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Nigerianische Bischofskonferenz: „Kirche hat nicht die Macht, irreguläre Verbindungen zu segnen“

21. Dezember 2023 in Weltkirche, 7 Lesermeinungen
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Die Vatikanische Erklärung „Fiducia Supplicans“ „bekräftigt die immerwährende Lehre der katholischen Kirche über die Ehe und stellt mit Nachdruck fest, dass die Kirche nicht die Macht hat, zu irregulären Verbindungen einen Segen zu erteilen.“


Vatikan-Abuja (kath.net) kath.net dokumentiert das offizielle Statement der Nigerianischen katholischen Bischofskonferenz zur Vatikanischen Erklärung „Fiducia Supplicans“ in voller Länge in eigener Übersetzung – für die Arbeitsübersetzung © kath.net

20. Dezember 2023
Betreff: Fiducia supplicans über die pastorale Sinngebung von Segnungen

1. Im Anschluss an die Veröffentlichung der Erklärung über die Pastorale Bedeutung von Segnungen, „Fiducia Supplicans“ (Flehen mit Mut) durch das Dikasterium für die Glaubenslehre, erkennen wir, die Mitglieder der Katholischen Bischofskonferenz von Nigeria (CBCN), unsere Pflicht als Hirten an, den Inhalt des Dokuments klarzustellen angesichts der verschiedenen Interpretationsnuancen, die es bereits gegeben hat.

2. Ziel der Erklärung ist es, die verschiedenen Formen der Segnung von Personen und Objekten in der katholischen Kirche zu klären, einschließlich der MÖGLICHKEIT, Personen in irregulären Lebensgemeinschaften zu segnen. Zu solchen Lebensgemeinschaften gehören unter anderem geschiedene und wiederverheiratete Paare, deren frühere Ehen nicht annulliert wurden, solche, die in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften, in polygamen Lebensgemeinschaften, im Konkubinat usw. leben.


3. Die Erklärung erkennt rituelle, liturgische und informelle Segnungen an und unterscheidet sorgfältig zwischen ihnen. Während rituelle oder liturgische Segnungen gemäß den etablierten Normen der Kirche erteilt werden, beziehen sich informelle Segnungen auf Gebete für Menschen, die außerhalb der Liturgie oder einer formellen Feier in der Kirche um sie bitten. In der Erklärung wird über die Möglichkeit nachgedacht, den informellen Segen auf alle Kinder Gottes auszudehnen, wenn sie um Segen bitten, unabhängig von ihrem moralischen Zustand. Dennoch besteht die Erklärung darauf, dass die Segnung von Personen in irregulären Lebensgemeinschaften – und niemals die Lebensgemeinschaft selbst – nur eine nicht-liturgische Form annehmen kann, um Verwirrung zu vermeiden. Es sollte nicht während oder im Zusammenhang mit einer standesamtlichen Trauung oder mit Kleidung, Worten und Zeichen im Zusammenhang mit einer Hochzeit gespendet werden.

4. Die Erklärung bekräftigt die immerwährende Lehre der katholischen Kirche über die Ehe als eine „ausschließliche, dauerhafte und unauflösliche Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau, die von Natur aus offen ist für die Zeugung von Kindern“ und stellt mit Nachdruck fest, dass die Kirche nicht die Macht hat, zu irregulären Verbindungen einen Segen zu erteilen.

5. Die Erklärung unterstreicht auch die Wahrheit über Gottes Barmherzigkeit. Jemand, der aus freien Stücken um einen Segen bittet, zeigt das Vertrauen in Gott und den Wunsch, nach Gottes Geboten zu leben. Nach Gottes Segen zu fragen hängt nicht davon ab, wie gut man ist. Unvollkommenheit ist der Grund, Gottes Gnade zu suchen. Daher werden diejenigen in irregulären Beziehungen aufgefordert, niemals die Hoffnung zu verlieren, sondern vielmehr um Gottes Gnade zu bitten und Barmherzigkeit zu empfinden und gleichzeitig offen für die Bekehrung zu bleiben.

6. Abschließend versichert die Katholische Bischofskonferenz von Nigeria dem gesamten Volk Gottes, dass die Lehre der katholischen Kirche zur Ehe dieselbe bleibt. Daher gibt es in der Kirche keine Möglichkeit, gleichgeschlechtliche Partnerschaften und Aktivitäten zu segnen. Das würde gegen Gottes Gesetz, die Lehren der Kirche, die Gesetze unserer Nation und die kulturellen Sensibilitäten unseres Volkes verstoßen. Die Katholische Bischofskonferenz von Nigeria dankt allen Priestern für ihre Begleitung verheirateter Paare und bittet sie, weiterhin alles zu tun, um das Sakrament der Heiligen Ehe aufrechtzuerhalten, und niemals etwas zu tun, das die Heiligkeit dieses Sakraments beeinträchtigen könnte.

Möge der Herr Sie segnen und behüten. AMEN“ WIR WÜNSCHEN ALLEN FROHE WEIHNACHTEN.

+ Lucius Iwejuru Ugorji, Erzbischof von Owerri, Präsident der Nigerianischen katholischen Bischofskonferenz
+ Donatus Ogun, Bischof von Uromi, Sekretär der Bischofskonferenz

Link zum Originaldokument in englischer Sprache: CBCN on Fiducia supplicans


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