Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  5. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  6. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  7. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  13. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  14. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“
  15. 'Wir sprechen deshalb zurecht hier nicht von Neuevangelisierung, sondern von Erstevangelisierung'

'Wir haben kein Scharnier, aber sind Sie ein Priester?'

13. September 2024 in Kommentar, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wie Gott uns manchmal an Orte führt, wo wir nicht kriegen, was wir wollen – und trotzdem genau richtig sind. Benedicta von Petra Knapp.


Wien (kath.net) Die Geschichte brachte mich zum Nachdenken. Es war nur eine kleine Episode, die der amerikanische Priester Mike Schmitz in eines seiner Herbstvideos gepackt hatte. Es ging darum, wie man zwischen der Stimme Gottes und vielen anderen Stimmen unterscheiden könne. Alles schon mal gehört, denke ich, und fange gelangweilt herum zu kritzeln an.

Da fällt der Name Scott. Father Scott. Ein befreundeter Priester und Handwerker, der viel betet und viel arbeitet, sagt Schmitz. Immer wieder muss der Mann in den Baumarkt, weil er Schrauben, Leim oder Scharniere braucht. Und Father Scott hat eine Angewohnheit, die schräg klingt, richtig abgefahren: Er fragt Gott, in welches Geschäft er gehen soll, wenn er die Auswahl zwischen mehreren Läden hat.

Dann passieren wundersame Dinge, erzählt Schmitz. In diesem Fall gewann Scott im Gebet den Eindruck, er solle ins „Home Depot“ fahren. Dort fragte er einen Mitarbeiter nach diesem bestimmten Scharnier, das er brauchte. „Tut mir leid, wir haben das Scharnier nicht“, bedauerte der Mann. „Aber warten Sie mal, sind Sie ein Priester?“ – „Ja, so was in der Art“, gab Scott zurück.


Und dann bricht diese Geschichte aus dem Verkäufer heraus: Katholisch aufgewachsen, mittlerweile weit weg von der Kirche, diese und jene Krise durchgestanden, jetzt, in diesem Moment äußerst verzweifelt. Father Scott schaut ihm in die Augen und fragt: „Kann ich für dich beten?“

„Und da standen sie nun, im Home Depot, und Father Scott betete mit diesem Mann, der ihm eben sein Herz geöffnet hatte“, erzählt Schmitz. „Und da begriff Father Scott, dass er ja gerade den Herrn gefragt hatte ,Wohin willst du, dass ich gehe, zum Home Depot oder zu Menards?‘.“

Gott habe ihn zum „Home Depot“ geschickt, „aber nicht, damit du das Scharnier bekommst, sondern damit du diesem Mann begegnest, der gerade eine Krise durchmacht, weil Gott nämlich Menschen liebt“.

Schmitz: „Wenn wir Gott fragen ,Wohin soll ich gehen?‘, ,Wo soll ich sprechen?‘, ,“Wo soll ich nicht sprechen?‘, dann könnte er uns einen Ort führen, wo wir nicht das Scharnier oder das Ding bekommen, das wir wollen. Aber vielleicht führt er uns an einen Ort, wo wir das bekommen, was Er will.“

„Father Scott konnte nicht wissen, ob es die Stimme Gottes war, die ihm sagte, er solle zum Baumarkt gehen, bis er sich entschloss, der Stimme zu folgen, die er zu hören glaubte“, erklärte der Priester. Das Gleiche gelte für uns, wenn wir herausfinden wollen, ob es wirklich die Stimme Gottes ist, die zu uns spricht, fasste Schmitz die vier Unterscheidungskriterien zusammen.

Erstens: Widerspricht das, was wir hören, der Heiligen Schrift und ihren Prinzipien? Zweitens: Widerspricht es der kirchlichen Lehre und Tradition? Drittens: Wonach klingt diese Stimme? Eher wie eine Vertrauensperson oder wie ein „Ankläger“, etwa eine Autoritätsfigur, die uns einmal verletzt haben?

Und viertens: „Ich werde nie wissen, ob es die Stimme Gottes ist, wenn ich nicht handle“, ist Schmitz überzeugt. „Ich mache einfach einen Schritt nach vorne und schaue: Trägt es Frucht oder keine Frucht? Öffnet sich die Tür oder ist da einfach eine Wand? Wir werden es nicht wissen, ehe wir uns nicht in Bewegung setzen. So lade ich dich ein: Sei mutig, frage den Herrn und handle dann. Und du wirst wissen, ob es Gottes Stimme oder einfach eine gute Idee war…“

How Can I Know That It's Actually God's Voice? (youtube.com)


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei"
  3. „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
  4. Neuer Schülerkreise Joseph Ratzinger / Papst Benedikt XVI. bestätigt bisherigen Vorstand im Amt
  5. Nordische Bischofskonferenz beendet Herbstvollversammlung in Paderborn
  6. Zwischen Stein und Geheimnis: ‚Ohne die Liturgie würde Notre-Dame ihre Seele verlieren‘
  7. Die Menschheitsfamilie zwischen Babel und Pfingsten
  8. Der Mensch ist mehr als eine Maschine - Die Würde des Menschen vor dem Angesicht Gottes
  9. Bischof Erik Varden: „Den Fremden willkommen heißen“
  10. Leo an Bischöfe: „Liebe Brüder, wir müssen immer wieder in die Schule des Kreuzes zurückkehren“
  11. Chefredakteur Philippe Marie: „Ich werfe dem Erzbistum Paris vor, die Pressefreiheit zu verletzen“
  12. Dem Leben verpflichtet: Johanna Gräfin von Westphalen
  13. Kurienkardinal Parolin nennt „Lebensschutz“ eines der Schwerpunktthemen von Leos Frankreichreise
  14. USA: Medienbischof Fulton Sheen ist nun seliggesprochen!
  15. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz