Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  2. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  3. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  4. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  5. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  6. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  7. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  8. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  9. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  10. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  11. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  12. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  13. Wir machen da was mit Medien
  14. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich
  15. Blutiger Anschlag auf orthodoxe Kirche in Jordanien – Mindestens sechs Tote bei Trauerfeier

,Baby Lasagna‘: ,Mit Gott habe ich mich selbst zurückgewonnen‘

14. Mai 2024 in Jugend, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Beim European Song Contest (ESC) 2024 landete der junge Kroate auf Platz 2. Vor einigen Jahren hat er zu einem lebendigen Glauben gefunden. Von Petra Knapp.


Zagreb (kath.net / pk) Er wurde als absoluter Favorit beim diesjährigen Song Contest (ESC 2024) gehandelt und landete schließlich mit seinem Song „Rim Tim Tagi Dim“ auf Platz 2: Der kroatische Musiker Marko Purišić alias „Baby Lasagna“. Mit seiner Darstellung und seinem Musikvideo, das die Traditionen seiner Heimat aufgreift, hob er sich in Stil und Aussage deutlich von anderen Performances ab.

Was kaum einer weiß, ist, dass der Glaube in seinem Leben eine wichtige Rolle spielt. Das sei nicht immer so gewesen, erzählte Marko in einem Interview mit dem kroatischen christlichen Online-Portal Bitno.net. Früher habe er sich selbst an die erste Stelle gesetzt, und dennoch sei es ihm nicht gut gegangen, er sei traurig und kaputt gewesen, verrät er.

Obwohl er eine tolle Karriere als Musiker hatte, eine Freundin und einen Uni-Abschluss, habe er eine innere Leere empfunden. Er habe einen massiven Druck gespürt, „als wäre mein Herz in der Hand eines anderen, der es unbarmherzig festhielt“. Er fühlte sich verzweifelt, müde und depressiv.

„Irgendwann wurde diese Dunkelheit unerträglich“, beschreibt Marko seine damaligen Probleme. „Ich rief meinen Vater an, und der wusste genau, was ich brauchte. Er brachte mich zu einem befreundeten Priester zu einem Gespräch.“ Das habe alles verändert, und seither habe er sich glücklicher gefühlt und die Dunkelheit sei zurückgegangen.


Marko wurde in Umag geboren und wuchs traditionell katholisch auf. Er sei zwar in die Kirche gegangen, habe aber ein Leben nach seinen eigenen Regeln geführt, bekennt er. „Ich bin in die Kirche gegangen und habe getan, was ich wollte. Wenn ich betete, war es immer meinen momentanen Wünschen und Bedürfnissen untergeordnet.“

Das Gespräch mit dem Priester, das er vor einigen Jahren führte, sei ein „Wendepunkt“ in seinem Leben gewesen. „Zum ersten Mal wollte ich in der Kirche zuhören und nicht selber reden.“ Er habe Gott gefragt: „Was willst du mir sagen?“ Gott habe in seinem Herzen zu ihm gesprochen und ihm gesagt: „Du gehörst mir!“

Zum ersten Mal in seinem Leben habe er Gott als echt und lebendig erlebt. „Ich habe nichts verloren, sondern ich habe alles gewonnen!“, sagt der junge Musiker heute. „Mit Gott habe ich mich selbst zurückgewonnen.“ Er habe einiges in seinem Leben geändert, höre unter anderem keine anti-christlichen Lieder mehr. Ein Leben im Glauben bedeute nicht, „im siebten Himmel“ zu schweben. Er habe sich zunächst naiv erwartet, sein Leben würde leichter und einfacher werden.

„Ich habe erwartet, dass Gott wie ein Manager ist, der mein Leben führt und meine Probleme löst.“ Nun merke er, dass er nach wie vor kämpfe, aber dass es Fortschritte gebe. Manchmal spüre er, dass ihm durch seine vielen Verpflichtungen die Zeit mit Gott fehle, gibt Marko zu.

„Mein Traum war es immer, von der Musik zu leben, aber manchmal bin ich mir nicht sicher, ob das Gottes Wille für mich ist“, meint er. Das Leben der Heiligen inspiriere ihn, ihre Bescheidenheit, ihre Armut. Vor allem Padre Pio beeindruckt ihn. „Seine Biographie war das erste Buch, das ich nach meiner Bekehrung las.“

Der 25-jährige Kroate liebt auch russische Klassiker wie Dostojewski sowie klassische Musik, etwa Antonio Vivaldi. „Jeden Morgen lese ich mehrere Kapitel der Bibel, weil ich es für wichtig halte, sein Wort zu kennen“, erzählt er von seinem Alltag. „Ich höre auch geistliche Musik und schaue mir 'The Chosen' an.“

„Aber die Eucharistie bedeutet mir am meisten, und ich liebe die Morgenmessen zur Adventszeit.“ Sein persönliches Ziel sei, „wie die Heiligen zu werden, die für ihren Herrn sterben wollen“, wenngleich er wisse, dass er weder mutig noch stark genug dafür sei. Ein Wort sei jedoch stärker als alles andere: „Hab keine Angst!“

Marko hat auch im Rahmen des christlichen Musik-Projekts „Jeremiah“ ein Lied geschrieben, meldet das Portal. In „Ne daj mi, Oce“ („Lass mich nicht, Vater“) geht es darum, dass wir zweifeln und Jesus immer wieder verraten. „Vater, lass mich nicht nach meinen eitlen Leidenschaften leben“, heißt es in dem Song. „Du hast mich gerufen, du hast deinen Sohn gesandt, du hast mich geliebt…“

Jeremija - Ne Daj Mi Oče - YouTube

 

 

Foto: (c) Facebook

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Vatikan warnt vor ‚Extremismus‘ und ‚Spaltung‘ durch Knien beim Kommunionempfang
  2. Fatima-Tag in Berlin
  3. Lucky Luke wird in Jubiläums-Comic zum Heiligen
  4. Die Liebe als Mitte des Glaubens: Das Gebot, das den ganzen Menschen umfasst
  5. Auf den Spuren des Hl. Paulus - Mit Michael Hesemann nach Griechenland
  6. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  7. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  8. Impuls für Körper und Geist: Kirchensportler empfehlen das Jesus-Gebet
  9. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  10. Im Licht der Liebe
  11. Gott inmitten von Töpfen und Geschirr
  12. Künstlerin Akiane Kramarik erzählt von Vision des Himmels in ihrer Kindheit
  13. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  14. Bravo! Erbprinz Alois legt Veto gegen Abtreibungsgesetz in Liechtenstein ein
  15. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz