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Italienischer Erzbischof rügt Gläubige für Mundkommunion

2. Mai 2025 in Weltkirche, 26 Lesermeinungen
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Wer die Kommunion mit dem Mund empfange, begehe einen Akt des Stolzes und des Ungehorsams gegenüber der Kirche, behauptete Erzbischof Bruno Forte.


Chieti (kath.net/LifeSiteNews/jg)
Bruno Forte, der Erzbischof von Chieti-Vasto (Italien), hat während einer Messe drei Gläubige kritisiert, welche die Eucharistie nicht auf die Hand, sondern in den Mund empfangen haben.

Er warf den Gläubigen, welche sich für die Mundkommunion entschieden hatten, vor, „ungehorsam“ gegenüber der kirchlichen Hierarchie zu sein und die Sünde des Stolzes zu begehen. Forte hat in seinem Erzbistum die Mundkommunion verboten.

„Es gab drei Personen, welche die Kommunion nicht in ihren Händen halten wollten. Zunächst sagt Jesus im Neuen Testament: ‚Lambante‘. Das griechische Verb ‚lambano‘ bedeutet ‚in die Hand nehmen‘. Jahrhundertelang hat die Kirche die Kommunion in die Hand genommen. Erst in einigen dunklen Jahrhunderten hat (die Kirche) aus Angst vor mangelnder Hygiene diese Geste durch die Einnahme (der Kommunion) in den Mund ersetzt“, sagte Erzbischof Forte wörtlich.


In der frühen Kirche gab es die Praxis der Handkommunion, seit mehr als 1.300 Jahren ist aber die Mundkommunion die Norm. Die Handkommunion hat sich erst in den 1970-er Jahren weltweit verbreitet.

In der Instruktion „Memoriale Domini“ der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung aus dem Jahr 1969, approbiert von Papst Paul VI., erlaubte der Heilige Stuhl den Bischöfen, für ihre Diözesen die Handkommunion einzuführen. Die Praxis der Mundkommunion müsse aber beibehalten werden, da sie die Ehrfurcht der Gläubigen vor der Eucharistie zum Ausdruck bringe. (Memorial Domini 8)

Forte warf den drei Gläubigen und allen Katholiken, welche die Mundkommunion empfangen vor, „stolz“ und „ungehorsam“ zu sein.

„Aber Gott sei Dank sind wir heute alle erwachsen, die Hände geben uns (die Eucharistie) langsam. Die Kommunion wird also in die Hand genommen, mit der demütigen Geste, die Hand auszustrecken und (die Hostie) zu empfangen. Wer die Kommunion nicht (mit der Hand) empfängt, begeht einen Akt des Stolzes. Er hält sich für weiser als der Papst und die Bischöfe, die beschlossen haben, dass die Kommunion in die Hand genommen wird. Bitte seien Sie demütig und der Kirche gegenüber gehorsam. Zumindest, wenn Sie die Kommunion nehmen und Jesus empfangen, indem Sie seinen Willen tun, der in der Kirche durch den Papst und die Bischöfe zum Ausdruck gebracht wird“, sagte der Erzbischof wörtlich.

Die Instruktion „Redemptionis sacramentum“ stellt hingegen fest, dass „jeder Gläubige immer das Recht hat, nach seiner Wahl die heilige Kommunion mit dem Mund zu empfangen“. (RS 92)

Weiterführender Link: Beim Begräbnis von Papst Franziskus gab der Vatikan den Journalisten ausschließlich die Möglichkeit zur Mundkommunion, vermutlich vorsichtshalber.


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