Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst warnt erneut die Piusbrüder! Geste wäre "ein schismatischer Akt"
  2. Vom Streuner zum Messdiener: Welpe „Johnny“ findet ein neues Zuhause
  3. 'Der Bischof des Niedergangs ist Herr Feige'
  4. Selektive Wahrheiten und die römische Geduld
  5. Piusbruderschaft erklärt dem Papst den Glauben
  6. ‚Ist das Synodenbüro des Vatikan die PR-Abteilung von P. James Martin SJ geworden?‘
  7. Homosexuellenapostolat Courage International kritisiert Synodenbericht
  8. Vom Benehmen mit Majestäten
  9. Ein Jahr Papst Leo XIV.
  10. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts bei Unfall schwer verletzt
  11. „Kann der Westen ohne das Christentum überleben?“
  12. Wuppertaler stellv. Stadtdechant: „Lebendige Bindung an die Weltkirche“ statt „deutsche Sonderwege“
  13. Klimakatastrophe völlig 'unplausibel': IPCC-Autoren korrigieren Szenarien
  14. „Klimaschützer“ fliegen am häufigsten
  15. "Wir haben Maria neue Hände gegeben"

Milliardäre beeinflussen über Stiftungen weltweite Klimapolitik

19. Jänner 2023 in Aktuelles, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Welt“: Gekaufte „Klimajournalisten“ - „Faktenprüfer“ lassen verzerrte Darstellungen gelten - „Klimanotstand“ bringt Superreichen Gewinne für Investitionen in erneuerbare Energien - „Bunkermentalität“ führt zur Unterdrückung anderer Technologien


Washington D.C. (kath.net/mk) Milliardäre wie Jeff Bezos oder Bill Gates beeinflussen mithilfe ihrer Stiftungen die weltweite Klimapolitik und Medienberichterstattung darüber zu ihren Gunsten. Das berichtet die „Welt“. Kritiker sehen die Unterdrückung von relevanten Lösungen, die nicht ins Konzept der Philanthropen passen. Diese investieren sogar Geld in die Ausbildung von „Klimajournalisten“, um die „Klimageschichte mit der Strenge, dem Fokus und der Dringlichkeit zu erzählen, die sie verdient“, wie es in einer 2019 gegründeten Initiative heißt. Ein paar Beispiele:

Die amerikanische Hewlett Foundation bezahlte der Associated Press, einer Nachrichtenagentur mit Sitz in New York, rund zwei Dutzend Journalisten zur Berichterstattung über Klimathemen. Zu berücksichtigen ist, dass die Medien-Branche stark auf finanzielle Unterstützung von außen angewiesen ist – und man sich mit einem solchen Angebot daher leicht „einkaufen“ kann. Die „European Climate Foundation“ wiederum gründete ein Netzwerk, das beim britischen Reuters Institute Journalisten ausbildet. Der Lehrgangsleiter sitzt zugleich im Beirat des Klimasekretariats der Vereinten Nationen. Und der deutsche „Spiegel“ hat sich mit der Gates-Stiftung zusammengetan, die journalistische Projekte des Magazins von 2018 bis 2025 mit gut 5,4 Millionen Dollar subventioniert. Parallel dazu rief die Chefredaktion den Klimawandel zum „wohl drängendsten Thema unserer Zeit“ aus.


Vorsicht geboten ist auch vor sogenannten „Faktenprüfer-Medien“ wie „Klimafakten“ oder „Carbon Brief“. „Faktenchecker“ werden etwa auch von Facebook engagiert, um Veröffentlichungen zu brandmarken, die das Klimaproblem auf politisch nicht genehme Weise darstellen, und andererseits zu vereinfachte oder verzerrte Darstellungen des Klimawandels zu fördern, wie etwa, dass dieser schon mehr Tote gefordert habe als die Corona-Pandemie.

Vernetzung und Diskurslenkung in Sachen Klimawandel – das ist die Strategie. Wie die Berichterstattung beeinflusst wird, zeigen etwa die Landkarten über einen drohenden Meeresspiegel-Anstieg von „Climate Central“, einer „gemeinnützigen Organisation“, die wiederum von Großstiftungen gefördert wird. Es gibt kaum ein großes Medium, das diese Karten noch nicht veröffentlicht hätte, auf denen unter anderem suggeriert wird, welche Großstädte bald in den Fluten versinken würden. Doch in Wahrheit zeigen die Karten schlicht jene Gebiete auf dem Festland, die künftig unter dem Meeresspiegel liegen könnten, was aber noch nicht bedeutet, dass sie auch unter Wasser wären, denn jetzt schon gibt es zahlreiche Regionen unterhalb der Wasserlinie, deren Bewohner sich etwa mit Deichen angepasst haben.

Der Einfluss von Milliardären auf Stiftungen, die wiederum in die „richtige“ Klimapolitik investieren und einen „Klimanotstand“ suggerieren, fließt letztlich in deren eigene Taschen zurück, indem eigene Investitionen in erneuerbare Energien durch geänderte politische, unternehmerische und Konsumentenentscheidungen satte Gewinne abwerfen. Während die Fixierung auf einen Übergang zu Solar- und Windenergie von den Philanthropen vorgegeben ist, bleibt eine breite Palette anderer Technologien wie Kernenergie oder CO₂-Speicherung auf der Strecke. Der Politikwissenschafter Matthew Nisbet von der Northeastern University in den USA warnt vor einer „Bunkermentalität“ der Geldgeber, in der „berechtigte Kritik und herausfordernde Ideen auf offene Feindseligkeit gestoßen sind“. Kurzum fehle es am Gegengewicht.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Papst warnt erneut die Piusbrüder! Geste wäre "ein schismatischer Akt"
  3. Selektive Wahrheiten und die römische Geduld
  4. Vom Streuner zum Messdiener: Welpe „Johnny“ findet ein neues Zuhause
  5. 'Der Bischof des Niedergangs ist Herr Feige'
  6. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts bei Unfall schwer verletzt
  7. Überraschendes Blutwunder in Neapel bei Papstbesuch
  8. 'Der Papst sollte diese wöchentlichen Presse-Mehrkämpfe unterlassen'
  9. Die Erzdiözese Wien hat ein Problem: Toni Faber, seine 'Freundin' und seine 100m2 Penthouse-Wohnung
  10. Wenn die Wahrheit unglaubwürdig ist: Bankmitarbeiterin beendete Telefonat mit Papst Leo
  11. Piusbruderschaft erklärt dem Papst den Glauben
  12. ‚Ist das Synodenbüro des Vatikan die PR-Abteilung von P. James Martin SJ geworden?‘
  13. Ach FRIEDRICH - Eklat beim Katholikentag und Kanzler Merz mittendrin
  14. „Kann der Westen ohne das Christentum überleben?“
  15. Klimakatastrophe völlig 'unplausibel': IPCC-Autoren korrigieren Szenarien

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz