Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  2. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
  3. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  4. Leo XIV. möchte bei "Alter Messe" "konkrete und großzügige Lösungen"
  5. "Vaccine Amen"
  6. 'Erzieherischer Unterton': Harald Schmidt rechnet mit Tagesthemen und Heute Journal ab
  7. Katholische US-Historikerin Bronwen McShea schreibt über „die Frauen, die der Vatikan vergaß“
  8. Panik in Magdeburg
  9. Dienst, Ordnung, Sendung: Die hierarchische Gestalt der Kirche
  10. Maria – Marta – Lazarus: Christus, der Freund des Lebens
  11. Kardinal Woelki und Bischof Oster ermutigen Münchner Lebensschützer mit kraftvollen Grußworten
  12. "Ein Vorbild für Väter und Ehemänner" - US-Präsident veröffentlicht Würdigung des Heiligen Josef
  13. DBK kritisiert ZDF-Kinderformat „Logo“ wegen Christentum-Beitrag
  14. Zwischen Gebetswort und politischem Urteil. Der Friede und die Ordnung
  15. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!

Kardinal Parolin leitet die Papstwahl

1. Mai 2025 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Leitung des Konklaves fällt nun dem rangältesten der unter 80-jährigen Kardinalbischöfe zu; und das ist derzeit Kardinal Parolin.


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Beim Abschied von Papst Franziskus am vergangenen Wochenende standen sie beide im Rampenlicht: die Kardinäle Giovanni Battista Re und Pietro Parolin. Bei der Trauerfeier am Samstag auf dem Petersplatz brachte der 91-jährige Re noch einmal kraftvoll die Botschaft des Verstorbenen von Frieden und Menschenwürde auf den Punkt - im Beisein von Staatenlenkern und vor zahllosen TV-Kameras. Einen Tag später bei der Messe vor 200.000 Menschen am selben Ort erinnerte Parolin (70) in gewohnt sachlicher Manier an das Vermächtnis von Franziskus, dem er zwölf Jahre lang als Kardinalstaatssekretär und damit als Chefdiplomat und "zweiter Mann an der Kirchenspitze" diente.

In der Sedisvakanz haben die beiden Italiener nun unterschiedliche Schlüsselrollen. Re ist seit 2020 Kardinaldekan und damit protokollarischer Leiter des 252 Kardinäle umfassenden Kollegiums. Gemäß seiner Aufgabe hat er nach dem Tod des Papstes an Ostermontag die Kardinäle nach Rom gerufen und führt die "Übergangs-Regierung" der katholischen Weltkirche. Derzeit leitet er die Versammlungen der Kardinäle vor der Papstwahl, das sogenannte Vorkonklave. Diese Treffen, bei denen etwa der Termin der Beisetzung und der Beginn des Konklaves festgelegt wurden, finden bereits seit einer Woche in der Vatikanischen Synodenaula statt.


Auch Vizedekan Sandri jenseits der Altersgrenze

Eine der vornehmsten Aufgaben des Kardinaldekans, nämlich die Leitung der Papstwahl, wird Re jedoch nicht erfüllen. Denn nur jene 135 Kardinäle, die jünger als 80 sind, dürfen überhaupt an der Wahl teilnehmen - Re also nicht. Auch sein Stellvertreter, Vizedekan Leonardo Sandri (81), kommt für die Aufgabe aus Altersgründen nicht infrage. Daher fällt die Leitung nun dem rangältesten der unter 80-jährigen Kardinalbischöfe zu; und das ist derzeit Kardinal Parolin.

Schon in den zwölf Jahren, in denen der Norditaliener als Kardinalstaatssekretär die diplomatischen Strippen für Franziskus zog, fiel er durch seine nüchtern-bedachtsame Art auf. Seit Franziskus ihn kurz nach seiner Wahl im März 2013 an seine Seite holte, errang er als Unterhändler des Heiligen Stuhls Erfolge auf schwierigem Terrain, darunter in Vietnam, Israel oder China, in der Ukraine oder dem Libanon. Beim G-20-Gipfel in Rio de Janeiro oder dem UN-Klimagipfel in Baku war der Mann aus Schiavon in der Provinz Vicenza das Gesicht des Vatikans.

Parolin - Nummer zwei im Vatikan

Als Franziskus ab Mitte Februar wegen seines Spitalsaufenthalts ausfiel, empfing Parolin, der neben Italienisch auch Spanisch, Französisch und Englisch spricht, offizielle Gäste. Darunter war auch US-Vizepräsident James David Vance, der dem Papst noch am Ostersonntag einen kurzen Besuch abstattete. Unter den Kardinälen ist Parolin nicht nur sehr bekannt, sondern dürfte auch über die notwendige Autorität verfügen, um die einzigartige Wahlversammlung zu bändigen.

Von den aktuell 135 Wahlberechtigten, die sich am 7. Mai ins "Konklave", also laut der lateinischen Bedeutung in den "verschlossenen Raum" begeben, kommen 53 aus Europa, davon allein 16 aus Italien. Asien stellt 23 Wähler, Lateinamerika (mit Mexiko) 21, Afrika 18, Nordamerika 16 und Ozeanien 4.

Umstrittener Kardinal nicht bei Papstwahl

Dass Re und Parolin trotz sehr unterschiedlicher Temperamente miteinander funktionieren, zeigte die Causa Angelo Becciu. Der sardische Kardinal war 2023 wegen Verwicklung in eine verlustreiche Immobilieninvestition in London vom Vatikangericht zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden, legte jedoch Berufung ein. Franziskus hatte ihm bereits 2020 wegen derselben Sache seine Kardinalsrechte entzogen, allerdings waren sowohl die rechtliche Basis als auch die Tragweite dieser Strafe unklar geblieben.

Für die bevorstehende Wahl war der 76-Jährige erst gar nicht mitgezählt worden. Dennoch verkündete er lautstark, dass er unschuldig und deshalb auch wahlberechtigt sei. Doch dann erklärte Becciu am Dienstag seinen Verzicht - wohl nach Gesprächen mit seinen zwei mächtigen Mitbrüdern: Laut einem Bericht der römischen Tageszeitung "Il Messaggero" überredeten ihn die Kardinäle Re und Parolin gemeinsam zum Rückzug.

Copyright 2025 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE DIESE WOCHE - 25. MÄRZ!!!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  4. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  5. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
  6. Panik in Magdeburg
  7. 'Erzieherischer Unterton': Harald Schmidt rechnet mit Tagesthemen und Heute Journal ab
  8. Leo XIV. möchte bei "Alter Messe" "konkrete und großzügige Lösungen"
  9. Brasilien: 26-jähriger Seminarist stirbt – hinterlässt beeindruckendes geistliches Testament
  10. Ein Champion am Galgen – und die Welt sieht weg
  11. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  12. DBK kritisiert ZDF-Kinderformat „Logo“ wegen Christentum-Beitrag
  13. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  14. Wenn das künftige nominelle Kirchenoberhaupt mit dem eigenen Glauben fremdelt
  15. Katholische US-Historikerin Bronwen McShea schreibt über „die Frauen, die der Vatikan vergaß“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz