Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vertrauenskrise in der Kirche
  2. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  3. „Puff für alle“: Entsetztes Kopfschütteln über Sexualkunde-Aufgabe an katholisch geprägtem Gymnasium
  4. „Ut unum sint“ - Wahrheit, Tradition und sichtbare Communio
  5. 'Gut' gebrüllt, Löwe?
  6. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  7. Sacrosanctum Concilium: Die Liturgie und das Geheimnis Christi
  8. „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“
  9. Rom und die orientalisch-orthodoxen Kirchen seit Fiducia supplicans
  10. MAGNIFICA HUMANITAS
  11. Vatikan veröffentlicht die Leitlinien für den Umsetzungsweg der Synode über die Synodalität
  12. Nach Gipfelkreuzschändung: 18-Jähriger stellt neues selbstgebautes Kreuz auf
  13. US-Diözese Wichita hat seit Jahren viele Priesterberufungen
  14. Trend unter jungen New Yorkern: Gemeinsam zur Sonntagsmesse gehen
  15. Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 ‚beunruhigend‘ und ‚verblüffend‘

Kanada: 2021 stiegen die anti-katholischen Straftaten um 260 %, bei anderen Religionen "nur" um 60 %

31. August 2022 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Eine offensichtliche Ursache sind die Veröffentlichungen von Berichten über die ein Jahrhundert zurückliegenden Todesfälle indigener Kinder an katholischen Schulen - Die Indigenen selbst verurteilen die Hassanschläge.


Toronto (kath.net/mk) Die Katholiken in Kanada leiden unter dem höchsten Anstieg religionsbasierter Hassvergehen und -verbrechen im Jahr 2021. Dies berichtet „Catholic News Agency“ unter Berufung auf die Catholic Civil Rights League, eine unabhängige Laienorganisation aus Toronto, die anti-katholische Straftaten beobachtet. Die schwersten Verbrechen letztes Jahr betrafen Brandstiftungen an Kirchen, doch das (auch „einfachen“ Vandalismus beinhaltende) Gesamtausmaß, welches in den Massenmedien meist nicht berichtet wird, beläuft sich auf einen Anstieg von 260 % (also beinahe eine Vervierfachung) gegenüber dem Vorjahr entsprechend der offiziellen polizeilichen Statistik. Bei anderen Religionen ergab sich im Schnitt nur eine Zunahme von rund 60 %.


Solche Auswüchse müssen nicht immer auf den Anstieg tatsächlicher Vergehen zurückzuführen sein, sondern können auch auf einer erhöhten Sensibilisiertheit nach großen Verbrechen beruhen. Denn bekanntermaßen gelangt ein Großteil der Straftaten gar nicht auf die Schreibtische der Polizei. Dennoch ist die vor allem zwischen Mai und August 2021 zu verzeichnende Spitze erschreckend, und sie dürfte einen einfachen Grund haben: Im Mai waren die ersten Berichte über namenlose Gräber auf den Gründen ehemaliger Internate in katholischer und protestantischer Trägerschaft veröffentlicht wurden, die der Kirche eine Mitschuld am Tod vieler (vor allem indigener) Schüler anlasteten. Die Reaktionen in den Nachrichten verschwiegen oft die Tatsache, dass die Berichte bislang nur Vermutungen angestellt hatten, die erst zu überprüfen waren.

Diese Berichte dürften zum Anstieg der antireligiös motivierten Straftaten wesentlich beigetragen haben. Deshalb fordert die Catholic Civil Rights League die kanadischen Politiker auf, öffentlich gegen diese alarmierende Entwicklung aufzutreten. Jedenfalls spreche nichts dafür, dass die Hassvergehen von Indigenen durchgeführt wurden; denn deren Anführer hätten die Taten meist prompt verurteilt, und darüber hinaus seien auch Kirchen auf indigenem Land niedergebrannt worden.
Der Papst hat sich bei seinem Kanada-Besuch vor wenigen Wochen bei Vertretern der Ureinwohner für die geschehenen Missbräuche entschuldigt und auch von Völkermord gesprochen. Die Schulen wurden im 19. Jahrhundert geschaffen, der Besuch war verpflichtend und oft weit weg von den Familien der Kinder. Die (spärliche) Finanzierung ging vom Staat aus, der die Kinder aus der Armut holen und zu erfolgreichen Mitgliedern der modernen Gesellschaft machen wollte. Vernachlässigung und Krankheiten wie Tuberkulose oder Grippe trugen dazu bei, dass tausende Schüler, vor allem eben indigene, starben.

Weiterführender Link: Wie US-Medien Brandanschläge auf kanadische Kirchen rechtfertigen


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“
  2. „Puff für alle“: Entsetztes Kopfschütteln über Sexualkunde-Aufgabe an katholisch geprägtem Gymnasium
  3. Vertrauenskrise in der Kirche
  4. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  5. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  6. 'Gut' gebrüllt, Löwe?
  7. MAGNIFICA HUMANITAS
  8. Komm, o Geist der Heiligkeit! Aus des Himmels Herrlichkeit!
  9. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  10. 'Ich denke, dass Gott der Größte ist! Er kann alle Türen für uns öffnen'
  11. Rom und die orientalisch-orthodoxen Kirchen seit Fiducia supplicans
  12. Nach Gipfelkreuzschändung: 18-Jähriger stellt neues selbstgebautes Kreuz auf
  13. „Die Genderideologie ist zutiefst reaktionär“
  14. Trend unter jungen New Yorkern: Gemeinsam zur Sonntagsmesse gehen
  15. „Synodenbericht präsentiert einen toxischen ‚Paradigmenwechsel‘“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz