Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  3. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  4. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  5. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  6. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  7. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  8. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  9. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  10. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  11. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  12. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  13. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  14. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  15. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert

Milliardäre beeinflussen über Stiftungen weltweite Klimapolitik

19. Jänner 2023 in Aktuelles, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Welt“: Gekaufte „Klimajournalisten“ - „Faktenprüfer“ lassen verzerrte Darstellungen gelten - „Klimanotstand“ bringt Superreichen Gewinne für Investitionen in erneuerbare Energien - „Bunkermentalität“ führt zur Unterdrückung anderer Technologien


Washington D.C. (kath.net/mk) Milliardäre wie Jeff Bezos oder Bill Gates beeinflussen mithilfe ihrer Stiftungen die weltweite Klimapolitik und Medienberichterstattung darüber zu ihren Gunsten. Das berichtet die „Welt“. Kritiker sehen die Unterdrückung von relevanten Lösungen, die nicht ins Konzept der Philanthropen passen. Diese investieren sogar Geld in die Ausbildung von „Klimajournalisten“, um die „Klimageschichte mit der Strenge, dem Fokus und der Dringlichkeit zu erzählen, die sie verdient“, wie es in einer 2019 gegründeten Initiative heißt. Ein paar Beispiele:

Die amerikanische Hewlett Foundation bezahlte der Associated Press, einer Nachrichtenagentur mit Sitz in New York, rund zwei Dutzend Journalisten zur Berichterstattung über Klimathemen. Zu berücksichtigen ist, dass die Medien-Branche stark auf finanzielle Unterstützung von außen angewiesen ist – und man sich mit einem solchen Angebot daher leicht „einkaufen“ kann. Die „European Climate Foundation“ wiederum gründete ein Netzwerk, das beim britischen Reuters Institute Journalisten ausbildet. Der Lehrgangsleiter sitzt zugleich im Beirat des Klimasekretariats der Vereinten Nationen. Und der deutsche „Spiegel“ hat sich mit der Gates-Stiftung zusammengetan, die journalistische Projekte des Magazins von 2018 bis 2025 mit gut 5,4 Millionen Dollar subventioniert. Parallel dazu rief die Chefredaktion den Klimawandel zum „wohl drängendsten Thema unserer Zeit“ aus.


Vorsicht geboten ist auch vor sogenannten „Faktenprüfer-Medien“ wie „Klimafakten“ oder „Carbon Brief“. „Faktenchecker“ werden etwa auch von Facebook engagiert, um Veröffentlichungen zu brandmarken, die das Klimaproblem auf politisch nicht genehme Weise darstellen, und andererseits zu vereinfachte oder verzerrte Darstellungen des Klimawandels zu fördern, wie etwa, dass dieser schon mehr Tote gefordert habe als die Corona-Pandemie.

Vernetzung und Diskurslenkung in Sachen Klimawandel – das ist die Strategie. Wie die Berichterstattung beeinflusst wird, zeigen etwa die Landkarten über einen drohenden Meeresspiegel-Anstieg von „Climate Central“, einer „gemeinnützigen Organisation“, die wiederum von Großstiftungen gefördert wird. Es gibt kaum ein großes Medium, das diese Karten noch nicht veröffentlicht hätte, auf denen unter anderem suggeriert wird, welche Großstädte bald in den Fluten versinken würden. Doch in Wahrheit zeigen die Karten schlicht jene Gebiete auf dem Festland, die künftig unter dem Meeresspiegel liegen könnten, was aber noch nicht bedeutet, dass sie auch unter Wasser wären, denn jetzt schon gibt es zahlreiche Regionen unterhalb der Wasserlinie, deren Bewohner sich etwa mit Deichen angepasst haben.

Der Einfluss von Milliardären auf Stiftungen, die wiederum in die „richtige“ Klimapolitik investieren und einen „Klimanotstand“ suggerieren, fließt letztlich in deren eigene Taschen zurück, indem eigene Investitionen in erneuerbare Energien durch geänderte politische, unternehmerische und Konsumentenentscheidungen satte Gewinne abwerfen. Während die Fixierung auf einen Übergang zu Solar- und Windenergie von den Philanthropen vorgegeben ist, bleibt eine breite Palette anderer Technologien wie Kernenergie oder CO₂-Speicherung auf der Strecke. Der Politikwissenschafter Matthew Nisbet von der Northeastern University in den USA warnt vor einer „Bunkermentalität“ der Geldgeber, in der „berechtigte Kritik und herausfordernde Ideen auf offene Feindseligkeit gestoßen sind“. Kurzum fehle es am Gegengewicht.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Der verworfene Stein wurde zum Fundament: Gott wirft unser Leben niemals weg
  3. Diözese Linz: In der Hälfte der Klassenzimmer in der Stadt Wels fehlten die Kreuze
  4. Christliche Eltern beten für den Mann, der ihre Töchter bei Autounfall tötete
  5. Ukrainischer Bischof: "Es gibt so unglaublich viel Leid"
  6. Ägyptisch-amerikanischer Pastor warnt vor ‚unheiliger Allianz‘ zwischen Linken und Islamisten
  7. Rom: "Krippe von Bethlehem" zu sehen
  8. Der Heilige und das Tier
  9. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  10. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  11. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert
  12. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela
  13. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  14. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  15. Überraschung im Vatikan - Kardinal Tagle ist neuer Dekan des Kardinalskollegiums

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz