Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. US-Katholiken mehrheitlich für die Todesstrafe
  2. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  3. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  4. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  5. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  6. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  7. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  8. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  9. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  10. Brigitte Bardot bedauerte den Verlust des Geheimnisvollen in der Neuen Messe
  11. Wann enden die perspektivlosen Strukturdebatten?
  12. Papst Leo XIV. bestärkt Bischof Voderholzer auf dem Weg der Neuevangelisierung
  13. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  14. Papst Leo wird die Gründonnerstags-Fußwaschung wieder im Lateran vollziehen
  15. Iran: Mindestens 12.000 Tote bei Protesten gegen das Regime

„Die deutsche Kirche hat große Probleme und muss offensichtlich über Neuevangelisierung nachdenken“

13. September 2023 in Weltkirche, 27 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Neuer Präfekt der Glaubenskongregation, Fernández: „Risiko des Synodalen Weges: Zu glauben, dass die Kirche in Deutschland durch die Ermöglichung fortschrittlicher Neuerungen gedeihen wird. Dies ist nicht das, was Papst Franziskus vorschlagen würde.“


Vatikan (kath.net/pl) Überraschende Antworten kommen vom neuen Präfekten der Glaubenskongregation, dem argentinischen designierten Kardinal Erzbischof Víctor Manuel Fernández, im Interview mit der in den USA erscheinenden Zeitung „National Catholic Register“. Edward Pentin hatte Fernández nach seiner Einschätzung des deutsch-synodalen Weges gefragt und folgendes als Antwort erhalten: „Die deutsche Kirche hat große Probleme und muss offensichtlich über eine Neuevangelisierung nachdenken. Andererseits gibt es heute keine Theologen mehr auf dem Niveau jener, die in der Vergangenheit so beeindruckend waren. Das Risiko des Synodalen Weges besteht darin, zu glauben, dass die Kirche in Deutschland durch die Ermöglichung fortschrittlicher Neuerungen gedeihen wird. Dies ist nicht das, was Papst Franziskus vorschlagen würde“. Der Papst betonte vielmehr „eine erneuerte Missionsarbeit betonte, die sich auf die Verkündigung des Kerygmas konzentrierte: der unendlichen Liebe Gottes, die sich im gekreuzigten und auferstandenen Christus manifestierte“.


Fernández wehrte ausdrücklich eine Unterstellung mancher Journalisten ab: „Ich weiß nicht, warum einige Ihrer Kollegen mich mit der deutschen Art identifizieren, über die ich noch wenig weiß. Schauen Sie, mein berühmtestes Buch heißt Los Cinco Minutos del Espiritu Santo (Die 5 Minuten des Heiligen Geistes) und enthält tägliche Meditationen über den Heiligen Geist. Davon wurden 150.000 Exemplare verkauft.“ Außerdem sei er „Pfarrer und Diözesanbischof“ gewesen. „Gehen Sie und fragen Sie die Gläubigen in meiner Gemeinde, was ich getan habe, als ich Pfarrer war, und Sie werden erfahren: Eucharistische Anbetung, Katechismuskurse, Bibelkurse, Hausmissionen mit Unserer Lieben Frau und Haussegnungen. Ich hatte zehn Gebetsgruppen und 130 junge Leute.“ Als Diözesanbischof habe er gepredigt über Christus, über das Gebet, über den Heiligen Geist, über Maria, über die Heiligung. Und letztes Jahr habe ich der gesamten Erzdiözese vorgeschlagen, sich auf das ‚Gemeinsam zur Heiligkeit hinwachsen‘ zu konzentrieren. Was auch immer einige Ihrer Kollegen sagen mögen, das war meine Formel für den Umgang mit der religiösen Gleichgültigkeit der Gesellschaft. Wie der Papst glaube ich, dass wir ohne Mystik nirgendwo hinkommen.“ Diese Worte wirken, wie wenn Fernández große Sorgen hätte, einseitig von der progressiveren Seite der Kirche für ihre Agenda vereinnahmt zu werden.

Fernández erläuterte außerdem, dass der „Gehorsam gegenüber dem Lehramt“ in mindestens zwei Bedeutungen verstanden werde: „Die eine ist die eher statische Bedeutung eines ‚Glaubensgutes‘, das wir bewahren und unversehrt bewahren müssen. Aber andererseits gibt es für diesen Schutz ein besonderes Charisma, ein einzigartiges Charisma, das der Herr nur Petrus und seinen Nachfolgern gegeben hat.“ Es gehe hierbei um „eine lebendige und aktive Gabe, die in der Person des Heiligen Vaters am Werk ist. Ich habe dieses Charisma nicht, Sie auch nicht und Kardinal Burke auch nicht. Heute hat es nur noch Papst Franziskus“, so Fernández. „Wenn Sie mir nun sagen, dass einige Bischöfe eine besondere Gabe des Heiligen Geistes haben, um die Lehre des Heiligen Vaters zu beurteilen, geraten wir in einen Teufelskreis (in dem jeder behaupten kann, die wahre Lehre zu haben), und das wäre Häresie und Schisma. Denken Sie daran, dass Ketzer immer glauben, die wahre Lehre der Kirche zu kennen. Leider verfallen heute nicht nur einige Progressive in diesen Fehler, sondern paradoxerweise auch einige Traditionalisten.“

Link zum Interview im „National Catholic Register“: Archbishop Fernandez Warns Against Bishops Who Think They Can Judge ‘Doctrine of the Holy Father’

Archivfoto Kard. des. Erzbischof Fernández (c) Erzdiözese La Plata


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  3. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  4. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  5. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  6. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  7. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  8. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  9. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  10. 'Exportweltmeister in Moral, ansonsten Beobachter an der Seitenlinie. Beschämend'
  11. MEHR hippe Missionare in Augsburg
  12. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  13. Brigitte Bardot bedauerte den Verlust des Geheimnisvollen in der Neuen Messe
  14. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  15. Wann enden die perspektivlosen Strukturdebatten?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz