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Den Glauben zu bewahren

2. Juli 2023 in Chronik, 30 Lesermeinungen
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Brief von Papst Franziskus an den neuen Präfekten des Dikasteriums für die Glaubenslehre im Wortlaut.


Vatikan (kath.net)
An Seine Hochwürdigste Exzellenz Erzbischof Víctor Manuel Fernández
Lieber Bruder,

als neuer Präfekt des Dikasteriums für die Glaubenslehre vertraue ich Ihnen eine Aufgabe an, die ich für sehr wertvoll halte. Ihre zentrale Aufgabe ist es, über die Lehre des Glaubens zu wachen, um "Grund zu unserer Hoffnung zu geben, aber nicht als Feinde, die auf andere zeigen und sie verurteilen"[1].

Die Abteilung, der Sie vorstehen, hat sich in anderen Zeiten unmoralischer Methoden bedient. Das waren Zeiten, in denen nicht theologische Erkenntnisse gefördert, sondern Irrlehren verfolgt wurden. Was ich von Ihnen erwarte, ist zweifelsohne etwas ganz anderes.

Sie waren Dekan der Theologischen Fakultät in Buenos Aires, Präsident der Argentinischen Theologischen Gesellschaft, und Sie sind Präsident der Kommission für Glauben und Kultur des argentinischen Episkopats, in allen Fällen gewählt von Ihren Kollegen, die damit Ihr Charisma verstärkt haben... Als Rektor der Pontificia Universidad Católica Argentina haben Sie eine gesunde Integration des Wissens gefördert. Sie wiederum waren Pfarrer von Santa Teresita und bis jetzt Erzbischof von La Plata, wo Sie theologisches Wissen mit dem Leben des heiligen Volkes Gottes in Dialog bringen konnten.

In Anbetracht der Tatsache, dass für Disziplinarangelegenheiten - vor allem im Zusammenhang mit Kindesmissbrauch - vor kurzem eine spezielle Abteilung mit sehr kompetenten Fachleuten geschaffen wurde, bitte ich Sie als Präfekt, Ihr persönliches Engagement direkter dem Hauptziel des Dikasteriums zu widmen, das darin besteht, "den Glauben zu  bewahren"[2].


Um die Bedeutung dieser Aufgabe nicht einzuschränken, sei hinzugefügt, dass es darum geht, "das Verständnis und die Weitergabe des Glaubens im Dienst der Evangelisierung zu fördern, damit sein Licht ein Kriterium für das Verständnis des Sinns der Existenz ist, insbesondere angesichts der Fragen, die der Fortschritt der Wissenschaft und die Entwicklung der Gesellschaft aufwerfen"[3]. Diese Themen, die in einer erneuerten Verkündigung der Botschaft des Evangeliums aufgegriffen werden, "werden zu Instrumenten der Evangelisierung"[4], denn sie erlauben es, in einen Dialog mit "dem gegenwärtigen Kontext, der in der Geschichte der Menschheit beispiellos ist"[5], einzutreten.

Sie sollen es außerdem verstehen, dass die Kirche  in ihrer Interpretation des offenbarten Wortes und in ihrem Verständnis der Wahrheit wachsen muss“ [6], ohne dass dies die Auferlegung einer einzigen Ausdrucksweise impliziert. Denn: „Die verschiedenen Richtungen des philosophischen, theologischen und pastoralen Denkens können, wenn sie sich vom Geist in der gegenseitigen Achtung und Liebe in Einklang bringen lassen, zur Entfaltung der Kirche beitragen“ [7]. Dieses harmonische Wachstum wird die christliche Lehre wirksamer bewahren als jeder Kontrollmechanismus.

Es ist gut, dass Ihre Aufgaben zum Ausdruck bringen, dass die Kirche "das Charisma der Theologen und ihr Engagement in der theologischen Forschung" fördert, solange sie sich "nicht mit einer Tischtheologie"[8], mit "einer kalten und harten Logik, die alles zu beherrschen versucht"[9], zufrieden geben. Es wird immer wahr sein, dass die Realität der Idee überlegen ist. In diesem Sinne muss die Theologie auf ein grundlegendes Kriterium achten: Sie muss "jede theologische Konzeption für unangemessen halten, die letztlich Gottes Allmacht und vor allem sein Erbarmen in Frage stellt"[10]. Wir brauchen ein Denken, das überzeugend einen Gott vorstellt, der liebt, der vergibt, der rettet, der befreit, der die Menschen fördert und sie zum brüderlichen Dienst ruft.

Das geschieht, wenn „sich die Verkündigung auf das Wesentliche konzentriert, auf das, was schöner, größer, anziehender und zugleich notwendiger ist“ [11]. Sie wissen sehr gut, dass es eine harmonische Ordnung zwischen den Wahrheiten unserer Botschaft gibt, bei der die größte Gefahr darin besteht, dass die Nebenthemen die zentralen Themen verdunkeln.

Im Horizont dieses Reichtums impliziert Ihre Aufgabe auch eine besondere Sorgfalt, um zu überprüfen, ob die Dokumente des Dikasteriums selbst und andere eine angemessene theologische Unterstützung haben, mit dem reichen Humus des immerwährenden Lehramtes der Kirche übereinstimmen und gleichzeitig das neuere Lehramt einschließen.

Möge die Heilige Jungfrau Sie bei dieser neuen Aufgabe beschützen und für Sie sorgen. Bitte hören Sie nicht auf, für mich zu beten.

In brüderlicher Verbundenheit,
Franziskus

__________________

[1] Apostolisches Schreiben Evangelii Gaudium (24. November 2013), 271.
[2] Motu proprio Fidem servare (11. Februar 2022), Einleitung.
[3] Ebd., 2.
[4] Apostolische Exhortation Evangelii Gaudium (24. November 2013), 132.
[5] Enzyklika Laudato si' (24. Mai 2013), 132. Laudato si' (24. Mai 2015), 17.
[6] Apostolische Exhortation Evangelii Gaudium (24. November 2013), 40.
[7] Ebd.
[8] Apostolisches Schreiben Evangelii Gaudium (24. November 2013), 132.
[9] Apostolische Exhortation Gaudete et exsultate (19. März 2018), 39.
[10] Internationale Theologische Kommission, Die Hoffnung auf Erlösung für Kinder, die ohne Taufe sterben (19. April 2007), 2.
[11] Apostolisches Schreiben Evangelii Gaudium (24. November 2013), 35.

Foto: (C) Víctor Manuel Fernández


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Lesermeinungen

 Juandiego 4. Juli 2023 

Relativismus pur! Eine klare Sache. Endlich!

Ich habe den Brief nicht ohne Schmerz gelesen. Dennoch ist es sehr gut, dass Papst Franziskus die Karten offen auf den Tisch legt: Relativismus ist sein Kern, Relativismus ist seine Arbeitsmethode und sein Wesen, Relativismus ist sein unmittelbares Ziel.
Zitat:
Wir sollen "verstehen, dass die Kirche in ihrer Interpretation des offenbarten Wortes und in ihrem Verständnis der Wahrheit wachsen muss“ ohne dass dies die Auferlegung einer einzigen Ausdrucksweise impliziert. Denn: „Die verschiedenen Richtungen des philosophischen, theologischen und pastoralen Denkens können, wenn sie sich vom Geist in der gegenseitigen Achtung und Liebe in Einklang bringen lassen, zur Entfaltung der Kirche beitragen“.
Endlich Klarheit. Endlich weiß ich, was ich von Papst Franziskus erwarten kann.


3
 
 lesa 4. Juli 2023 

Schaut auf das Licht bis der Morgenstern aufgeht in euren Herzen (vgl Petrusbriefe)

Liebe@salvatoreMio: Ihrem Dank an Bene16 schließe ich mich an!
Lieber@Zeitzeuge: Danke für Ihren Kommentar! Wir sind offensichtlich bereits vom Antichrist dominiert. "Unwissende und Ungefestigte haben die Schriften verdreht zu ihrem eigenen Verderben." (vgl 2 Petr 3) Auch zum Verderben ganzer Scharen. Aber Gott hat rechtzeitig dafür gesorgt, dass das Licht nicht erlischt, sondern durch getreue Zeugen in der Finsternis hell leuchtet und die Sammlung und die Rettung vieler weitergeht. So schenkt uns der Herr Boden unter den Füßen und Kraft, damit wir nicht "durch den Irrwahn der Ruchlosen mitfortgerissen werden und aus der Festigkeit fallen."(vgl 2 Petr 17f)


2
 
 Hängematte 4. Juli 2023 
 

Kritisiert dieser Brief gerade die Amtsführung von Benedikt XVI.

als Leiter der Glaubenskongregation??


1
 
 SalvatoreMio 4. Juli 2023 
 

"Einer trage des anderen Last"

@Lieber Bene16: Herzlichen Dank, Sie machen Mut! Sich hier äußern, verschlingt auch Kraft und Zeit. Doch es stimmt wohl, daß wir einander mit unseren Gedanken, unserem Glaubenszeugnis dienen. Das zu dürfen und zu können, ist Geschenk Gottes, finde ich.


3
 
 Bene16 3. Juli 2023 
 

@lesa und @SalvatoreMio

Vielen Dank für Ihre Rückmeldungen.
Sie und verschiedene weitere treue Gläubige, die sich auf kath.net zu Wort melden, sind mir eine grosse Stütze im Glauben.


3
 
 SalvatoreMio 3. Juli 2023 
 

"Danke Herr, dass Du mich damals zur Kirche geführt hast",

@Bene16: Volle Zustimmung, auch bei der Äußerung: "Heute würde ich den Schritt wohl nicht mehr wagen". - Doch nun? Jetzt könnte man die Worte des hl. Paulus zu begreifen und anzunehmen versuchen: "Für den Leib Christi, die Kirche, ergänze ich in meinem irdischen Leben das, was an den Leiden Christi noch fehlt". (Kolosser 1,24b)


4
 
 lesa 3. Juli 2023 

Es ist die Zeit, da Gott die Spreu vom Weizen trennt

@JP2B16: Herzlichen Dank für Ihr "feedback"! Zusammenhalten ist jetzt so wichtig!

"Meine Kirche, die daniederliegt, weil sie sich von der Heiligen Schrift abgewandt hat, muss mit euch, die ich gerufen habe, wieder erstehen.
Einheit, Liebe und Wahrheit wünsche ich euch. Mut und Gerechtigkeit soll euch erfüllen, denn die Zeit ist gekommen, da Gott die Spreu vom Weizen trennt. Bleibt als demütige Träger der Wahrheit in der Stille und im Gebet bei mir. Der Sieg gegen das Böse wird kommen." (Schio)

@Bene 16: Ja, dem Herrn sei Dank, dass sie rechtzeitig zur Kirche geführt wurden! Denn in ihren Sakramenten wohnt die erneuernde Kraft des Weizenkorns. In der Eucharistiefeier wird auch diese Phase des Daniederliegens der Kirche umgewandelt.


4
 
 Bene16 3. Juli 2023 
 

Ich weiss, wem ich geglaubt habe

Bereits zur Zeit meiner Konversion wurde ich gewarnt, es gäbe in der Katholischen Kirche eine grosse Meinungsvielfalt und viele Machtkämpfe.
Das konnte mich nicht schrecken, weil ich "wusste", dass ich nur in der Einen, Heiligen, Katholischen und Apostolischen Kirche die uns stets übersteigende Fülle der Wahrheit zu suchen war und ich in den Sakramenten Gott selbst finden würde.
Bis heute bereue ich meine Konversion keine Sekunde.
Danke Herr, dass Du mich damals zur Kirche geführt hast, als die Obersten in der Hierarchie für mich glaubwürdige Zeugen waren. Heute würde ich diesen Schritt wohl nicht mehr wagen...


5
 
 Dinah 3. Juli 2023 

Wasser predigen und Wein trinken

"einer kalten und harten Logik, die alles zu beherrschen versucht"
Wenn ihm Logik so zuwider ist, weshalb lässt er seine vielfältigen körperlichen Beschwerden nicht von Wunderheilern vom "Rande der Welt oder der Gesellschaft" behandeln, sondern von westlich gebildeten Pflegekräften und Chirurgen, die zu seinen Gunsten sehr kausal agieren?


2
 
 Zeitzeuge 3. Juli 2023 
 

Aus hna.de bzgl. Umfragen bei getauften Katholiken sei zitiert:

"Zu ähnlichen Ergebnissen kommt der Familienbund der Katholiken, der die Vatikan-Umfrage in eine verständlichere Sprache übersetzt hat. Rund 80 Prozent von 1142 Teilnehmern sahen in Verhütung mit Pille und Kondom keine Sünde."

Zumindest in den westlichen Ländern sind
die meisten getauften Katholiken nicht bereit,
die Schöpfungsordnung GOTTES zu beachten, die
jegliche künstliche Empfängnisvereitelung unter
schwerer Sünde verbietet, was auch der ständigen
Lehrverkündigung der kath. Kirche zu entnehmen ist
inkl. Vatikanum II!

Eine Ausnahme bilden die altrituellen Gläubigen,
einer Umfrage in den USA zufolge lehnen 98%
dieser Gläubigen künstliche Empfängnisvereitelung
ab; wie die Gläubigen der Ostkirche darüber denken
ist mir nicht bekannt.

Nun darf die Kirche aber nicht die Schöpfungs-
ordnung verraten, die Gläubigen haben sich der
Lehre zu unterwerfen, nicht aber die Lehre den
"Gläubigen"!

Die verbindliche Antwort der Hl. Schrift steht
in Joh 6,67-69!!


5
 
 JakobusT 2. Juli 2023 
 

Ja dieser Papst verwirrt uns. Ich weiß auch nicht wohin er mit seinen

Berufungen steuern will. Einerseits erteilt er vehement dem deutschen synodalen Weg eine Absage aber andererseits setzt er Personen auf wichtige Positionen die doch sehr stark und offen mit diesem synodalen Weg konform gehen. Wie sagte unser Pfarrer heute: „Die Kirche wie wir sie heute kennen, ist dringend bedürftig einer Reform da die Austrittzahlen sonst noch weiter steigen und ich irgendwann über kurz oder lang vor einem leeren Kirchenraum stehe“..Das klingt nach Resignation.


1
 
 JP2B16 2. Juli 2023 
 

@lesa, Chapeau !!

Besser kann die Situation im aktuellen Kontext nicht auf den Punkt gebracht werden und v. a. die uns in aller Wirrnis und Trübsal tragende Hoffnung in Erinnerung gerufen werden.
Den jüngsten Worte des Himmels in Sievernich sollten wir unbedingt vertrauen und sie beherzigen. Dann werden wir durch die stürmische See, in der wir mitunter zu zweifeln beginnen könnten, ob das schwer beschädigte Schiff nicht doch noch kentern wird, sicher mittels Sakramente und Schutz durch die Gottesmutter geführt.


6
 
 lesa 2. Juli 2023 

Auf den Karsamstag folgt Ostern

"Sorgt euch vor allem um das Reich Gottes, alles andere wird euch dazugegeben werden." (Mt 6, 33)
Wer den Menschen helfen will, soll aus Liebe das Wort Gottes verkünden, wie es in der Tradition bewahrt und weitergegeben wurde, gelegen oder ungelegen. Gott weiß am besten, was gut für sie ist. Sie müssen wieder eindeutig hören können, was gut und was böse ist. Denn die Folgen der Desorientierung sind nicht lustig. Für die Einzelnen und für die Gesellschaft. Aber die Reinigung des Herzens, die die Reinigung des Denkens voraussetzt (wie D.D. Pagliarani kürzlich treffend ausführte, erfolgt allerdings in der Regel durch Leiden. Der Leidensdruck ist schon groß.
Und wenn nun womöglich auf die Verkündiger ein noch heftigeres Ringen um den Erhalt der Wahrheit zukommt, dürfen wir nicht vergessen, was der Hl. Paulus dem Timotheus schrieb: "Mein Sohn, leide mit mir für das Evangelium. Gott gibt dazu die Kraft." Gott schenkt nicht nur Trübsal und Wirrsal, sondern auch Trost und Gnade.


7
 
 JP2B16 2. Juli 2023 
 

Auffällige Betonung der Notwendigkeit (neuester) Theologie und Wissenschaft - Teil 2

- "Dieses harmonische Wachstum wird die christliche Lehre wirksamer bewahren als jeder Kontrollmechanismus."
und
- "...das Charisma der Theologen und ihr Engagement in der theologischen Forschung fördert, solange sie sich nicht ..., mit einer kalten und harten Logik, die alles zu beherrschen versucht."
und
- "Es wird immer wahr sein, dass die Realität der Idee überlegen ist."
und
- "..., dass es eine harmonische Ordnung zwischen den Wahrheiten unserer Botschaft gibt, bei der die größte Gefahr darin besteht, dass die Nebenthemen die zentralen Themen verdunkeln. ...um zu überprüfen, ob die Dokumente des Dikasteriums selbst und andere eine angemessene theologische Unterstützung haben, mit dem reichen Humus des immerwährenden Lehramtes der Kirche übereinstimmen und gleichzeitig das neuere Lehramt einschließen."
-> Tür und Tor offen für den Relativismus


5
 
 JP2B16 2. Juli 2023 
 

Auffällige Betonung der Notwendigkeit (neuester) Theologie und Wissenschaft - Teil 1

Wo ich schlucken mußte:

- "Grund zu unserer Hoffnung zu geben, aber nicht als Feinde, die auf andere zeigen und sie verurteilen"
->Anpassung an die Welt

-  "Das waren Zeiten, in denen nicht theologische Erkenntnisse gefördert, ...
Was ich von Ihnen erwarte, ist zweifelsohne etwas ganz anderes".
-> mangelnde Wichtung der Theologie war Irrtum, neue Interpretation des Wächteramts tut Not

- "...gesunde Integration des Wissens gefördert."
-> menschlich errungenes Wissen vor Offenbarung?

- "...wo Sie theologisches Wissen mit dem Leben des heiligen Volkes Gottes in Dialog bringen konnten."
-> im Zweifelsfall Kompromiss

- "...insbesondere angesichts der Fragen, die der Fortschritt der Wissenschaft und die Entwicklung der Gesellschaft aufwerfen." 
und
- "...in einen Dialog mit dem gegenwärtigen Kontext, der in der Geschichte der Menschheit beispiellos ist."
-> unbedingtes Einbeziehen des Zeitgeistes.


5
 
 Joachim Heimerl 2. Juli 2023 
 

" Keine Auferlegung einer einzigen Ausdrucksweise" ?

Wie passt das mit der These des Papstes zusammen, die neue Messe sei der einzige Ausdruck des römischen Ritus?? Werden Ausdrucksweisen also dann doch auferlegt, aber " nur" in der Liturgie und nicht im Glauben? Und wo ist hier noch eine Kohärenz?


12
 
 proelio 2. Juli 2023 
 

Armer Papst Franziskus!

Ihm scheint die katholische Glaubens- und Sittenlehre völlig fremd zu sein. Wohl dem, der lesen kann und eine gute katholische Heilige Schrift und einen Katechismus zuhause hat...


10
 
 SalvatoreMio 2. Juli 2023 
 

Radio Rosa Mìstica in Kolumbien meldet sich zu Wort ...

@Zeitzeuge: Sie haben an anderer Stelle schon darauf hingewiesen. Am 8. März lässt RADIO ROSA MÍSTICA COLOMBIA auf Youtube kurz in die Predigt des EB Fernandez hineinhören, die er am 5. März in der Kathedrale von La Plata hielt. Darin predigte er über die „Liebe“ und ließ deutlich werden, dass er die Homosexualität unterstütze. Radio Rosa Mistica in Kolumbien nennt den Erzbischof nur: „El Tucho“, Freund von Bergoglio. - Recht aufschlussreich, mal katholische Nachrichten vom anderen Ende der Erde zu hören.


9
 
 Tante Ottilie 2. Juli 2023 
 

Danke, lieber hochverehrter Zeitzeuge!

Sie haben es nicht zuletzt mit Ihrem Hinweis auf die Hl. Schrift (Gal 1, 6-9) auf den Punkt gebracht!

Ich zitiere nochmals für diejenigen, die zu bequem sind, die Schriftstelle nachzuschauen, den Text hier im Wortlaut:

Gal 1,6-9:

"6 Ich wundere mich, dass ihr so schnell von dem abfallt, der euch durch Christi Gnade berufen hat, zu einem anderen Evangelium, 7 [wo] es [doch] kein anderes gibt, außer dass es einige gibt, die euch verwirren und die das Evangelium (des) Christi verdrehen wollen. 8 Aber auch wenn wir oder ein Engel vom Himmel euch ein Evangelium verkündigen würden entgegen dem, was wir euch verkündigt haben - er sei verflucht! 9 Wie wir früher [schon einmal] gesagt haben, sage ich auch jetzt wieder: Wenn euch jemand ein Evangelium verkündigt entgegen dem, was ihr empfangen habt - er sei verflucht!"


8
 
 anjali 2. Juli 2023 
 

@Zeitzeuge

Liebe(r) Zeitzeuge, ich finde Sie sehr gut und lese gerne das was Sie schreiben!! Bitte weitermachen!


8
 
 Zeitzeuge 2. Juli 2023 
 

Zusammenfassung:

Die katholische Theologie muß mit der Heiligen Schrift
und der verbindlichen Lehrtradition der hl. Kirche
übereinstimmen, eine Synthese von Wahrheit und
Irrtum im Sinne Hegels wäre zutiefst unkatholisch!
In Galater 1,6-9 spricht der St. Paulus inspirierende GOTT sein klares Verdikt auch darüber.....!

Kyrie Eleison! Christe Eleison!


8
 
 Zeitzeuge 2. Juli 2023 
 

Teil 2

Dem Glauben bzw. der verbindl. Morallehre Wwdersprechende "Richtungen" (z.B. synodaler Irrweg in Deutschland)
zerstören die auf Schrift und Lehrtradition beruhende, verpflichtende Glaubenseinheit, bereits Hegel verfiel
dem Irrtum eines "Gleichklangs der Gegensätze".
Die Pastoral ("Realität") darf nie die verbindliche Lehre verwässsern, verfälschen oder verkürzen!
Eine Theologie, die Gottes strafende Gerechtigkeit
"ausblendet" ist schlicht und einfach falsch!

Ich befürchte (und hoffe, daß ich Unrecht habe),
daß die Lehrabweichler weiter ungestraft ihr
Unwesen treiben dürfen, auch in Deutschland;
dafür werden die altrituellen Gemeinschaften
evtl. mit (modernistisch besetzten) "Visitationen"
heimgesucht werden...... .

Allein den Betern kann es noch gelingen!


8
 
 Zeitzeuge 2. Juli 2023 
 

Den Glauben bewahren durch "Gleichklang der Gegensätze" (Hegel)?

"Sie wissen, dass die Kirche viele Jahrhunderte lang eine andere Richtung eingeschlagen hat. Ohne sich dessen bewusst zu sein, hat sie eine ganze Philosophie und Moral voller Wertungen entwickelt, um die Menschen zu klassifizieren, ihnen Etiketten zu verpassen [z.B. Pädophile, Nazis, Abtreiber, Grüne]. Dieser ist so, jener ist so. Dieser kann die Kommunion empfangen, jener kann sie nicht empfangen. Dem einen kann vergeben werden, dem anderen nicht. Es ist schrecklich, dass uns das in der Kirche passiert ist. Gott sei Dank hilft uns Franziskus, uns von diesen Mustern zu befreien".
Dieses Zitat stammt lt. einer Internetrecherche
von Bischof Fernandez aus einer Predigt in La Plata vom 05.03.2023. Da kommt etwas auf uns zu..!

Zum Schreiben des Papstes folgendes: Die Bestrafung von Lehrabweichlern ist eine originäre Pflicht des Papstes mit dem Dikast.f.d. Glaubenslehre und der Bischöfe als wichtigste Helfer.
Will der Papst das kirchl. Strafrecht gegen Häretiker abschaffen?
Teil 2 folgt!


8
 
 SalvatoreMio 2. Juli 2023 
 

Sich den Glauben zurechtkneten...

@Danke, lieber Federico R., für die guten Wünsche, die ich hiermit erwidere, auch an alle anderen bei kath.net. - Zum Thema: "Gott formte den Menschen aus dem Ackerboden!" Genau, er will uns formen, dass wir ihm ähnlicher, heilig werden. Das geht nur, wenn wir dem folgen, was wir von Christus, seinen Aposteln, der hl. Schrift, den Kirchenlehrern usw. gelernt haben. - Jedoch]: "Der Zweck heiligt die Mittel" oder "Die Kirche muss sich der Zeit anpassen", das widerspricht unserem Glauben, der vom Haupt der Kirche ausgeht, und das ist Christus höchstpersönlich. Also müsste er selbst sich erstmal ändern und anpassen. - Völlig verdrehte Theologie!


5
 
 Joachim Heimerl 2. Juli 2023 
 

Die Idee, d.h. Glaube und Offenbarung,

steht immer über der Realität!!


5
 
 Andel 2. Juli 2023 
 

Frage an das Forum

Kann mir bitte jemand erklären, was das "neuere Lehramt" beinhaltet? Doch hoffentlich nicht die Beschlüsse des Synodalen (Irr-)Wegs!


4
 
 Stefan Fleischer 2. Juli 2023 

Bei diesem Bemühen

den Glauben zu bewahren, geht heute sehr oft eine entscheidende Frage vergessen: «Was will Gott und was wollen wir Menschen?» (vgl. Mt 16,23) Es ist doch klar, dass wir alle immer wieder versucht sind, den Glauben und die Gebote so zu interpretieren, wie wir selbst dies für richtig und gut finden, statt uns zu fragen, was Gott uns mit seiner Offenbarung und seinen Geboten sagen will. Doch eine heile Welt hier und jetzt (und nicht zuletzt ein ewiges Heil) gibt es nur dort, wo «Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.»


5
 
 Federico R. 2. Juli 2023 
 

Einer der beiden Abgebildeten scheint recht zufrieden zu sein, ...

... der andere sieht so aus, als würde er wohl bald vor dem allerhöchsten Richter stehen. Gott sei ihm gnädig.

Meine Meinung zu dieser sogenannten Berufung des Argentiniers von einem Argentinier findet sich im Hauptartikel.

Allen Mitforisten hier herzlichst einen gesegneten Sonntagnachmittag und -abend.


4
 
 mrx 2. Juli 2023 
 

Astreine Ideologie (des "Realisten")

Die "Realität" über die "Idee" zu stellen, ist astreine marxistische Ideologie. Die, so Franziskus hier, "immer wahr" sei.
Die Lehre der Kirche ist zurecht eine andere. Und die Bibel spricht gar davon, dass der Glaube Berge versetzen kann. Das ist auch vollkommen logisch. Denn die Realien sind Schöpfung des Gottes. Sie gehorchen Gesetzen, die der Natur eigen sind. Doch der Herr ist der Schöpfer, es ist seine Allmacht, die den Glauben darüber erhebt.
Im übrigen sieht man die Macht von Ideen auch am Marxismus selber - leider! Denn er ist eine Ideologie ohne Gott und gegen Gott. Gottes Ideen sind es, die Wirklichkeit werden. Und wir haben Teil daran.


8
 
 Federico R. 2. Juli 2023 
 

Meine Meinung zu dieser sogenannten Berufung des Argentiniers von einem Argentinier findet sich unter dem Hauptartikel.

Allen Mitforisten hier herzlichst einen gesegneten Sonntagnachmittag und -abend.


1
 

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