  15. Wann enden die perspektivlosen Strukturdebatten?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz