Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. So nicht, Mr. Präsident!
  2. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  3. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  4. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  5. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  6. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  7. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  8. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  9. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  10. Italien: Seligsprechungsverfahren für Teenager eröffnet
  11. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“
  12. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  13. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!
  14. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  15. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer

Talita kum! Ohne Etiketten und Vorurteile, eine Kirche, die niemanden ausschließt!

30. Juni 2024 in Aktuelles, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: Gott ist einer, der dich bei der Hand nimmt und aufrichtet. Er diskriminiert niemanden, weil er alle Menschen liebt. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Angelus mit Papst Franziskus am dreizehnten Sonntag im Jahreskreis: „Meine Tochter, dein Glaube hat dich gerettet. Geh in Frieden! Du sollst von deinem Leiden geheilt sein“.

Das Evangelium dieses Sonntags erzählt von zwei Wundern, die miteinander verbunden zu sein scheinen. Während Jesus zum Haus des Jaïrus, eines Synagogenvorstehers, gehe, weil dessen kleine Tochter schwer erkrankt sei, berühre auf dem Weg dorthin eine Frau mit Blutfluss sein Gewand und er halte an, um sie zu heilen.

In der Zwischenzeit werde gesagt, dass die Tochter des Jaïrus gestorben sei, doch Jesus bleibe nicht stehen, sondern gehe in das Haus, er gehe in das Zimmer des Mädchens, nehme sie bei der Hand, hebe sie auf und erwecke sie wieder zum Leben (Mk 5,21-43): „Er fasste das Kind an der Hand und sagte zu ihm: Talita kum!, das heißt übersetzt: Mädchen, ich sage dir, steh auf!“.


Diese beiden Heilungen würden in einer einzigen Episode erzählt. Beide geschähen durch einen Körperkontakt: „Die Frau berührt das Gewand Jesu und Jesus nimmt das Mädchen bei der Hand. Warum ist diese ‚Berührung‘ so wichtig?“, fragte der Papst: „Weil diese beiden Frauen - die eine, weil sie Blutungen hat, und die andere, weil sie tot ist - als unrein gelten und deshalb kein Körperkontakt mit ihnen möglich ist“. Dagegen lasse sich Jesus berühren und habe keine Scheu, sie zu berühren. Noch vor der körperlichen Heilung stelle er einen falschen religiösen Begriff in Frage, wonach Gott die Reinen auf der einen und die Unreinen auf der anderen Seite voneinander trenne.

Im Gegenteil, Gott mache diese Trennung nicht, weil wir alle seine Kinder seien und die Unreinheit nicht von der Speise, der Krankheit oder gar dem Tod komme, sondern von einem unreinen Herzen.

„Lernen wir also“, so Franziskus weiter: „Angesichts der Leiden des Leibes und des Geistes, der Wunden der Seele, der Situationen, die uns erdrücken, und sogar angesichts der Sünde hält Gott uns nicht auf Distanz, er schämt sich nicht für uns, er verurteilt uns nicht. Im Gegenteil, er nähert sich, um sich berühren zu lassen und um uns zu berühren, und er erhebt uns immer vom Tod. Er nimmt uns immer an der Hand und sagt: Mädchen, Sohn, steh auf!“.

Dieses Bild, das Jesus uns gebe, sollten wir in unserem Herzen festhalten: „Gott ist einer, der dich bei der Hand nimmt und aufrichtet, der sich von deinem Schmerz berühren lässt und dich anfasst, um dich zu heilen und dir wieder Leben zu geben. Er diskriminiert niemanden, weil er alle Menschen liebt“.

So könnTen wir uns fragen: „Glauben wir, dass Gott so ist? Lassen wir uns vom Herrn berühren von seinem Wort, von seiner Liebe? Treten wir in Beziehung zu unseren Brüdern und Schwestern und reichen ihnen die Hand, um aufzurichten, oder halten wir Abstand und stempeln Menschen nach unserem Geschmack und unseren Vorlieben ab?“.

So sollten wir auf das Herz Gottes schauen, denn wir brauchten eine Kirche und eine Gesellschaft, die niemanden ausschließe, die niemanden als „unrein“ behandle, so dass jeder mit seiner eigenen Geschichte aufgenommen und geliebt werde, ohne Etiketten und Vorurteile.

Foto (c) Vatican Media

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  2. So nicht, Mr. Präsident!
  3. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  4. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  5. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  6. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  7. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  8. Bischof: „Bin durch diese Äußerungen von Staatsanwälten und Richtern verletzt. Das ist Hassrede“
  9. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  10. "Derselbe Polarstern"
  11. Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen christlichen YouTuber
  12. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  13. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  14. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  15. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz