Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  2. Kard. Sarah: „Die Abneigung gegen Latein und Gregorianik wird mit der 68er-Generation verschwinden“
  3. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  4. Papst Leo: „Die Welt durchlebt eine besonders unruhige Phase“
  5. Die Hölle, eine verschwiegene Wahrheit
  6. Papst äußert sich skeptisch zu fundamentalen Risiken der KI
  7. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
  8. Caroline Bosbach: „Linkspartei erklärt evangelikale Christen zum Feindbild“
  9. US-Diözesen mit ungewöhnlich hoher Zahl an Priesterweihen
  10. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz
  11. Polnischer Primas in Jasna Góra: „Recht auf Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod“
  12. Ist ein linker Punksänger klüger als Bischof Feige?
  13. „Synodalität wird den Katholizismus zerstören“
  14. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  15. R.I.P. Dolly Parton

Obdachlose bekommt ihre Zwillinge direkt neben der Kathedrale, Priester leistet spontan Geburtshilfe

24. November 2023 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Pfarrvikar Mariscal „Ich stand da und hielt ein Baby mit meinen blutigen Händen, und das Baby war auch ganz blutig, und ich bin in Priesterkleidung – ich bin ein Priester vor dem Heiligtum Unserer Lieben Frau. Ich dachte: ‚Was will Gott mir sagen?‘“


Yakima (kath.net/pl) Pfarrvikar Jesús Mariscal wollte sich nur kurz eine Zwischenmahlzeit vom Bäcker holen. Doch als er zurückkam, entdeckte er auf dem Gelände um die St. Paul-Kathedrale von Yamika eine obdachlose Frau, deren Eröffnungswehen bereits begonnen hatten. Sie stand nahe bei einer Statue von „Unsere Liebe Frau von der Unbefleckten Empfängnis“ und schrie: „Ich brauche Hilfe! Mein Baby kommt!“ Der Pfarrvikar schilderte gegenüber US-amerikanischen Medien, dass er zunächst nicht glauben konnte, was er hörte – bis er das Blut zu Füßen der Frau entdeckte. „Es kommt. Es kommt jetzt“, wimmerte die Frau. Der Priester rief die örtliche Notrufnummer an und stellte sein Handy auf laut, um den medizinischen Anweisungen zu folgen, die man ihm am Notruftelefon gab.

Es dauerte nur wenige Momente, bis das Baby geboren wurde, Vikar Mariscal gab den Jungen der Frau in ihre Arme. Doch dann schrie sie erneut auf: „Es kommt noch eines!“. Das zweite Kind wurde allerdings mitsamt der noch geschlossenen Fruchtblase geboren, eine akut lebensgefährliche Situation. Die Hilfsperson am Notruftelefon sagte ihm, er solle die Fruchtblase sofort öffnen, doch der Vikar hatte keine Schere und kein Werkzeug bei sich. Deshalb zerriss er die Fruchtblase mit seinen Händen. Doch das Kind atmete nicht und es hatte obendrein die Nabelschnur um seinen Hals gewickelt. Vikar Mariscal klopfte dem Kind auf den Rücken, bis es zu atmen begann. Endlich kam der Krankenwagen, die Mutter und ihre beiden etwas zu früh geborenen Kinder wurden ins Krankenhaus eingeliefert, offenbar sind alle drei soweit gesund. Die obdachlose Frau hat das Krankenhaus bereits verlassen, ihr Aufenthaltsort und ihr Name sind unbekannt. Ob die Frau ihre Kinder mitgenommen hat oder nicht, wurde von den Medien nicht berichtet.


Pfarrvikar Mariscal sagte später, das sei „eine surreale Erfahrung gewesen“, „wie in einem Film“. „Ich stand da und hielt ein Baby mit meinen blutigen Händen, und das Baby war auch ganz blutig, und ich bin in Priesterkleidung – ich bin ein Priester vor dem Heiligtum Unserer Lieben Frau. Ich dachte: ‚Was will Gott mir sagen?‘“

Er berichtet außerdem, dass er unmittelbar nach seinem spontanen Einsatz als Geburtshelfer ein Traugespräch hatte, zu dem er deutlich zu spät kam. Er entschuldigte sich bei dem Brautpaar: „Tut mir leid, dass ich zu spät zu unserem Gespräch komme. Ich habe einer Dame dabei geholfen Zwillinge zu entbinden“. Das Brautpaar dachte, dass er scherze.

Im US-Bundesstaat Washington sind aktuell etwa 25.000 Menschen obdachlos. Das ist 10 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Bischof von Yakima, Joseph J. Tyson, sagte gegenüber Medien zu dieser außergewöhnlichen Begebenheit: „Ich hoffe, dass dies mithilft, das Bewusstsein für die politischen und sozialen Bedingungen zu steigern, die zur Obdachlosigkeit gehören. Wenn wir uns als Schwestern und Brüder gegenüber den Armen und Ausgegrenzten verhalten, dann begleiten wir sie auf ihrem Weg zur Problemlösung, zur Benennung ihrer Schwierigkeiten und helfen ihnen, ihren rechtmäßigen Platz in unser Gemeinschaft einzunehmen.“

Foto: links Pfarrvikar Mariscal; rechts die Rettungskräfte im Einsatz, als sie zu der Mutter mit ihren Zwillingen angekommen waren


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  3. YouTube-Philosoph Joe Schmid: „Ich spüre eine Art magnetische Anziehungskraft des Katholizismus“
  4. Ist ein linker Punksänger klüger als Bischof Feige?
  5. R.I.P. Dolly Parton
  6. 'Ich möchte meinem Vater im Himmel danken'
  7. Die US-Diözese Salt-Lake-City verzeichnet jedes Jahr hunderte neue Mitglieder
  8. 'Weil die andere Option darin bestand, in der Hölle zu brennen, ewig an meinen Haaren aufgehängt.'
  9. Kiewer Großerzbischof Schewtschuk: "Wir bitten um Solidarität"
  10. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  11. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  12. Britische Regierung verweigert finnischer Abgeordneter Räsänen die Einreise
  13. Erfrischung für Rom: Als ein Papst die Piazza Navona unter Wasser setzte
  14. Polnische Salvatorianer boten Workshop für Ministrantendienst im klassischen Ritus an
  15. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz