Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  2. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  3. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  4. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  5. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  6. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  7. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  8. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  9. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  10. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  11. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  12. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  13. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  14. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  15. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“

„Wir wollten den Jom-Kippur-Tag würdigen, aber bebilderten mit Foto des Felsendoms in Jerusalem“

6. Oktober 2022 in Deutschland, 21 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Peinlicher Fehler der SPD Hessen: zum hohen jüdischen Feiertag gratuliert man mit dem Foto einer der wichtigsten islamischem Moscheen - Der Fehler zieht eine wortreiche Entschuldigung des Leiters der Pressestelle nach sich


Wiesbaden (kath.net) „Aufrichtige Entschuldigung der SPD Hessen und der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag. Auf den gemeinsamen Accounts der SPD Hessen und der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag wurde bei Instagram und Facebook ein Post veröffentlicht, mit dem wir den Jom-Kippur-Tag würdigen wollten. Bebildert wurde diese Würdigung aber mit einem Foto des Felsendoms in Jerusalem – einem der wichtigsten islamischen Heiligtümer.“ Das schreibt Christoph Gehring, Leiter der Pressestelle der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag und Pressesprecher der SPD Hessen, auf der Fcebookseite der hessischen SPD. Er entschuldige sich „persönlich und im Namen der Institutionen, für die ich spreche, für diesen Fehler, der natürlich niemals hätte passieren dürfen. Im Englischen würde man wahrscheinlich sagen: I must apologize but I can’t excuse it.“


Weiter führte er aus: „Wo genau in der Pressestelle, für die ich die Verantwortung trage, die Prüf- und Kontrollmechanismen nicht funktioniert haben, die Vorfälle wie diesen eigentlich verhindern sollen, ist für die öffentliche Diskussion belanglos. Gewiss ist nur: Uns ist etwas unterirdisch Dummes passiert, für das wir zu Recht hart kritisiert werden. Aber: Keine:e einzig:e Abgeordnete der SPD im Hessischen Landtag und kein Mitglied der Führung der SPD Hessen hat das Post vorab gesehen. Schimpf und Schande sollten sich also alleine an die Pressestelle und an mich als deren Leiter richten. Ich bitte die Mitglieder der Jüdischen Gemeinde und alle, die sich von dem Beitrag provoziert, angegriffen oder beleidigt fühlten, aufrichtig um Entschuldigung und darum, ihren berechtigten Ärger nicht auf die SPD Hessen und deren Landtagsfraktion zu projizieren – das Versagen war in diesem Fall individuell, nicht kollektiv.“

Der peinliche Glückwunsch ist inzwischen auf den Social-Media-Kanälen der SPD Hessen nicht mehr aufzufinden.

Der Felsendom ist der älteste nomumentale Bau des Islams in Israel und sogar eines der Hauptheiligtümer des Islams. Er steht auf dem Bereich des früheren jüdischen Tempels. Teilweise wird von Forschern vermutet, dass er direkt über dem Bereich des Allerheiligsten des Tempels stehen könnte, diese These lässt sich derzeit aber weder beweisen noch widerlegen.

Der Lapsus der SPD Hessen zog einen Shitstorm nach sich, der sich sogar noch in den Zeitungsüberschriften spiegelt. Überschriften lauten etwa: „‚Unterirdisch dumm‘ – SPD Hessen zeigt Felsendom zu Jom Kippur“ (Welt); „SPD Hessen blamiert sich mit missratenem Jom-Kippur-Gruß: ‚Null Kompetenz am Werk‘“ (Frankfurter Neue Presse); „Peinlicher Patzer auf Facebook – Hessen-SPD gratuliert zu Jom Kippur mit Moschee-Bild - prompt folgt die Entschuldigung“ (Focus); „Twitter läuft Sturm: Hessen-SPD gratuliert Juden zu Jom Kippur – mit Felsendom-Bild“ (RND).

Foto © SPD Hessen/Screenshot/kompiliert


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Wir machen da was mit Medien
  2. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  3. Die Ehe: Lebens- und Liebesgemeinschaft - Die Familie: Grundlage der Gesellschaft
  4. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  5. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  6. Spanischer Nationaltrainer legt WM-Pokal der berühmten Marienstatue in Saragossa zu Füßen
  7. Der Rosenkranz als Schule der Christusbetrachtung
  8. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  9. Belgien: Anteil der Euthanasiefälle in den letzten fünf Jahren verdoppelt
  10. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  11. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  12. Patrozinium im Mailänder Dom, während draußen Explosionen und Sirenen zu hören sind
  13. War der katholische Soldat Gus March-Phillipps (+1942) ein Vorbild für die Filmfigur James Bond?
  14. „Lourdes ganz nah: Komm und begegne der heiligen Bernadette“
  15. Papst beruft Wiener Uni-Professor Tück in die Internationale Theologenkommission

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz