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Werbekampagne mit Sujet ‚Beten oder Leben retten’

1. Oktober 2022 in Österreich, 5 Lesermeinungen
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Die Kampagne will dazu ermutigen, bei Herzstillstand lebensrettende Erste-Hilfe-Maßnahmen durchzuführen.


Wien (kath.net/jg)

Der Verein Puls zur Bekämpfung des plötzlichen Herztodes hat eine Plakatkampagne begonnen. Er will damit auf die Herzmassage aufmerksam machen, die jeder Mensch anwenden kann, wenn jemand einen Herzstillstand erleidet. Die Kampagne hat drei Motive, bei welchen jeweils tatsächlich oder vermeintlich nutzlose Handlungen der Möglichkeit mittels Herzmassage Leben zu retten gegenüber gestellt werden.


Ein Sujet zeigt auf der einen Seite gefaltete Hände und auf der anderen die Hände in der Haltung für eine Herzmassage. Dabei steht: „Deine Hände können beten oder Leben retten.“ (Siehe Foto) Die anderen beiden Plakate lauten „Deine Hände können fies sein oder Leben retten“ und „Deine Hände können schimpfen oder Leben retten.“

Kritiker werfen der Kampagne vor, dass Beten auf die gleiche Stufe wie Schimpfen und fies sein gestellt werde. kath.net hat Zuschriften von Lesern erhalten, die sich dadurch in ihren religiösen Gefühlen verletzt sehen.

Der Verein Puls dürfte sich der Problematik bewusst sein. Auf der Internetseite auf welcher die Kampagne vorgestellt wird, wird das Sujet mit den betenden Händen als „kontroversielle“ Version bezeichnet. Mit den verschiedenen Versionen will der Verein nach eigenen Angaben „alle Emotionen“ abdecken und „damit die größtmögliche Aufmerksamkeit“ für sein Anliegen erzielen.

 


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Lesermeinungen

 Stefan Fleischer 2. Oktober 2022 

Hoffen wir

dass viele Menschen, vornehmlich Karholiken aber auch andere, so langsam wieder merken, dass das, was unserer Welt von heute fehlt, nicht in erster Linie "lebensrettende" Hände sind, auch nicht gefaltete Hände, sondern betende Herzen. Helfende Hände überall, wo es nötig ist, gefaltete Hände überall, wo es möglich ist, aber betende Herzen immer und überall, das wäre ein grosser Schritt zu einer besseren Welt.


3
 
 Fatima 1713 2. Oktober 2022 
 

@St. Hildegard

Genau, einen Widerspruch zwischen beidem zu konstruieren, das zeugt halt von völliger Unwissenheit oder Dummheit, wie @bernhard_k völlig richtig schreibt.
Ora ET labora!
Stimme also allen drei Kommentaren vor mir zu.


3
 
 St. Hildegard 2. Oktober 2022 
 

Beten genauso wichtig wie handeln!

Völliger Blödsinn. Ich würde zuerst das Notwendige tun und dabei beten - in dem Wissen, dass ich ohne Gott nämlich gar nichts tun kann.

Aber das Gebet ist auch nicht einfach nur dazu da, um "Trost und Kraft" zu spenden, wie viele Christen meinen, während allein das Handeln Ergebnisse bringt. Da haben Sie völlig Recht, @bernhard_k.

Ich las mal von einem Geistlichen, der einem Herzinfarktpatienten mutmaßlich durch Gebet das Leben rettete, weil der Krankenwagen nämlich zu spät kam.
Und ich hörte - leider! - auch einmal von einem Pfarrer, der sagte, er würde sich lieber von einem "kompetenten" Arzt behandeln lassen als von einem betenden (als ob da ein Widerspruch wäre ...)


2
 
 matthieu 1. Oktober 2022 
 

Quatsch

So ein Quatsch. Natürlich würde ich während der ersthilfe beten, aber ohne gefaltete Hände. Das ist nicht kontrovers sondern fies.


3
 
 bernhard_k 1. Oktober 2022 
 

Das ist dumm ...

Es ist schlicht Dummheit, "beten" auf die nutzlose Seite zu schieben!

Und wer weiß: vielleicht hat das Gebet schon viel öfter geholfen und Leben gerettet als andere Maßnahmen ...


4
 

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