Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  3. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  4. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  5. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  6. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  7. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  8. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  11. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  12. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  13. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  14. Abtreibungsbefürworter begehen Farbanschlag auf Malteserklinikum in Flensburg
  15. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!

Vor Sterbehilfe-Referendum: Bischöfe Sloweniens warnen

5. Juni 2024 in Prolife, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kirchenspitzen fordern Katholiken auf, bei Volksbefragung über assistierten Suizid am 9. Juni mit Nein zu stimmen - Sterbehilfe "aus ethischer und religiöser Sicht unzulässig" - Bischöfe fordern stattdessen Ausbau von Palliativmedizin


Ljubljana (kath.net/KAP) Vor der für 9. Juni angesetzten Volksbefragung über Sterbehilfe haben die katholischen Bischöfe Sloweniens ihre Warnung vor einer Freigabe bekräftigt. Ein solcher Schritt würde die Würde der Schwächsten in der Gesellschaft gefährden, warnen sie in einer gemeinsamen Erklärung am Mittwoch und fordern die Katholiken auf, bei der Befragung mit Nein zu stimmen. Die Bischöfe erinnern zudem an eine gemeinsame Erklärung der Spitzen der Kirchen und Religionsgemeinschaften in Slowenien vom vergangenen Dezember. Christen, Muslimen und Juden hatten darin festgehalten, dass "jede Handlung, mit der jemand absichtlich sein eigenes Leben oder das Leben eines anderen beendet, sowohl aus ethischer als auch aus religiöser Sicht unzulässig ist". Sie fordern stattdessen den Ausbau von Palliativmedizin.

Konkret werden die Slowenien danach befragt, ob sie dafür sind, dass im Parlament ein Gesetz zur Regelung von assistiertem Suizid beschlossen wird. Die Volksbefragung findet zeitgleich mit der Europawahl und zwei weiteren Referenden am 9. Juni statt. Bei den beiden anderen Volksbefragungen geht es um eine Legalisierung von Marihuana für medizinische Zwecke und für eingeschränkten Privatkonsum sowie die Einführung von Vorzugsstimmen bei Parlamentswahlen.


"Die Einführung der Möglichkeit des assistierten Suizids bedeutet einen gesellschaftlichen Verzicht auf die Fürsorge für die Schwächsten", warnen die Bischöfe in ihrer Erklärung, die der Laibacher Weihbischof Anton Jamnik und Bischofskonferenz-Sprecher Gabriel Kavcic bei einem Pressetermin vorstellten. "Wir ermutigen alle Bürgerinnen und Bürger noch einmal, als Nation ernsthaft über die langfristigen Folgen nachzudenken, die unsere Gesellschaft im Falle der Legalisierung solcher Praktiken erwarten. Es handelt sich um den Versuch, eine neue soziale Ordnung einzuführen, in der auf lange Sicht Gesundheit, Jugend und vor allem Produktivität immer mehr geschätzt werden, während alle Schwachen und Kranken beiseitegeschoben werden", so die Kirchenvertreter.

"Jeder Mensch hat Angst vor dem Leiden, besonders am Ende des Lebens", halten die Bischöfe weiter fest. Die Antwort darauf könne aber nicht die Einführung der Möglichkeit des Suizids sein, "sondern das christliche Verständnis, dass das menschliche Leben ein unantastbares Geschenk Gottes ist, die Förderung der gesellschaftlichen Solidarität und die schnellere Entwicklung der Palliativmedizin". Wer Gesetze zur Sterbehilfe einführe, unterstütze und umsetze, "kann eine noch größere Schuld tragen als die Einzelpersonen, die sich für assistierten Suizid entscheiden würden", so die Bischöfe. Die Kirchenvertreter verweisen zudem auf die slowenische Verfassung, die in Artikel 17 anerkenne, "dass das menschliche Leben unantastbar ist".

Das Thema Sterbehilfe wird in Slowenien seit längerem öffentlich debattiert. Im März lehnte das Parlament einen Gesetzesvorschlag im Rahmen einer Bürgerinitiative zur Freigabe des assistierten Freitods ab. Die grün-liberale Regierungspartei von Ministerpräsident Robert Golob kündigte damals gleichzeitig die Abhaltung eines konsultativen Referendums zu dem Thema an.

Die oppositionellen Demokraten (SDS) von Ex-Premier Janez Jansa Demokraten (SDS) und die Christdemokraten (NSi) scheiterten zuletzt mit einem Antrag beim Verfassungsgerichtshof, die Volksbefragung über Sterbehilfe zu blockieren. Die Höchstrichter teilten vergangene Woche mit, dass das Referendum stattfinden könne; die Entscheidung, ob der Inhalt der Befragung, wie von SDS und NSi vorgebracht, der Verfassung widerspricht, schoben sie zunächst auf.

(Wortlaut der Bischofserklärung auch in deutscher Sprache abrufbar unter: https://katoliska-cerkev.si/stalisce-ssk-do-referendumskega-vprasanja-o-uzakonjenju-samomora-s-pomocjo)

Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten
Foto: Archivbild


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  2. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  3. 'Putin ist auf dem besten Weg, in diesem Jahr mehr Christen zu töten als der ISIS'
  4. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden
  5. Über das Dämonische
  6. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!
  7. Wissen Sie, wer die Idee zum fünffarbigen Missionsrosenkranz hatte?
  8. 'Ich habe mich geirrt'
  9. Der Mensch als Mitarbeiter Gottes - Fortschritt ist kein Gottesersatz
  10. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  11. Der Katholik Tolkien wird in der anglikanischen Westminster Abbey ein Denkmal erhalten
  12. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  13. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  14. Was ich als Priester von Fulton Sheen gelernt habe
  15. Papst an Klausurschwestern: „Der Herr ruft euch, seine Zeuginnen in Stille, Kontemplation zu sein“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz