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Papst Leo XIV.: Das Große Glaubensbekenntnis „bleibt gemeinsames Erbe aller Christen“

18. Juli 2025 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
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Der Papst kündigt Türkei-Reise zum Jubiläum von Nizäa an: „Ich hoffe, Sie in einigen Monaten wiedersehen zu können, um an den ökumenischen Gedenkfeiern zum Jahrestag des Konzils von Nicäa teilzunehmen.“


Castel Gandolfo (kath.net/pl) „Das von den versammelten Vätern angenommene Glaubensbekenntnis bleibt – zusammen mit den Ergänzungen des Konzils von Konstantinopel im Jahr 381 – gemeinsames Erbe aller Christen, für viele von ihnen ist das Glaubensbekenntnis fester Bestandteil ihrer liturgischen Feiern.“ Daran erinnert Papst Leo XIV. in Castel Gandolfo während einer Audienz für orthodoxe und katholische Geistliche und Pilger aus den USA.

Dann kündigt der Heilige Vater seine Türkei-Reise zum Jubiläum von Nizäa an: „Ich hoffe, Sie in einigen Monaten wiedersehen zu können, um an den ökumenischen Gedenkfeiern zum Jahrestag des Konzils von Nicäa teilzunehmen.“


Außerdem führte der Papst aus: „Ihre Pilgerreise ist eine der reichen Früchte der ökumenischen Bewegung, die darauf abzielt, die volle Einheit unter allen Jüngern Christi wiederherzustellen, gemäß dem Vaterunser beim Letzten Abendmahl, als Jesus sagte: ‚Alle sollen eins sein‘ (Joh 17,21). Manchmal halten wir diese Zeichen des Teilens und der Gemeinschaft für selbstverständlich. Sie bedeuten zwar noch keine volle Einheit, offenbaren aber bereits den theologischen Fortschritt und den Dialog der Nächstenliebe, die die letzten Jahrzehnte geprägt haben. Am 7. Dezember 1965, am Vorabend des Abschlusses des Zweiten Vatikanischen Konzils, unterzeichneten mein Vorgänger Paul VI. und Patriarch Athenagoras eine gemeinsame Erklärung, mit der sie die Exkommunikationsurteile, die auf die Ereignisse des Jahres 1054 folgten, aus dem Gedächtnis und aus der Mitte der Kirche tilgten. Vorher wäre eine Pilgerreise wie die Ihre wahrscheinlich nicht einmal möglich gewesen.“

Hintergrund: Papst Leo bezieht sich mit seinen obigen Bemerkungen auf das „Nicäno-Konstantinopolitanum“, dem Credo, das im deutschsprachigen Raum als das „Große Glaubensbekenntnis“ bezeichnet wird und das in der Liturgie benutzt werden kann, oft auch musikalisch aufbereitet.

Foto aus dieser Begegnung (c) Vatican Media


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