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Der in den USA ermordete Deutsch-Israeli Yaron Lischinsky war gläubig jüdisch-christlich

24. Mai 2025 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
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Der Nürnberger wurde zusammen mit seiner Freundin Sarah Milgrim vor einem jüdischen Museum in Washington kaltblütig ermordet – Er wollte ihr in wenigen Tagen den Heiratsantrag machen – Tatverdächtiger: „Ich habe es für Gaza getan“


Washington DC (kath.net) Das sympathische junge Paar Yaron Lischinsky und Sarah Milgrim ist vor dem Jüdischen Museum in Washington DC kaltblütig ermordet worden. Der 28-Jährige wollte der 26-Jährigen in der kommenden Woche den Heiratsantrag machen und hatte den Ring dafür bereits gekauft. Der stark Tatverdächtige wurde inzwischen festgenommen, er hatte bei der Tat „Freiheit für Palestina“ gerufen und auch bei der Festnahme propalästinensische Parolen von sich gegeben. Gegen ihn wird derzeit wegen Verdacht auf Mord und Verdacht auf Terrorismus ermittelt. Beide Opfer waren Mitarbeiter der Botschaft Israels in den USA gewesen, beide hatten sich stark für den israelisch-palästinensischen Dialog engagiert.

Lischinsky war in Nürnberg (Bayern) geboren und dort bei seinen Eltern (ein Elternteil ist jüdisch, ein Elternteil christlich) aufgewachsen, bis seine Familie nach Israel auswanderte – er war zu diesem Zeitpunkt 16 Jahre gewesen. Er hatte nach wie vor auch die deutsche Staatsangehörigkeit. Die BBC zitiert Freunde des Verstorbenen, wonach er „ein überzeugter Christ“ gewesen sei. Eine weitere Bekannte beschrieb ihn als ein „Mitglied einer christlich-zionistischen Gruppe“. Zu welcher Konfession oder Gruppe „der fränkische Bub“ (bezogen auf seine Herkunft aus Franken) sich direkt zurechnete, ist bisher nicht bekannt.

Israels Botschafter in Berlin, Ron Prosor, zeigte sich gegenüber der „Jüdischen Allgemeinen“ „fassungslos“ über diesen Gewalttat. „Yaron habe ich persönlich gekannt, er war einer meiner Studenten am Abba-Eban-Institut für Internationale Diplomatie“. „Yaron glaubte daran, dass Frieden mit Israels Nachbarn möglich sei…. Das junge Paar teilte die Leidenschaft für Demokratie und interkulturelles Verständnis. Die beiden standen am Anfang ihres Lebens, als sie kaltblütig von einem Extremisten erschossen wurden.“ Prosor erläuterte weiter: „Sie wurden ermordet, weil sie sich für den Staat Israel einsetzten. Diejenigen, die Israel seit Monaten dämonisieren und delegitimieren, haben ein Klima geschaffen, in dem diese Tat gedeihen konnte. Die Saat des Hasses ist aufgegangen. Meine Gedanken sind bei der Familie von Yaron und Sarah. Möge die Erinnerung an sie ein Segen sein. Wir werden sie niemals vergessen.“ Gemäß anderen Medienberichten schilderte Prosor auch, dass Lischinsky die jüdisch-christlichen Werte verkörpert habe. Er sei Christ und Israel-Liebhaber gewesen, habe in der israelischen Armee gedient und sein Leben der zionistischen Sache gewidmet.
Archivfoto des ermordeten Paares (c) Botschaft Israel in den USA



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