Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  2. Tantum ergo Sacramentum
  3. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  4. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  5. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  6. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  7. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  8. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  9. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  10. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  11. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  12. Spannungen hinter den Kulissen: Papst lehnt gemeinsamen Auftritt mit Macron in Notre-Dame ab!
  13. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  14. Die katholischen Bischöfe übernehmen die Schirmherrschaft zum Marsch für das Leben/Slowakei
  15. Papst Leo XIV. hebt Gehaltskürzungen im Vatikan auf

Überraschung in Frankreich: Junge Katholiken kehren zu klassischen Fastenpraktiken zurück

14. März 2024 in Jugend, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Damit habe die Kirche nicht gerechnet, schreibt die französische Zeitung „Le Figaro“.


Paris (kath.net/pl) „Die Fastenzeit liegt bei jungen Katholiken voll im Trend.“ Das schreibt „Le Figaro“ in einem erstaunlichen Beitrag. Die Kirche habe nicht damit gerechnet, dass die junge Generation französischer Katholiken die Bedeutung der Fastenpraktiken wieder entdecke. Tägliches Gebet, verschiedene Formen des Opferns und Verzichtens, wie etwa das Fasten von Brot und Wasser oder eine kalte Dusche, aber auch beispielsweise eine Gespräch mit einem einsamen alten Menschen oder einem Obdachlosen – das sind nur einige der Praktiken, die junge Katholiken praktizieren der Seine während der Fastenzeit. „Vatican News“ berichtet in der polnischsprachigen Ausgabe über diesen Beitrag, der beim „Figaro“ leider hinter der Bezahlschranke liegt.


Dieser unerwartete Trend wird einhellig von verschiedenen Pfarrern bestätigt, die von einem Journalisten aus Le Figaro kontaktiert wurden, berichtete „Vatican News“ weiter und erwähnt den Priester Thibaut de Rincquesen, ein ehemaliger akademischer Kaplan an der Sorbonne. Rincquesen weist darauf hin, dass dies Ausdruck des neuen Interesses junger Menschen am Glauben sei, und zwar nicht nur derjenigen, die aus einem katholischen Umfeld kommen. Dieses Jahr lägen in Paris 25 % mehr Anträge für die Erwachsenentaufe als im vergangenen Jahr. In anderen Diözesen sei es ähnlich, sagt der Priester, der derzeit Jugendseelsorger in der Pfarrei Saint-Gerain-des-Prés ist. Er fügt hinzu, dass die junge Generation den kulturellen Zusammenbruch in Frankreich mehr fürchtet als vor Krieg oder Wirtschaftskrise. Sie haben keine Angst vor Extremismus, sondern brauchen einfach eine Identität. Und einer der Wege sei die Wiederentdeckung des Christentums, sagt der französische Priester und fügt hinzu, dass dies auch ein neues Interesse an der Fastenzeit mit sich bringe. In seiner Pfarrei hätten mehrere hundert junge Menschen die Fastenopferkarte unterzeichnet. In seiner Pfarrei aktivierte er ein Fastenprogramm, das auf der amerikanischen Exodus-Methode basiert: Junge Menschen unterschreiben eine Liste mit ihren Vorsätzen, wie zum Beispiel Fasten, Gebet, eine kalte Dusche und ein Treffen mit den Armen. Diese besondere Sache spricht heute junge Menschen an. Sie sehen, dass wohlverstandene Askese ihre Freiheit wiederherstellt. Man sei sich weithin nicht bewusst, wie traurig die jungen Menschen heute sind, weil sie sich nicht von zwei Süchten befreien können: Pornografie und Alkohol. Sie wissen bereits genau, dass sie das nicht glücklich macht, sagt der Priester de Rincquesen.

Diese Tendenz wird auch von Pater bestätigt. Thierry Anne, Jesuit, Leiter eines Exerzitienhauses in Paris. Er stellt fest, dass viele Katholiken versuchen, die Fastenzeit intensiver zu erleben und entsprechende Maßnahmen ergreifen. Wenn es um Askese und Opfer geht, etwa den Verzicht auf Fernsehen oder die Nutzung des Internets, entwickelt sich dieser Trend seiner Meinung nach seit langem systematisch weiter.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Robert Bellarmin SJ – De gemitu columbae
  2. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  3. Fünf Jahre seit der Seligsprechung von Kardinal Wyszyński: „Wer hasst, hat schon verloren“
  4. Die katholischen Bischöfe übernehmen die Schirmherrschaft zum Marsch für das Leben/Slowakei
  5. Papst feiert Namenstag: Feiertag im Vatikan
  6. Papst Leo XIV. hebt Gehaltskürzungen im Vatikan auf
  7. Vatikan wirbt für Religionsdialog - Eine Islamfeindlichkeit im Westen?
  8. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  9. US-Bischof Burbidge: „Die Kirche verkündet mutig ihr ‚Ja!‘ zum Schutz der Ungeborenen“
  10. Der Mensch vor dem Algorithmus - Die Würde vor dem System
  11. Spannungen hinter den Kulissen: Papst lehnt gemeinsamen Auftritt mit Macron in Notre-Dame ab!
  12. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  13. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  14. Gericht stoppt Zwang zur Suizidhilfe für katholische Nonnen in Illinois
  15. Slowakei: Aufrufe zu Lebensschutz und Dialog bei Nationalwallfahrt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz