Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  2. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  3. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  4. Die US-Bischöfe fördern die natürliche Familienplanung
  5. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  6. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  7. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  8. Pax tecum – Wenn der Papst über Frieden spricht
  9. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  10. 'Weihnachten im Juli': Der Gedenktag der Heiligen Drei Könige
  11. Vatikan stuft schottische Mönche nach unerlaubter Bischofsweihe als exkommuniziert ein
  12. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  13. Vatikan dementiert Berichte über Ende des Rupnik-Verfahrens
  14. Papst ruft zu christlichem Lebensstil im Urlaub auf
  15. Deutsches Auswärtiges Amt verzichtet auf Genderschreibweise

Obdachlose bekommt ihre Zwillinge direkt neben der Kathedrale, Priester leistet spontan Geburtshilfe

24. November 2023 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Pfarrvikar Mariscal „Ich stand da und hielt ein Baby mit meinen blutigen Händen, und das Baby war auch ganz blutig, und ich bin in Priesterkleidung – ich bin ein Priester vor dem Heiligtum Unserer Lieben Frau. Ich dachte: ‚Was will Gott mir sagen?‘“


Yakima (kath.net/pl) Pfarrvikar Jesús Mariscal wollte sich nur kurz eine Zwischenmahlzeit vom Bäcker holen. Doch als er zurückkam, entdeckte er auf dem Gelände um die St. Paul-Kathedrale von Yamika eine obdachlose Frau, deren Eröffnungswehen bereits begonnen hatten. Sie stand nahe bei einer Statue von „Unsere Liebe Frau von der Unbefleckten Empfängnis“ und schrie: „Ich brauche Hilfe! Mein Baby kommt!“ Der Pfarrvikar schilderte gegenüber US-amerikanischen Medien, dass er zunächst nicht glauben konnte, was er hörte – bis er das Blut zu Füßen der Frau entdeckte. „Es kommt. Es kommt jetzt“, wimmerte die Frau. Der Priester rief die örtliche Notrufnummer an und stellte sein Handy auf laut, um den medizinischen Anweisungen zu folgen, die man ihm am Notruftelefon gab.

Es dauerte nur wenige Momente, bis das Baby geboren wurde, Vikar Mariscal gab den Jungen der Frau in ihre Arme. Doch dann schrie sie erneut auf: „Es kommt noch eines!“. Das zweite Kind wurde allerdings mitsamt der noch geschlossenen Fruchtblase geboren, eine akut lebensgefährliche Situation. Die Hilfsperson am Notruftelefon sagte ihm, er solle die Fruchtblase sofort öffnen, doch der Vikar hatte keine Schere und kein Werkzeug bei sich. Deshalb zerriss er die Fruchtblase mit seinen Händen. Doch das Kind atmete nicht und es hatte obendrein die Nabelschnur um seinen Hals gewickelt. Vikar Mariscal klopfte dem Kind auf den Rücken, bis es zu atmen begann. Endlich kam der Krankenwagen, die Mutter und ihre beiden etwas zu früh geborenen Kinder wurden ins Krankenhaus eingeliefert, offenbar sind alle drei soweit gesund. Die obdachlose Frau hat das Krankenhaus bereits verlassen, ihr Aufenthaltsort und ihr Name sind unbekannt. Ob die Frau ihre Kinder mitgenommen hat oder nicht, wurde von den Medien nicht berichtet.


Pfarrvikar Mariscal sagte später, das sei „eine surreale Erfahrung gewesen“, „wie in einem Film“. „Ich stand da und hielt ein Baby mit meinen blutigen Händen, und das Baby war auch ganz blutig, und ich bin in Priesterkleidung – ich bin ein Priester vor dem Heiligtum Unserer Lieben Frau. Ich dachte: ‚Was will Gott mir sagen?‘“

Er berichtet außerdem, dass er unmittelbar nach seinem spontanen Einsatz als Geburtshelfer ein Traugespräch hatte, zu dem er deutlich zu spät kam. Er entschuldigte sich bei dem Brautpaar: „Tut mir leid, dass ich zu spät zu unserem Gespräch komme. Ich habe einer Dame dabei geholfen Zwillinge zu entbinden“. Das Brautpaar dachte, dass er scherze.

Im US-Bundesstaat Washington sind aktuell etwa 25.000 Menschen obdachlos. Das ist 10 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Bischof von Yakima, Joseph J. Tyson, sagte gegenüber Medien zu dieser außergewöhnlichen Begebenheit: „Ich hoffe, dass dies mithilft, das Bewusstsein für die politischen und sozialen Bedingungen zu steigern, die zur Obdachlosigkeit gehören. Wenn wir uns als Schwestern und Brüder gegenüber den Armen und Ausgegrenzten verhalten, dann begleiten wir sie auf ihrem Weg zur Problemlösung, zur Benennung ihrer Schwierigkeiten und helfen ihnen, ihren rechtmäßigen Platz in unser Gemeinschaft einzunehmen.“

Foto: links Pfarrvikar Mariscal; rechts die Rettungskräfte im Einsatz, als sie zu der Mutter mit ihren Zwillingen angekommen waren


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  2. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  5. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  6. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  7. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  8. DANKE JUSTIN! - Kanadischer Sänger bringt Stadion während WM-Finale mit „Halleluja“ zum Schweigen!
  9. Krebs und Paradies – Das Leben des 17-jährigen David Buggi
  10. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  11. Leo beruft den lehramtstreuen US-Erzbischof Cordileone in die Apostolische Signatur
  12. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  13. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  14. Erzdiözese Wien bestätigt Pensionierung von Dompfarrer Faber
  15. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz